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Brandenburg/Havel Tiemann: Wolfsbestand nötigenfalls reduzieren
Lokales Brandenburg/Havel Tiemann: Wolfsbestand nötigenfalls reduzieren
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18:22 30.05.2018
Dietlind Tiemann (CDU, li.) besucht die Naturlandfarm Riebener See. Sie sieht sich Zaunvarianten gegen Wölfe an. Quelle: Foto: privat
Mittelmark

„Wenn sich der Wolf weiter so entwickelt, muss es sowohl Umsiedelungen als auch die Möglichkeit der Reduzierung des Bestandes geben“, sagt Dietlind Tiemann, die CDU-Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises. Mittwoch drehte sich ihre Kreisreise nur um den Wolf.

Im Landgut Hennickendorf in Beelitz, auf dem Hof der Naturlandfarm Riebener See und im Landhaus zu Stücken ging es um die neue Wolfsverordnung, das Schutzjagdsystem sowie den Konflikt der Weidetierhalter mit dem Wolf.

Ein Zaun, der wenig bringt

An Tiemanns Seite: Marie-Luise Dött, MdB und Umweltpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Tiemann, die auch im Ausschuss für Gesundheit, Ernährung und Landwirtschaft sitzt, interessierte sich für Schutzzäune. Darunter ein fünfadriger Wolfschutzzaun, der um die Koppel gespannt werden muss, damit Tierhalter nach Wolfsrissen Zahlungen des Landes beantragen können.

Der Zaun ist 1,20 Meter hoch, hat fünf Litzen und durch ihn fließen 4000 Volt. Bringt aber wenig. „Der Wolf springt über den Zaun oder buddelt sich durch“, weiß Tiemanns Büroleiter Ralf Weniger nach dem Besuch von den Tierhaltern.

„Probleme sind programmiert“

Was Tiemann mit Reduzierung beschreibt, bedeutet im Klartext Abschuss. Gleichwohl sagt sie: „Das Thema Wolf muss mit Augenmaß betrachtet werden. Der Wolf hat im Land Brandenburg auf Grund der Besiedelung nur einen begrenzten möglichen Lebensraum; wir sind wirklich kein Wolfserwartungsland.“ Das bedeute für sie, „dass mit seiner ungehinderten Vermehrung Probleme der Landwirte durch Tierverluste sowie für das Sicherheitsempfinden der Bürger, vorprogrammiert sind.“

Wölfe „unnötigerweise angesiedelt“

Da Menschen den Wolf „unnötigerweise wieder angesiedelt haben, tragen sie auch die Verantwortung für die Auswirkungen,“ so Tiemann. Die Vermehrung der Wölfe, deren Wanderung, die zunehmende Näherung an bewohnten Gehöfte sowie die Übergriffe auf Nutztiere müssten endlich ernst genommen werden, so Dietlind Tiemann. Sie will sich für eine unbürokratische und schnelle Entschädigung der vom Wolf geschädigten Landwirte stark machen, versicherte Tiemann vor Ort.

Von Benno Rougk

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