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Brandenburg/Havel Taufgottesdienst mit Bachkantate
Lokales Brandenburg/Havel Taufgottesdienst mit Bachkantate
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17:38 26.06.2016
Unter der Leitung von Fred Litwinski wurde am Sonntag die Bachkantate "Wer nur den lieben Gott lässt walten" in der Brandenburger Gotthardt-Kirche aufgeführt. Quelle: Rüdiger Böhme
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Brandenburg/H

Was für ein musikalischer Reichtum! Für jeden Sonntag im Kirchenjahr hat Johann Sebastian Bach eine Kantate geschrieben. Insgesamt hat Bach Kantaten für drei volle Jahrgänge komponiert. Für jeden Sonntag ist ein eigenes Thema aus einem bestimmten Evangelium vorgesehen, auf das sich dann auch der Text der Kantate bezieht.

Am Sonntag stand im Kirchenjahr der fünfte Sonntag nach Trinitatis auf dem Kalender. An diesem Sonntag war die Lesung aus Lukas, Kapitel 5, Verse 1-11 „Der Fischzug des Petrus“ vorgesehen sowie die Bach-Kantate „Wer nur den lieben Gott lässt walten“, die der Komponist 1724 in seinem zweiten Jahr in Leipzig geschrieben hat. Die Kantate hat sieben Strophen, die Georg Neumark um 1641 gedichtet hat. Die Strophen eins und sieben der Choralkantate BWV 93 basieren auf diesem Original-Text.

Gut 300 Zuschauer in der Gotthardt-Kirche

„Ich war überrascht, wie voll die Kirche war“, freut sich Kantor Fred Litwinski über die gute Resonanz. Immerhin sind gut 300 Menschen in die Gotthardt-Kirche gepilgert, um die Aufführung der Bach-Kantate zu erleben. Er versuche, wenigstens einmal im Jahr mit der Stadtkantorei eine Gottesdienstkantate aufzuführen, sagt der Kantor. Aber das sei nicht immer möglich und hänge auch davon ab, was ansonsten noch auf dem Probenprogramm stehe. Unter seiner Leitung begleiteten Mitglieder des Orchesters der Komischen Oper Berlin die Stadtkantorei. Als Solisten hatte Litwinski die Sopranistin Christina Elbe, die Altistin Bettina Denner, den Tenor Ralph Eschrig und den Bass Marcell Fladerer-Armbrecht eingeladen. An der Orgel saß Bettina Damus.

Für Marlene Elise Frahm und Henry Hallmann – mehr aber wohl noch für ihre Eltern, Verwandte und Freunde der Familien – wird dieser Sonntag wohl immer als ein ganz besonderer Tag in Erinnerung bleiben, auch wenn sich die Kinder selbst später wahrscheinlich nicht mehr daran erinnern können. An diesem Sonntag fand ihr Taufgottesdienst in diesem besonders festlichen Rahmen statt.

Pfarrerin hat über das Wort „wunderlich“ nachgedacht

„Wer nur den lieben Gott lässt walten, und hoffet auf ihn allezeit, den wird er wunderlich erhalten in allem Kreuz und Traurigkeit. Wer Gott, dem Allerhöchsten traut, der hat auf keinem Sand gebaut.“ Was könnte für einen Taufgottesdienst besser passen als diese zuversichtliche Kantate. Doch wie ist es heutzutage in Zeiten von Gewalt, Krieg und Tod mit dem lieben Gott und seinem Wirken in der Welt bestellt? Ist die Zuversicht berechtigt? Pfarrerin Ulrike Mosch hat über das Wort „wunderlich“ nachgedacht. Laut Duden bedeute dieser Begriff „vom üblichen abweichend.“

Gott sei nicht der himmlische Zauberer. Aber wer sei er dann? Ein liebender oder eher ein fremder Gott? Es sei der liebende Gott, der den Menschen beisteht, der auf allen Wegen mitgeht, der an ihrer Seite bleibt. „Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, verricht das Deine nur getreu, und trau des Himmels reichem Segen, so wird er bei dir werden neu. Denn welcher seine Zuversicht auf Gott setzt, den verlässt er nicht“ , jubeln die Sänger.

Von Ann Brünink

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