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Brandenburg/Havel Töpfermarkt lockt scharenweise Besucher ins Paulikloster
Lokales Brandenburg/Havel Töpfermarkt lockt scharenweise Besucher ins Paulikloster
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15:01 04.11.2018
Am Wochenende gab es beim Töpfermarkt im Brandenburger Paulikloster viel zu bewundern. Quelle: Tobias Wagner
Brandenburg/H

Tassen, Teller, Tonfiguren – der 21. Töpfermarkt lockte am Wochenende wieder Scharen von keramikbegeisterten Besuchern ins Paulikloster in Brandenburg an der Havel. Vor stimmungsvoller Kulisse präsentierten hier auch dieses Jahr wieder zahlreiche Töpfereien, Keramikwerkstätten und Künstler aus dem gesamten Bundesgebiet ihre Produkte.

Am Wochenende besuchten wieder hunderte Gäste den Töpfermarkt im Brandenburger Paulikloster.

Den Besucher erwartete vor und in dem Kloster eine bunte Vielfalt an ausschließlich in Handarbeit gefertigten Keramikerzeugnissen. Die Angebotspalette reichte von hochwertiger Gebrauchskeramik, über Garten- und Zierkeramik bis hin zu künstlerischen Einzelstücken für Haus, Hof und Garten in unterschiedlichster Farb- und Formgebung.

„Ich habe bereits letztes Jahr auf dem Töpfermarkt ausgestellt“, sagt Katharina Heinitz. „Hier herrscht eine absolut schöne Atmosphäre und der Markt ist gut besucht.“ Heinitz stellte Tassen, Kannen, Butterdosen und vieles mehr aus der Töpferei Heinitz in Görzke vor. Mit ihrem Stand unterstütze Heinitz ihre Eltern, die das Unternehmen in langer Familientradition führen.

Tradition in Görzke seit 1834

Die Töpferei wurde 1834 gegründet und vertreibt seitdem Tonarbeiten mit charakteristischem Muster. „Unsere Produkte werden auf der Töpferscheibe gedreht, dann zwei mal gebrannt und vor dem Glasieren mit extra zurecht geschnittenen Schwämmen bemalt“, erklärt Heinitz. Die skandinavisch anmutenden Grundmuster mit ihren blauen, braunen und grünen Punkten zogen eine Menge Besucher an, die sich von der Qualität der Waren aus der Görzker Töpferei überzeugen ließen.

Doch nicht bei allen 53 Ständen des Töpfermarktes war das Handwerk in die Wiege gelegt worden. „Ich bin seit 20 Jahren Töpferin und habe mir alles selber angeeignet“, sagt Peggy Nothnagel aus Großpösna bei Leipzig. Die 52-Jährige betreibt in Eigenregie ein Töpferhaus und hat sich Lampen spezialisiert. „Schließlich gibt es wenige Töpfer, die so etwas anbieten.“

Ofen selbst gebaut

Die Lampen waren jedoch nicht das einzige, was Nothnagel, die zum siebten Mal mit ihren Tonwaren am Markt teilnahm, von den anderen Anbietern abhob. „Ich habe mir selbst einen Ofen gebaut, in dem ich Tassen im sogenannten Raku-Verfahren brenne“, sagt Nothnagel.

Bei dieser aufwendigen Brenntechnik, die ihren Ursprung in Japan hat, wird das Keramik auf 1000 Grad erhitzt und in diesem Zustand aus dem Ofen zum Abkühlen geholt. Der plötzliche Temperaturunterschied führt zu Rissen in den Tassen, die diesen eine ganz eigene Optik verleiht. „Die Japaner schwören auf diese Tassen“, sagt sie. „Sie sind überzeugt, dass der Tee aus ihnen eindeutig besser schmeckt.“

So viel Abwechslung wie möglich

Um sicher zu stellen, dass der Töpfermarkt in der Havelstadt seinen Besuchern so viel Abwechslung wie möglich bietet, müssen sich die Teilnehmer zuvor auf einen Platz für ihren Stand bewerben. Der Veranstalter wählt aus den Bewerbern, deren Zahl den Platzangebot im Paulikloster oftmals übersteigt, die geeigneten Stände heraus. Somit soll sichergestellt werden, dass jeder Keramikliebhaber auf dem Markt fündig wird. Das Konzept scheint auf zu gehen.

„Auf dem Markt gibt es eine super Auswahl an unterschiedlichen Tonarbeiten“, sagt Kathrin Stier. Die 24-jährige Brandenburgerin hatte erst nach Eierbechern gesucht und sich dann doch für Ohrringe und einen Knoblauchtopf entschieden. Sie möchte auch nächstes Jahr wieder vorbeischauen. „Denn hier ist für jeden was dabei immer“, sagt Stier. Dann klappt es bestimmt auch mit den Eierbechern.

Von Tobias Wagner

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