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Brandenburg/Havel Tristesse bei der SPD
Lokales Brandenburg/Havel Tristesse bei der SPD
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21:04 24.09.2017
Noch am Vormittag bei der Stimmabgabe st Erardo Rautenberg optimistisch, dass es für ihn reichen könne. Ein Trugschluss. Quelle: Jacqueline Steiner
Brandenburg/H

Die Resignation ist mit Händen zu greifen im SPD-Hauptquartier in der Krakauer Straße. „Das Ergebnis ist ja nichts, was uns nicht seit Tagen schon in den Umfragen angekündigt wurde“, sagt der Brandenburger SPD-Parteichef Ralf Holzschuher, nachdem kurz nach 18 Uhr klar ist, dass seine Sozialdemokraten in dem riesigen Wahlkreis zwischen Jüterbog und Rathenow so schlecht wie nie aus einer Bundestagswahl hervorgehen.

Weit weniger Sozialdemokraten als vor vier Jahren haben sich in der SPD-Geschäftsstelle versammelt. Damals wurde mit dem heutigen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier mitgefiebert. Der holte knapp das Direktmandat. Früh am Abend wird deutlich: Das wird kein knappes Rennen – die Umfragen der Meinungsforschungsinstitute erweisen sich als Makulatur. Schnell liegt Rautenbergs Konkurrentin Dietlind Tiemann (CDU) deutlich in Front. Schon um 19 Uhr verlassen viele Genossen resigniert das Quartier. Rautenberg wird nicht kommen, hat sich herumgesprochen.

Erst vor drei Tagen hat er wieder eine Chemotherapie bekommen. Die MAZ erreicht ihn telefonisch. „Ich danke allen, die mich während des Wahlkampfes unterstützt haben, insbesondere meinem Wahlkampfteam und den Ortsvereinen im Wahlkreis!“ Sofort gratuliert er „Frau Tiemann zu ihrem Wahlsieg.“ Die Entscheidung der SPD im Bund in die Opposition zu gehen, hält er für richtig. Rautenberg: „Ich hoffe, dass die im Bundestag vertretenen Parteien, den Rechtsextremen innerhalb der AfD entschlossen den Grundkonsens der Demokraten entgegenhalten. Dabei wird der SPD eine bedeutende Rolle zukommen.“ Dass scheinen seine Genossen kaum noch zu glauben.

Von Benno Rougk

Erardo Rautenberg hat nach 21 Jahren als Generalstaatsanwalt des Landes Brandenburg um ein Direktmandat im Bundestag kämpfen wollen. Doch als es so richtig starten sollte, bekam er die schreckliche Diagnose: Krebs. Statt Präsenz gab es eine Chemotherapie. Nun sieht es nach einer bitteren Niederlage für ihn aus.

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