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Brandenburg/Havel Theaterfreunde lassen nicht locker
Lokales Brandenburg/Havel Theaterfreunde lassen nicht locker
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00:19 06.10.2017
Seit 200 Jahren ist das Brandenburger Theater jetzt am Start. Als festes Ensemble gibt es nur noch die Brandenburger Symphoniker. Theater machen zumeist Laien oder eingekaufte Ensemble. Quelle: bacoo-pix
Brandenburg/H

Vor 200 Jahren ist das Brandenburger Theater gegründet worden. 25 Jahre davon begleitet der nach der Wende ins Leben gerufene Förderverein der Freunde des Brandenburger Theaters das Haus. Auch wenn das Theater seit der Auflösung des Drei-Sparten-Hauses im klassischen Sinne kein Theater mehr ist, geben die 45 Mitglieder des Vereins um Anna Büge und Heidi Hauffe nicht auf. Chefin Anna Büge: „Der Förderverein erlebte bereits in den 90er Jahren ein existenzielles Auf und Ab des BT mit. Kurzfristig wechselnde Intendanten und Geschäftsführer erschwerten die Zusammenarbeit.“ Die Finanzausstattungen wurden gekürzt, Sponsoren zogen sich zurück. Der Förderverein jedoch blieb, hielt „vehement zum Theater, auch als es um 1999 regelrecht abgewickelt wurde.“

Heute hat das frühere Theater noch die Brandenburger Symphoniker. Darüber hinaus wird das Programm eingekauft oder die Bühne wird von den Partnern des Theaterverbundes aus Potsdam und Cottbus bespielt. Trotzdem betrieben die Theaterfreunde nach wie vor gezielte Lobbyarbeit, verliehen den Brandenburger Theaterpreis an Personen, die sich besonders um das BT verdient gemacht hatten, förderten das Jugendtheater mit talentierten Laien und initiierten Theaterfrühstücke. Auch die Bürgerbühne, ein Projekt mit erwachsenen Laien, wird unterstützt.

Wie es weitergeht mit dem Theaterverein und dem Haus? Für Vize-Chefin Heidi Hauffe (Linke), die neben ihrer Arbeit im Verein auch als Lokalpolitikerin für die Belange des BT kämpft ist klar: „Wir brauchen jetzt schnell einen neuen künstlerischen Leiter und einen Geschäftsführer.“ Wie berichtet, war im Vorjahr der frühere Chef der Wohnungsgesellschaft Wobra Klaus Deschner aus dem Ruhestand geholt worden, um übergangsweise das Haus zu führen. Er hatte sich wenig später mit der kurz zuvor ans Haus geholten künstlerischen Leiterin Katja Lebelt überworfen, die nach quälend langem Streit das Handtuch warf. Nun sollen beide Stellen ausgeschrieben werden.

Für Hauffe und Büge ist klar: „Der Verein wird sich dafür einsetzen, dass das Theater als kultureller Mittelpunkt der Stadt und der Region erhalten bleibt.“ Dafür sei es dringend notwendig, dass die Finanzierung des Hauses mit derzeit etwa sieben Millionen Euro im Jahr „langfristig sichergestellt wird und es an Attraktivität und Akzeptanz gewinnt.“ Dazu gehöre auch ein künstlerisches Profil als Stadttheater, sagt Hauffe. Mit Eigenproduktionen, Diskussionsrunden und mehr Unterstützung des Jugendtheaters müsse es gelingen, dem Haus nach den Feierlichkeiten zum 200. Geburtstag „endlich neue, inhaltliche Schwerpunkte zu geben. Das werden wir als Verein fordern und begleiten“, so Hauffe.

Von Benno Rougk

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