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Theaterfest zum Auftakt in die neue Spielzeit

Brandenburg an der Havel Theaterfest zum Auftakt in die neue Spielzeit

Das Brandenburger Theater bot seinen Besuchern am Samstag schon mal einen Vorgeschmack auf die neue Spielzeit. Beim Theaterfest „Auftakt“ konnten kleine und große Gäste hinter die Kulissen blicken. Kinder konnten an vielen Stellen auch selbst aktiv werden. Die anwesenden Künstler leisteten derweil einen wichtigen Teil zum Gelingen des Festes bei.

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Die kleinen Besucher konnten im Brandenburger Theater vielerorts mitmachen.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Brandenburg/H. Neugierig waren sie alle, die Brandenburger, die am Samstagnachmittag mit Kind und Kegel ins Brandenburger Theater strömten. Zum Beginn der Saison hatte der Musentempel bei freiem Eintritt zu einem Theaterfest für Klein und Groß eingeladen. Waren es 500? Waren es 600? Schwer zu sagen, denn ob Großes Haus oder Foyer, ob Studiobühne, Probebühne oder Ballettsaal – die Besucher tummelten sich überall. Das Tollste an diesem Theaterfest war, dass vor allem die Kinder – fast – alles anfassen durften und überall mitmachen konnten.

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Zum Start in die neue Saison hat das Brandenburger Theater am Samstag zum Familienfest „Auftakt“ eingeladen. Dabei konnten die Besucher einmal hinter die Kulissen blicken und sich hier und da auch selbst ausprobieren.

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Am meisten Spaß machte ihnen dabei das Verkleiden. Im Foyer des Großen Hauses konnten sie im Kostümfundus stöbern und sich etwas Ausgefallenes aussuchen. Passend dazu geschminkt konnte man manches Kind kaum wiedererkennen. Da verwandelte beispielsweise eine Perücke ein Kind in ein kleines rothaariges Teufelchen mit roten Hörnern. Oder eine elegante Robe ein junges Mädchen in eine vornehme Lady.

Appetithäppchen für große Shows

Ein erfolgreiches Mitmachprojekt ist das Tanzprojekt Kabumm (MAZ berichtete). Im Abendprogramm konnten die etwa 160 Zuschauer im Großen Haus die jungen Brandenburger Tänzer als „Appetithäppchen“ für die große Silvestershow „Großer Ball im Café Oske“ erleben, bei der sie mitwirken werden. Und am Klavier begleitet von Marc Spiess gaben Dorothea Breil und Jörg Hilger sowie Thomas Christ und Stefanie Dietrich für beide geplante große Shows – „New York Chrismas“ – Kostproben ihrer Sangeskunst ab.

Mehr könne man noch nicht zeigen, die beiden Werke würden ja gerade erst geschrieben, verriet Theaterchefin Katja Lebelt, die als „Nummerngirl“ knapp zwei Stunden lang die Highlights der kommenden Saison präsentierte. Chefdirigent Peter Gülke kündigte ein herausforderndes Musikprogramm an. Solofagottist Sebastian Pietsch bewies mit seinem Saxophon und der Band „Jazzocrazz“, dass Symphoniker auch ganz anders können.

Ein Regisseur, zwei Shows

Der künstlerischen Leiterin des Brandenburger Theaters, Katja Lebelt, schwebte für dieses Jahr eine andere Art von Weihnachtskonzert vor. Mit dem Opern- und Musicalregisseur Wolf Widder hatte sie schließlich die Idee für die Bühnenshow „A New York Christmas“, die Widder gerade schreibt. Die musikalische Leitung hat Garrett Keast übernommen. Es spielen die Brandenburger Symphoniker und es singen Femke Soetenga und Thomas Christ. Premiere ist am Freitag, 23. Dezember, im Großen Haus.

Wolf Widder führt zudem Regie für die historisch-musikalische Silvester-Revue „Großer Ball im Café Oske“. Die musikalische Leitung liegt hier bei Walter Florin. Für die passende Musik sorgen auch im Silvesterprogramm die Brandenburger Symphoniker. Im Großen Haus ist am Freitag, 30. Dezember, die Premiere.

Mitmachen und Kooperation sind zwei wichtige Zielvorgaben der künftigen Theaterarbeit. Das war bereits nachmittags augenfällig, weil die Galerie Sonnensegel, die Fouqué-Bibliothek und andere Kultureinrichtungen der Stadt am Fest teilnahmen.

Künstler traten ohne Gage auf

Mit der „Bürgerbühne“ unter der professionellen Leitung von Boris von Poser und mit Anna Böttcher in der Hauptrolle probten Laienschauspieler das Stück „Jacke wie Hose“ (Premiere 7. April 2017). Die freie Theatergruppe „Poetenpack“ lieferte eine Kostprobe aus dem Woody-Allen-Stück „Eine Mitsommernachts-Sex-Komödie“ und machte neugierig auf die Premiere am 3. Februar 2017. Die Mimen des Jugendtheaters unter der Leitung von Christiane Ziehl sangen derweil das wunderbare „Mondlied“ aus ihrem Werther-Programm und versprachen eine spannende Inszenierung von „Die Räuber“.

Was war das doch für ein schönes, üppiges Fest in entspannter, fröhlicher Atmosphäre! Aber wie kann sich ein Theater in finanziellen Nöten wie das Brandenburger Theater so etwas überhaupt leisten? Des Rätsels Lösung: Die Künstler sind ohne Gage aufgetreten. „Alle machen das, weil sie das Theater, weil sie das Publikum lieben“, sagte Katja Lebelt.

Von Ann Brünink

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