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Brandenburg/Havel Tierheim schlägt Alarm wegen Finanzlücke
Lokales Brandenburg/Havel Tierheim schlägt Alarm wegen Finanzlücke
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09:15 05.03.2018
Auszubildende Cindy Rosenberg, Tierheimchefin Madleen Gieseler und die Tierpfleger Nico Nittmann und Miriam Grawert (v.l.) mit vier ihrer 91 Schützlingen. Quelle: Jacqueline Steiner
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Brandenburg/H

Das Brandenburger Tierheim in der Caasmannstraße hat zwei verdiente festangestellte Mitarbeiter entlassen müssen, weil die Finanzierung der Einrichtung nicht mehr reicht. Wie Leiterin Madleen Gieseler der MAZ berichtet, „wird es auf langer Sicht schwierig, guten und effektiven Tierschutz zu gewährleisten“. Sie nennt die Finanzierungslücke „dramatisch“.

Derzeit arbeiten in Voll- und Teilzeit fünf Mitarbeiter in dem Tierheim, das der Deutsche Tierschutzverein Brandenburg an der Havel betreibt. Hinzu kommen ehrenamtlicher Helfer. Im vorigen Jahr nahm die Einrichtung 272 Tiere auf und konnte 150 Hunde, Katzen und Kleintiere vermitteln. Derzeit umsorgt das Tierpfleger-Team 31 Hunde und 60 Katzen. Beheimatet ist das Tierheim in einer früheren Tierklinik der sowjetischen Streitkräfte.

Vor allem Spenden tragen das Tierheim

Das Tierheim finanziert sich laut Madleen Gieseler zur größten Teilen aus Spenden. Zudem hat es mit der Stadt Brandenburg und der Gemeinde Kloster Lehnin Fundtier-Betreuungsverträge. Es nimmt auch beschlagnahmte und sichergestellte Tiere aus nicht artgerechter Haltung auf. Zwar lobt die Tierheim-Leiterin die „gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit und gute Gesprächskultur“ mit den beiden Kommunen. Die Verträge für die Betreuung von Fundtieren seien jedoch nicht auskömmlich. Bundesweit sei es ein Trend, das insbesondere langjährige Verträge nie an die Preisentwicklung angepasst worden seien. Um Fundtiere auch medizinisch versorgen zu können, dazu zählen dringende Operationen, übernimmt der Tierschutzverein diese Kosten, die laut Gieseler „zumindest teilweise Pflichtaufgaben der Kommunen wären“.

Derzeit bereiten die Mitarbeiter unter Hochdruck die „Flut von Katzenwelpen“ vor, wenn trächtige freilaufende Katzen im Tierheim abgegeben werden. Das Tierheim begleitet zudem Kastrationsaktion außerhalb der Einrichtung. „Wir haben alle Hände voll zu tun, denn neben der Grundversorgung der Tiere und Reinigung der Unterkünfte und Gehege, muss das Gelände in Schuss gehalten und eine qualitativ hochwertige Vermittlung gewährleistet werden“, sagt Madleen Gieseler, die das Heim seit fünf Jahren leitet. 2014 nahm die Notunterkunft 150 beschlagnahmte Katzen auf, viele von ihnen waren so krank, dass sie starben. 2015 mussten 20 misshandelte Tiere aufgenommen werden. „Ich glaube, niemand kann sich vorstellen, was es bedeutet, von jetzt auf gleich eine solch große Menge an zusätzlichen Tieren unterzubringen und zu versorgen.“

Betreiber ist der Tierschutzverein Brandenburg an der Havel

Aufgegriffene Tiere werden medizinisch von dem Tierarzt-Ehepaar Schwarz versorgt. Die Tiere werden kastriert, geimpft, gechipt als Herkunftsnachweis und entwurmt. „Damit die Tiere eine reelle Vermittlungschance bekommen, müssen wir auf jeden Vierbeiner einzeln eingehen“, sagt die Tierheimleiterin. Einige Hunde sind sogar zunächst einmal erst zu resozialisieren. Künftige Besitzer müssen eine artgerechte Haltung garantieren und zahlen eine Schutzgebühr pro Tier und die Tierarztkosten.

Von Marion von Imhoff

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