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Tieckow hat die schönste Liegewiese

Ingo Barnewitz hält das Gras kurz Tieckow hat die schönste Liegewiese

Ingo Barnewitz steht seit Jahren für ein sauberes Tieckow. Der Stadtarbeiter hält das Gras am Badestrand kurz, kümmert sich um den Spielplatz in der Dorfmitte und schaut im Wohnpark Am Kolonieweg nach dem Rechten.

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Stadtarbeiter Ingo Barnewitz startet zur Grünlandpflege am Tieckower Havelufer.

Quelle: Frank Bürstenbinder

Tieckow. Langsam zieht der Traktor seine Bahnen. Am Steuer sitzt Ingo Barnewitz (58). Der bei der Kommune Havelsee angestellte Stadtarbeiter hält das Gras an der Tieckower Havelbadestelle kurz. Alle zwei bis drei Wochen macht Barnewitz mit dem am Schlepper angebauten Zwei-Meter-Mulcher aus dem Grünland eine prima Liegewiese. Zusammen mit der immer sauberer werdenden Havel besitzt Tieckow einen der schönsten Strände in der Stadt Havelsee. „Die Badestelle ist Tieckows Visitenkarte. Einheimische und Gäste sollen sich hier wohl fühlen. Wo es gepflegt und sauber ist, bleibt es auch so“, sagt Barnewitz, der selbst in Tieckow zu Hause ist.

Was den im Dorf geborenen Stadtarbeiter ärgert, sind Schmutzfinken, die trotz aller Mühen ihren Müll am Strand zurücklassen. Dieser muss dann aufgesammelt werden, wie der immer wieder von Privatgrundstücken in Büschen landende Rasenschnitt im Wohnpark Am Kolonieweg. Im großen und ganzen sei er jedoch mit der Ordnung und Sauberkeit in Tieckow, Fohrde und Briest zufrieden, so Barnewitz. Für diese drei Dörfer ist der Stadtarbeiter in erster Linie verantwortlich. Ein Vollzeitjob bei dem es zeitweise im Jahr Unterstützung durch Stundenkräfte gibt. Bei Hilferufen aus den anderen Havelsee-Ortsteilen Pritzerbe, Hohenferchesar und Marzahne wird das eigene Pensum umgeplant.

Der 85 PS starke Traktor ist das zugkräftigste Arbeitsgerät im Fuhrpark des Stadtarbeiters. Zu den Zusatzgeräten gehört neben dem Mulcher eine hydraulische Astsäge, die dank der Montage am Frontlader noch in vier Meter Höhe in Aktion treten kann. Hochbetrieb herrscht im Sommer auf den kommunalen Grünflächen. „Das Gras muss kurz gehalten werden. Hat man aber einmal Grund im Bestand ist die Arbeit zu schaffen“, meint Barnewitz, der außerdem auf einen Aufsitzmäher und drei kleine Rasenmäher für die Friedhofsarbeiten zurückgreifen kann. Außerdem gibt es Anhänger und einen Multicar, mit dem der kommunale Radwege am Wiesenweg gesäubert und im Winter von Schnee frei gehalten werden kann. Der fachmännische Umgang mit der Technik und kleine Reparaturen sind für den gelernten Landmaschinenschlosser selbstverständlich.

Barnewitz ist überall zu finden, wo die Stadt Havelsee Flächen ihr eigen nennt. Die Festwiese in Briest muss genauso gepflegt werden, wie das Rondell am Tieckower Kriegerdenkmal oder der Fohrder Bahnhofsvorplatz. Tropft auf einem Friedhof ein Wasserhahn ist das ein Fall für den Stadtarbeiter. Nicht selten wird er bei der Arbeit ausgebremst, denn Barnewitz bekleidet ein politisches Ehrenamt. Er ist Ortsvorsteher von Fohrde samt Tieckow, das 1950 dem größeren Dorf zugeschlagen wurde. „Zur Sprechstunde kommt kaum jemand. Wir klären unsere Probleme auf der Straße.“

Von Frank Bürstenbinder

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