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Brandenburg/Havel Tränen, Dichtkunst und ein neuer Kanzler
Lokales Brandenburg/Havel Tränen, Dichtkunst und ein neuer Kanzler
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02:15 11.11.2015
Hält für den KCH hat den Schirm auf: Bankchef Jens-Uwe Oppenborn.
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Brandenburg/H

„Die Saison war der Knaller für uns, wir durften eintauchen in die KCH-Familie“, sagten die scheidenden Schirmherren der Havelnarren – 11 Unternehmer der Handwerkerkooperative „Ampersand“ – und übergaben an ihren Nachfolger: Jens-Uwe Oppenborn, Vorstand der Brandenburger Bank. Der dreifache Vater lebt in Tieckow; ein Jahr lang hält der Bankdirektor (49) nun den Schutzschirm über den KCH.

Mit Tränen vor Rührung übergaben seine Tollität Tibor XLVI. und ihre Lieblichkeit Sylke I. Krone, Zepter und Prinzenkette an ihre Nachfolger. „Diese Zeit hat ein Stück weit unser Leben verändert“, sagten die beiden. Mit einer lyrischen Form aus der Zeit von Goethe wurde dann das neue Prinzenpaar inthronisiert: Jacqueline I und Andreas XLVII. Das Motto des Balls in diesem Jahr stand ganz im Sinne der Literatur: „Verweile doch, du bist so schön – Die Nacht der Dichter und Denker. Der Abend versetzte seine Besucher Samstag in der wunderbaren Atmosphäre des Pauliklosters zurück in alte Zeiten, mal waren Aristoteles, Marco Polo oder Friedrich der Große zu erblicken; manche erspähten Einstein und Galileo Galilei am Eingang. In Handarbeit und während vieler Stunden war auch die aufwendige Bücherdekoration mit Kerzenverzierung entstanden.

Als sich die Seiten eines mannshohen Buches öffneten, kam das Prinzenpaar zum Vorschein. Ihr Motto: „Lieber Rosen am Montag als Asche am Mittwoch.“

Jacqueline I und Andreas XLVII sind aufgewühlt, aber glücklich, erzählen sie. „Es war ein bewegender Moment auf der Bühne, meine Knie sind immer weicher geworden“, sagte die 40-jährige Prinzessin nach der Krönung. „Die erste Last ist abgefallen und wir freuen uns auf das, was kommt“, ergänzte ihr 44-jähriger Prinz. Beide sind gebürtige Brandenburger und auch im echten Leben seit eineinhalb Jahren ein Paar. Jacqueline Sahm arbeitet als Projektmanagerin am Brandenburger Theater, Andreas Endries ist Altenpfleger bei der Jedermann-Gruppe. Prinzessin Jacqueline ist dem Karneval lange verbunden, bereits ab 1995 war sie Gardemädchen bei den Havelnarren. Sie ist Tänzerin bei der Damentanzgruppe „Die Flotten Sprotten“ sowie Trainerin der Herren von „Comedian Buam“ und des KCH-Tanzpaars.

Ihr Liebster, Andreas, machte sich erst in der vergangenen Saison mit der fünften Jahreszeit vertraut. Er war es, der dann seiner Jacqueline die Bewerbung zum Prinzenpaar vorschlug. Er wird sein Hobby – das Angeln – nun hinten anstellen müssen. Stand-up-Comedian Stefan Danziger aus Berlin hob die Dichtkunst in die Gegenwart: Der 32-Jährige brachte das Publikum mit Absurditäten seines Alltags als Stadtführer zum Lachen. Zwischendurch gab die Band „Atemlos“ Tanzklassiker „Kling, Klang“ oder „Aber bitte mit Sahne“ zum Besten, während sich im stimmungsvollen Kirchenschiff violette und türkise Lichteffekte abwechselten: Über 240 begeisterte Gäste folgten dem Geschehen. Ein weiteres Highlight des Abends: Friedrich Wildeis, der seit 20 Jahren im Verein und seit 10 Jahren Senatskanzler war, übergab seine Funktion an Dietmar Varchmin. Als Vizekanzlerin wurde Ina Schönfeld gewählt. „Ich möchte mich für die schöne Zeit bedanken,“ sagte Wildeis.

„Der KCH hat eine rasante Entwicklung genommen, er ist eine Familie geworden. Viele junge Mitglieder engagieren sich, nicht nur in der Karnevalssaison. Der Erfolg gibt uns Recht“, ergänzte er. Stolz ist er auf das Offizierskasino als neues Vereinsheim: Was hier durch Mitglieder, Schirmherren und Senatoren geleistet wurde, sei beispiellos. Bis weit in die Nacht genoss das Publikum im Reigen mit den Vereinsmitgliedern des KCH den gelungenen Ballabend.

Von Melanie Höhn

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