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Torsten Gränzer überrascht mit neuer CD

Brandenburg an der Havel Torsten Gränzer überrascht mit neuer CD

Torsten Gränzers Anfänge liegen irgendwo zwischen selbst produziertem Bluesrock aus Schulzeiten und Noisepunk. Lange her und kaum vorstellbar, hört man die neu entstandene EP „Die Geschichtenerzähler“ mit dem Untertitel „Wenn ich ganz für mich bin...“. Warum dieser Wandel? Die MAZ hat mit dem Musiker aus Brandenburg an der Havel gesprochen.

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Der Musiker Torsten Gränzer hat eine neue CD eingespielt.

Quelle: Ina Schidlowski

Brandenburg/H. Seine musikalischen Anfänge liegen irgendwo zwischen selbst produziertem Bluesrock aus Schulzeiten und Noisepunk. Lange her und kaum vorstellbar, hört man die neu entstandene EP „Die Geschichtenerzähler“ mit dem Untertitel „Wenn ich ganz für mich bin...“.

Mit dem Einstieg in die Band Fauxpas im Jahr 1996 wurde Tor-sten Gränzer einem breiten Publikum bekannt. Er ist die Stimme der Brandenburger Deutschrock- Formation. Eine Stimme, die so kraftvoll, wütend und laut sein kann und nun so nachdenklich und sanft klingt.

Was ist passiert? Warum dieser Wandel?

Bereits als 15-Jähriger schreibt er eigene Texte, setzt er sich intensiv mit dem Leben, den Problemen in der Gesellschaft auseinander. Das Schreiben, Singen, Auf-der-Bühne-stehen wird für ihn zum Ventil. Es ist seine Form, Gefühle zu zeigen, an sein Inneres heran zu kommen.

Aus einem rebellischen, provokativen Jugendlichen, der seine Wut ungebremst entlädt, wird ein zunehmend tiefsinniger Mann, dessen Texte persönlicher und differenzierter klingen. Neben gesellschaftskritischen Themen stellt er sich auch der Auseinandersetzung mit Sucht und Drogenkonsum. Musikalisch ist der Sound von Fauxpas zwischen Streetrock und Punk angesiedelt.

Das, was aber nun auf der neuen Scheibe zu hören ist, sind berührend schöne Klavierstücke, gespielt von Göran Schade, die schon Balladencharakter haben. Gränzers Gesang, ganz nachdenklich und sanft, unterstützt von Loreen Fredrich (ebenfalls Gesang), lässt unweigerlich an einen Marius Müller-Westernhagen denken.

Sechs Titel, insgesamt 23 Minuten ehrliche, tief empfundene Emotionen enthält der Tonträger. Ursprünglich gehörten die Songs zu einem musikalischen Leseprogramm, das in therapeutischen Einrichtungen, Kliniken, Schulen sowie in Reha- und Sozialeinrichtungen zur Aufführung kommt.

Süchte, Depressionen und Ängste bewältigen, das ist ein Thema, welches Gränzer am eigenen Leib erfahren hat. Während der einstündigen musikalischen Lesung nehmen er, Loreen Fredrich und Göran Schade die Zuhörer mit auf eine Reise. „Wir schicken die Menschen schon durch ein Tal“, beschreibt er das Programm, „aber wir holen sie da auch wieder raus“.

Dabei liest er aus dem gleichnamigen Buch „Der Geschichtenerzähler“ eigene Texte, kurze Geschichten und gibt mit Titeln wie „Traum“ und „Zusammen“ den Menschen auch Hoffnung. Torsten Gränzer hat selbst im Suchtbereich gearbeitet und macht gerade eine Ausbildung zum psychologischen Berater. Er weiß, das Musik eine andere Ebene berührt als zum Beispiel die Gesprächstherapie. „Wir haben gute Erfahrungen mit unserem Programm gemacht“, weiß er zu berichten und dass die Musik jeden Menschen anspricht.

Deshalb auch die Idee, diese leisen, nachdenklichen Titel genau so zu veröffentlichen. Entstanden ist die CD bei Jürgen Block im Blockhausstudio in Lütte, wo auch schon Keimzeit und die Prinzen einspielten. Das Cover wurde vom Brandenburger Gestalter Guido Schütz entworfen. Seit 24. Februar ist die CD im Handel und auf Download-Portalen erhältlich.

Live kann man Torsten Gränzer mit seiner 2015 neu gegründeten Band „Graenzer“ am 19. März um 15.30 Uhr im KIEZ in Bollmannsruh erleben. Dort soll ein Musikvideo zur aktuellen CD „Schattenlicht“ entstehen. Das Konzert wird dafür aufgezeichnet.

Von Ina Schidlowski

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