Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Theater: Scheller wirbt für Wiederaufbau der Schauspielsparte
Lokales Brandenburg/Havel Theater: Scheller wirbt für Wiederaufbau der Schauspielsparte
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:58 30.05.2018
Schauspieler des Brandenburger Jugendtheaters bei der vielbeachteten Premiere der Aufführung von „Die Räuber" am 22. April 2017. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Die Stadt soll ab dem kommenden Jahr damit beginnen, eine eigene Schauspielsparte am Brandenburger Theater wiederaufzubauen. Ein entsprechendes Bekenntnis hat Oberbürgermeister Steffen Scheller (CDU) am Mittwoch vor den Stadtverordneten abgegeben und diese aufgefordert, das Vorhaben in allen Gremien zu diskutieren.

Damit setzt er um, was er bereits vor Wochen angekündigt hat. Jetzt führe die Stadt dazu Gespräche mit der Landesregierung, insbesondere mit dem Kulturministerium, zum Umstrukturieren der Theaterförderung.

Die bisherige Finanzierung des Theaters sieht derzeit ungefähr so aus: Zu den knapp unter einer Million Euro liegenden eigenen Einnahmen kommen sieben Millionen Euro Förderung, die jeweils zur Hälfte von Stadt und Land getragen werden. Der hälftige Landesanteil setzt sich wiederum zu 50 Prozent als Vorwegentnahme aus der kommunalen Verbundmasse des Finanzausgleichsgesetzes (FAG) zusammen.

Bessere Förderung für Theater der kreisfreien Städte

Zukünftig soll die Förderung für die Theater tragenden kreisfreien Städte verbessert werden. Das bisherige Modell soll abgelöst werden durch ein Modell mit den Anteilen „50 zu 30 zu 20“.

Demnach kämen 50 Prozent vom Land direkt, 30 Prozent kämen aus Mitteln des Finanzausgleichsgesetzes (ebenfalls vom Land verteiltes Geld), nur noch 20 Prozent würden auf die Kommune selbst entfallen. Im Klartext: Statt 3,5 Millionen Euro Zuschuss gibt die Stadt pro Jahr nur noch 1,4 Millionen Euro für den laufenden Betrieb des Hauses und des Orchesters.

Oberbürgermeister Steffen Scheller (CDU). Quelle: J. Steiner

„Für uns als Stadt würde das eine deutliche Entlastung darstellen“, sagt Scheller, der die eingesparten 2,1 Millionen Euro aber nicht zur Schuldentilgung ausgeben, sondern weiter ins Brandenburger Theater stecken will.

„Ich habe dazu schon gesagt, dass unser Ziel nicht darin bestehen sollte, im Kulturbereich Einsparungen zu erzielen, sondern das Angebot für die Bürger zu erweitern.“ Neben dem Konzertbetrieb des Orchesters bestehe auch ein Bedarf an Schauspiel in Stadt und Region.

„Aus meiner Sicht wäre das eine wichtige Korrektur der Entscheidungen aus Ende der 1990er-Jahre, bei denen in allen Stadttheatern unseres Landes wichtige Sparten gestrichen wurden und Brandenburg an der Havel dabei unter anderem das Schauspiel verloren hatte“, resümiert Scheller.

Mit den zusätzlichen Mitteln aus der avisierten neuen Theaterförderung könne man sich idealerweise auch wieder eigenen Schauspielproduktionen widmen.

Von André Wirsing

Brandenburg/Havel Brandenburg an der Havel / „Enkeltrick“ - Betrüger legt hellhörige Rentner doch noch rein

Zu ärgerlich. Ein älteres Ehepaar ist sogar misstrauisch und vermutet einen Enkeltrickbetrüger am anderen Ende der Leitung. Dem Schurken gelingt es gleichwohl, mehrere tausend Euro zu ergaunern.

30.05.2018

Schon wieder ein dicker Stau auf der Autobahn A 2, vor allem in Richtung Berlin. Auf dem Baustellenstück zwischen Wollin und Ziesar ist ein Lastwagen aus den Niederlanden auf einen Transporter mit Campingwagen aufgefahren.

30.05.2018

In der Fontane-Schule wird gern Theater gespielt. Die 6b der feiert jetzt mit dem Stück „Nicolas, wo warst du?“ eine umjubelte Premiere. Die Schüler haben es in Kooperation mit Musikern der Brandenburger Symphoniker aufgeführt.

30.05.2018