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Brandenburg/Havel Thai-Restaurant darf bleiben
Lokales Brandenburg/Havel Thai-Restaurant darf bleiben
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00:33 02.10.2015
Enrico Daßler ist neuer Eigentümer des Bootshauses Pritzerbe.  Quelle: JACQUELINE STEINER
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Pritzerbe

 Wenn Enrico Daßler (52) am 10. Oktober die Stammgäste zum Saisonausklang einlädt, hat der Biederitzer seinen ersten Sommer als Unternehmer an der Havel hinter sich. Der in der Versicherungsbranche tätige Wassersportfan ist neuer Besitzer des Bootshauses Pritzerbe. Die maritime Freizeitanlage hat jeder Bootsführer bei einer Talfahrt von Plaue zuerst im Blick, bevor die Havel einen abrupten Knick nach Nordwesten macht.

 Die bescheidene Bezeichnung des Geländes in bester Uferlage, das lange mit dem Namen von Hellmut Konieczny verbunden war, bleibt vom Eigentümerwechsel unberührt. „Aus dem vorhandenen Bestand wird keine hypermoderne Marina gemacht. Dafür ist eine schrittweise Sanierung geplant“, berichtet Daßler über seinen nächsten Pläne. So erhält zunächst die Steganlage, an der etwa 50 Boote in verschiedenen Größenordnungen festmachen können, eine neue Beplankung. Außerdem soll die Elektroanlage überholt werden.

Boote statt Kisten

Das Bootshaus Pritzerbe in der Havelstraße 24 befindet sich am Flusskilometer 78,5. Die Ansteuerung der Liegeplätze an zwei Holzstegen ist problemlos aus dem Fahrwasser möglich. Die Pritzerber Innenstadt ist in wenigen Schritten zu Fuß zu erreichen.

 Auf dem Gelände des Bootshauses befand sich vor über 100 Jahren ein Sägewerk, das zu DDR-Zeiten seine Produktion auf Kisten umstellte. Waren es erst Kisten für den Transport von Broten und Flaschen, erfolgte danach die Produktion für den Obstbau Damsdorf.

Ab 1987 gehörte der Betrieb zur GPG Damsdorf. Leiter der Abteilung Kistenproduktion war Hellmut Konieczny. 1990 wurde die Produktion eingestellt. Von da an baute Konieczny den alten Familienbesitz für den Wassertourismus um.

Zum Bootshaus gehören das Hafenlokal mit vier Gästezimmern, das der neue Eigentümer jedoch nicht selbst betreibt. Um die Gastronomie und die Unterkünfte kümmert sich Dennis Weiß als Pächter. Auch die Position des Hafenmeisters überlässt Daßler einem Selbstständigen. Es ist Mirko Nowotny aus Berlin, der um das Wohl und Wehe der Gäste und Bootslieger bemüht ist. Zusammen mit dem Bootshaus und dem Motel hat der neue Eigentümer das angrenzende Thai-Restaurant „Samorr“ erworben, an dessen Weiterbetrieb nicht gerüttelt wird: „Das Restaurant ist zu einer Institution geworden. Warum sollte ich daran etwas ändern?“ Weiter läuft auch der Pachtvertrag mit dem Wassersportverein, dessen Halle sich auf dem Grund und Boden des Bootshauses Pritzerbe befindet.

Nicht alle Mieter von Dauerliegeplätzen haben den Eigentümerwechsel mitgemacht. Daßler hat in seinen neuen Verträgen die Preise deutlich erhöht. Mit Verweis auf den Reparaturstau sei die Anpassung unausweichlich gewesen, so Daßler, der mehrfach in der Woche von Biederitz nach Pritzerbe pendelt. Er selbst war durch Zufall vor wenigen Jahren als Gastlieger zum Bootshaus gekommen. Sein Engagement an der Havel betrachtet er als zweites Standbein für das Alter, so Daßler. Jetzt sei es oberstes Ziel den Hafen ansprechender herzurichten, ohne den Charakter der gewachsenen Bebauung zu zerstören. Für wichtig hält er eine kollegiale Zusammenarbeit mit den anderen touristischen Dienstleistern und Marina-Betreibern im Ort: „Gemeinsam können wir auch nach der Buga noch einiges für den Wassertourismus tun.“

Von Frank Bürstenbinder

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