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Brandenburg/Havel Tesla-Taxi darf nun doch Fahrgäste befördern
Lokales Brandenburg/Havel Tesla-Taxi darf nun doch Fahrgäste befördern
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11:17 22.02.2018
Der Brandenburger Taxiunternehmer Andreas Krone wird seinen Tesla endlich als Taxis auf die Straße bringen können. Quelle: HEIKE SCHULZE
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Brandenburg/H

Der MAZ-Beitrag über den Taxiunternehmer Andreas Krone (60) aus Brandenburg/Havel zeigt Wirkung. Er wird sein Elektroauto Tesla Modell S als Taxi nachrüsten lassen können. Danach darf das blitzschnelle, umweltschonende Auto doch endlich als Taxi auf die Straße. Der Medienrummel um die Tesla-Taxi-Ausbremser hat den Hersteller Tesla, das Eichamt und Ausrüster Intax auf die Spur gebracht.

Es ist absurd. Ein Taxiunternehmer aus Brandenburg an der Havel hat sich für viel Geld ein umweltschonendes Elektroauto angeschafft, einen elfenbeinfarbenen Tesla. Doch als Taxi darf das Auto nicht genutzt werden. Das deutsche Recht steht im Weg – genauer: das Eichrecht.

Am 1. Februar berichtete die MAZ über den elektorautobegeisterten Andreas Krone, der sich im vergangenen Oktober einen hochwertigen Tesla angeschafft hat und ihn nur zu gern als Taxi auf Brandenburgs Straßen bringen würde. Doch das verhinderte bisher das deutsche Eichrecht.

Eichamt verwehrte die Taxi-Nutzung zunächst

Das Eichrecht erschwerte seit Oktober 2016 enorm, dass Fahrzeuge als Taxis zugelassen werden, die nicht vom Hersteller schon als Taxi ausgerüstet sind. Da Tesla keine Taxis baut und die für ein Nachrüsten wesentlichen technischen Informationen bisher nicht lieferte, hatte Andreas Krone schlechte Karten mit seinem Luxusgefährt, das in 4,4 Sekunden von Null auf Hundert beschleunigt.

Seit wenigen Tagen hat sich das Blatt jedoch gewendet. Nach der MAZ-Berichterstattung kam einiges in Bewegung. Andere Medien griffen die MAZ-Berichterstattung auf. Seit diesem Montag nennt das Oldenburger Unternehmen „Intax“ auf seiner Internetseite Tesla als Partner und gibt auch offiziell grünes Licht.

Unternehmer aus Brandenburg kann sein Auto nachrüsten lassen

Dort heißt es: „Ab sofort kann parallel zum Neuwagenkauf eines Tesla Model S das Taxi- oder Mietwagen-Paket gleich mitbestellt werden. Dieses wurde durch uns entwickelt und erfüllt wegen allen vorausgegangenen Tests der Serien-Komponenten sämtliche eichrechtliche Vorschriften.“

Für Andreas Krone noch entscheidender ist folgender Satz von Intax: „Die bereits ausgelieferten Model S können nach dem Muster der Neuwagen bei uns ausgerüstet werden.“ Der auf die Nachrüstung von Taxis und Mietwagen spezialisierte Betrieb werde Tesla-Autos künftig im Auftrag der Hersteller erstausrüsten, bestätigt Maik Reske.

Spätestens Anfang April wird das Tesla-Taxi einsatzbereit sein

Der Hersteller Tesla habe die zentrale Information geliefert: die Beschreibung des „V-Signals“, mit dem das Taxameter gesteuert wird. Gebrauchte Tesla-Autos könnten eichrechtskonform umgerüstet werden. Spätestens Anfang April habe Intax Termine frei, heißt es.

Wegen der Medienaufmerksamkeit hatte der Direktor des Landeseichamts Kontakt zur Intax-Geschäftsführung aufgenommen,. Im Ergebnis kann Andreas Krone sein Elektroauto – je nach Auftrag – für einen Betrag zwischen 1200 und 2750 Euro als Taxi nachrüsten lassen und anschließend die erforderliche Genehmigung des Landeseichamtes Berlin-Brandenburg erhalten.

Brandenburger Taxifahrer ist noch skeptisch

„Ich glaube das erst, wenn der entsprechende Anruf aus Berlin kommt und ich meinen Tesla eichen lassen kann“, sagt der Brandenburger Taxisunternehmer noch abwartend. Doch auch er freut sich, dass sein Fall den Stein ins Rollen gebracht hat und die Lösung nun schon schwarz auf weiß zu lesen und damit greifbar nahe ist.

„Wenn mein Tesla das erste Elektrotaxi in Brandenburg/Havel ist, lade ich Sie zur Berichterstattung ein“, sagt der Mann, der schon in Vorwende-Zeiten Taxis gesteuert hat.

Von Jürgen Lauterbach

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