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Totschläger Sascha L. erneut verurteilt

"Kühnengruß" bei Bramm-Demo Totschläger Sascha L. erneut verurteilt

Sascha L. ist ein berüchtigter und einschlägig vorbestrafter Neonazi. Der Mann, der aus Damsdorf stammt und in Berlin leben soll, hat nun eine weitere Verurteilung auf dem Kerbholz, nachdem er im Januar auf einer Bramm-Kundgebung in Brandenburg an der Havel den "Kühnengruß" gezeigt hatte. Dieser gilt in der Szene als Ersatz für den ebenso verbotenen Hitlergruß.

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Sascha L., der im Jahr 1996 Sven Beuter totgetreten hat, senkt den Arm nach seinem Nazigruß.

Quelle: Presseservice Rathenow

Brandenburg an der Havel. Bereits kurz nach dem Vorfall Ende Januar hatte die Polizei gegen Sascha L. (39) Ermittlungen aufgenommen. Er hatte zuvor während einer Demonstration der Bramm den rechten Arm zum „Kühnengruß“, einer Abwandlung des verbotenen Hitlergrußes, erhoben, benannt nach Michael Kühnen, einem 1991 an Aids gestorbenen Anführer der Neonazibewegung in der alten BRD.

Zwei Zeugen sagten zu Wochenbeginn vor dem Amtsgericht Brandenburg unabhängig voneinander aus, L. beim Zeigen des Grußes beobachtet zu haben. Demnach habe er während der Veranstaltung Daumen, Zeige- und Mittelfinger bei ausgestrecktem rechten Arm gespreizt. Die Straftat, die Sascha L. während der ersten Bramm-Pegida-Demonstration am 26. Januar auf dem Katharinenkirchplatz begangen hat, heißt Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Das Gericht sah die Schuld des Angeklagten als beweisen an und verurteilte ihn am Dienstag zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung und einer Geldstrafe in Höhe von 300 Euro.  Das bestätigte Gerichtssprecherin Katrin Ryl am Donnerstag. Für die Strafzumessung spielte nach ihren Angaben eine Rolle, dass der Angeklagte, der aus seiner Neonazi-Einstellung keinen Hehl macht, bereits dreimal einschlägig vorbestraft ist, zuletzt im vergangenen Oktober in Berlin.
Sascha L. verteidigte sich zwar zunächst halbherzig, dass er das Victory-, also Siegeszeichen gemacht habe. Sehr vehement bestritt er die Tat dann aber nicht, zumal ein Polizist und ein Fotograf als Zeugen im Gerichtssaal eindeutige Angaben machten.

L. ist ein bereits mehrfach verurteilter Straftäter. Am 15. Februar 1996 war der junge Punk Sven Beuter (23) von ihm in Brandenburg an der Havel so schwer am Kopf verletzt worden, dass er wenige Tage später daran starb. L. verbüßte daraufhin eine siebeneinhalbjährige Haftstrafe wegen Totschlags. Bei den Aufmärschen der Bramm zu Jahresbeginn rückte er wieder in den Fokus.

So störte L. am 20. Februar gemeinsam mit vier Unterstützern auch den Gedenkmarsch für Sven Beuter durch Brandenburg an der Havel mit Zwischenrufen und Pöbeleien.

Von Philip Rißling und Jürgen Lauterbach

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