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Brandenburg/Havel Theatererlebnis auf Plakaten
Lokales Brandenburg/Havel Theatererlebnis auf Plakaten
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16:26 22.09.2016
Der Bühnenbildner Volker Pfüller (r.) im Gespräch mit einem Besucher der Ausstellungseröffnung. Quelle: Jacqueline Steiner
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Brandenburg/H

Im Foyer des Brandenburger Theaters (BT) wird jetzt jeden Tag Theater gespielt. Dabei kann man ganz unterschiedliche Stücke in Augenschein nehmen, Gerhard Hauptmanns „Die Ratten“, August Strindbergs „Totentanz“, Nikolai Ostrowskis „Der Wald“ oder Gioacchino Rossinis Oper „Der Barbier von Sevilla“. Alle „Inszenierungen“ haben die Handschrift des Bühnenbildners Volker Pfüller. Keine lebendigen Darsteller treten in den expressiv gestalteten Szenen auf, sondern sie sind auf Holzschnitten gebannt. Es sind oftmals die eigenen Interpretationen des Bühnenbildners, die ihm nach Fertigstellung einer Inszenierungsarbeit noch beschäftigten.

Die Ausstellung mit dem Querschnitt aus Werken Volker Pfüllers ist der Auftakt einer Reihe von fünf Expositionen des Theaters in dieser Spielzeit, die größtenteils von Horst Vogelgesang, Inhaber der Galerie & Kunsthandel im Internet, kuratiert wird.

Pfüller ist ein Theatermensch mit Leib und Seele. Er gehört zu den wichtigsten ostdeutschen Bühnenbildnern. Meist hat er auch die Kostüme entworfen. Vor allem im Deutschen Theater Berlin hat er gemeinsam mit Alexander Lang bedeutende Inszenierungen auf die Bühne gebracht. Aber er war auch an den Münchner Kammerspielen, am Thalia Theater Hamburg oder an der Staatsoper Stuttgart tätig. Pfüller lehnt es nicht ab, wenn Stadttheater, wie beispielsweise Rudolstadt, bei ihm anfragen, ob er Bühnenbild und Kostüme für Inszenierungen entwerfen könnte.

Eine Besucherin in der Ausstellung im Brandenburger Theaterfoyer. Quelle: JACQUELINE STEINER

Im BT-Foyer werden nun Einblicke in das mannigfaltige Lebenswerk des Künstlers gegeben, der mit seiner Fantasie, seiner Kreativität und seiner Liebe zum Detail das Theater in Deutschland bereichert hat. Auch in der Plakatgestaltung hat Volker Pfüller Eindrucksvolles geschaffen. Eine ganze Reihe von Plakaten ist ausgestellt, die kostbare Erinnerungen an Erlebtes einer vergangenen Theaterzeit in Berlin offerieren. Sie erzählen Theatergeschichte, an der der Künstler beteiligt war. Sie lassen den Betrachter schon vor der Aufführung Anteil nehmen an dem Theatererlebnis, das ihn erwartet. Die Story wird bereits angedeutet und die Hauptfiguren pointiert in den Mittelpunkt gestellt. Somit werden die Plakate bereits vor der Aufführung zum Theatererlebnis. Manchmal waren sie sogar stärker und nachhaltiger als die Inszenierung selbst.

Volker Pfüller hat für die Herstellung von Plakaten die Offset-Zinkografie entdeckt, ein Druckverfahren, das ein direktes Zeichnen auf Platten ermöglicht. Damit knüpft er an die Tradition der französischen Plakatgestaltung um 1900 an. Auf die Frage, ob er heute noch Berliner Bühnen besucht, gibt er eine klare Antwort: Nein. Details möchte er dazu nicht preisgeben. Ja, seine Theaterwelt, wie er sie in der Hauptstadt mitgestaltet hat, existiert nicht mehr.

Neben dem Bühnenbild, der Plakatgestaltung, hat Volker Pfüller sich immer wieder der Illustration zugewandt, vor allem von Kinderbüchern, in denen sein hintergründiger Humor erkennbar wird. Die in der Schau gezeigten farbfreudigen Linolschnitte vereinigen Menschen und Tiere, die mit ihrer skurrilen Ausstrahlung die Fabulierfreude und den klugen Hintersinn des Künstlers bezeugen.

Ausstellung mit Theaterplakaten, Holz- und Linolschnitten von Volker Pfüller, bis zum 31. Oktober im Foyer des Großen Hauses des Brndenburger Theaters.

Von Klaus Büstrin

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