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Tödlicher Unfall am Stauende bei Wollin

Autobahn 2 (Potsdam-Mittelmark) Tödlicher Unfall am Stauende bei Wollin

Wieder ein tödlicher Unfall an einem Stauende auf der Autobahn 2: Dabei starb Dienstagmittag zwischen Brandenburg und Wollin ein Mann. Durch die Vollsperrung kam es in der Stadt Brandenburg und entlang der Ausweichroute zu heftigen Verkehrsbehinderungen. Die Polizei musste an Kreuzungen den Verkehr von Hand regeln.

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Die Fahrerkabine des auffahrenden Transporters ist völlig zerstört. Der Mann darin hatte keine Chance zu überleben.

Quelle: Christian Griebel

Mittelmark. Zu einem tödlichen Unfall ist es am Dienstagvormittag auf der Autobahn 2 in Richtung Magdeburg zwischen Brandenburg und Wollin gekommen. Es ist damit einer der schwersten Unfälle in diesem Jahr auf dem brandenburgischen Abschnitt der A 2. Ein 51-jähriger Mann aus Berlin war mit seinem Kleintransporter an einem Stauende nahezu ungebremst auf einen polnischen Sattelzug gefahren. Die Fahrerkabine des Kleinlasters, der Fleisch und Dönerspieße transportierte, wurde von der Ladefläche des Lasters völlig zerdrückt. Rettungskräfte konnten dem Fahrer des auffahrenden Wagens nicht mehr helfen. „Er war vermutlich sofort tot“, sagte Ralf Kühne, Einsatzleiter der Brandenburger Berufsfeuerwehr.

Einsatzkräfte vor Ort beim tödlichen Unfall am Dienstagmittag auf der Autobahn 2 zwischen Wollin und Brandenburg

Einsatzkräfte vor Ort beim tödlichen Unfall am Dienstagmittag auf der Autobahn 2 zwischen Wollin und Brandenburg. Das Opfer wurde eingeklemmt und musste mit schwerem Gerät aus der Fahrerkabine geborgen werden.

Quelle: Christian Griebel

Die Autobahn wurde in Fahrtrichtung Magdeburg voll gesperrt. Das führte auf der Ausweichroute zu massiven Beeinträchtigungen. Hunderte Autofahrer fuhren durch Brandenburg an der Havel, um in Wollin wieder auf die A 2 zu kommen. So kam der Verkehr auf der Strecke teilweise zum Erliegen. Betroffen war davon schon Paterdamm. Polizisten regelten daher an mehreren Kreuzungen den Verkehr von Hand. Dazu waren die Besatzungen von sieben Funkstreifenwagen im Einsatz. Sie sorgten für einen besseren Verkehrsfluss am Zentrumsring und am Abzweig von der Bundesstraße 102 nach Wust. Auch Ragösen an der Bundesstraße 102 war von dem hohen Verkehrsaufkommen durch den Unfall betroffen. Um 15.20 Uhr wurde dieser Einsatz beendet. Der Verkehr begann sich langsam zu normalisieren.

Der Transporter hatte Dönerspieße geladen, die bei dem Crash aus dem Fahrzeug geschleudert wurden

Der Transporter hatte Dönerspieße geladen, die bei dem Crash aus dem Fahrzeug geschleudert wurden.

Quelle: Christian Griebel

Der Einsatz lief in der Leitstelle Brandenburg um 11.34 Uhr auf. Etwa 600 Meter vor einer Baustelle ereignete sich nach Polizeiangaben der Unfall. Der polnische Sattelzug hatte Holz geladen. Sein Fahrer blieb unverletzt und lehnte auch ärztlich Hilfe vor Ort ab.

Sehr schnell kam es zum Rückstau. Zunächst war die letzte freie Ausfahrt die Abfahrt Brandenburg. Nach Angaben von Axel Schugardt von der Pressestelle der Polizeidirektion West staute sich der Verkehr auf einer Länge von 14 Kilometern auf der Autobah. Auto- und Lastwagenfahrer fuhren daher schon in Netzen von der Autobahn und quälten sich über die Umleitungsroute durch die Ortschaften Richtung Brandenburg.

Auch auf der Bundesstraße 102 bei Ragösen kam es zu einem langen Stau

Auch auf der Bundesstraße 102 bei Ragösen kam es zu einem langen Stau.

Quelle: Andreas Koska

Anderthalb Stunden blieb die Fahrtspurt Richtung Magdeburg voll gesperrt. Ab 13.05 Uhr gab die Polizei den linken Fahrstreifen frei, eine Stunde später den mittleren. Die Staatsanwaltschaft Potsdam entsandte einen Unfallgutachter zum Unglücksort, um den Unfallhergang zu klären. Die Bergungsarbeiten dauerten auch noch um 15 Uhr an.

Zum Einsatzort waren neben der Polizei 14 Feuerwehrleute von der Berufsfeuerwehr Brandenburg und der Freiwilligen Feuerwehr Schmerzke ausgerückt. Im Einsatz war zudem ein Notarzt, der vom Rettungshubschrauber Christoph 35 aus Brandenburg zum Unfallort geflogen wurde, und die Besatzung eines Rettungswagens aus Lehnin.

Von Marion von Imhoff

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