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Trotz Protesten: Straßenstück wird verkauft

Unterschriftensammlung vergebens Trotz Protesten: Straßenstück wird verkauft

Alle Unterschriften waren vergebens: In Michelsdorf wird nun doch ein Teilstück einer öffentlichen Straße zusammen mit einem Baugrundstück verkauft. Das haben die Kloster Lehniner Gemeindevertreter beschlossen. 339 Einwohner hatten sich für den Erhalt der kompletten Straße ausgesprochen.

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Ein Teilstück der Straße An der Feuerwehr wird nun doch verkauft.

Quelle: Frank Bürstenbinder

Michelsdorf. Hinter verschlossenen Türen haben die Gemeindevertreter von Kloster Lehnin am Dienstag dem Verkauf eines kommunalen Grundstücks in der Michelsdorfer Ortslage zugestimmt. Dazu gehört die gleichzeitige Veräußerung eines Teilstücks der Straße „An der Feuerwehr“an die selben Käufer. Damit folgten die Abgeordneten mit großer Mehrheit einer Empfehlung des Michelsdorfer Ortsbeirates, der sich bei einer Gegenstimme von Ortsvorsteher Helmut Welz für das Grundstücksgeschäft ausgesprochen hatte. Welz war im Ortsbeirat von Heinzpeter Kemnitz und Steffen Dammann überstimmt worden.

„Der Gemeinderat hat sich an die mehrheitliche Empfehlung des Ortsbeirates gehalten. Wo kommen wir hin, wenn jede Entscheidung von gewählten Volksvertretern mit einer Unterschriftensammlung in Frage gestellt wird“, sagte Gemeindebürgermeister Bernd Kreykenbohm der MAZ auf Nachfrage. Für den Erhalt der kompletten Einbahnstraße haben sich inzwischen 339 Michelsdorfer mit ihrer Unterschrift ausgesprochen. Das sind gut zwei Drittel der Wahlberechtigten im Dorf.

Ortsvorsteher Welz ist selbst nicht in der Gemeindevertretung von Kloster Lehnin vertreten. Seine Fragen und Argumente gegen einen Verkauf wollte der Michelsdorfer in der Einwohnerfragestunde vorbringen, was ihm aber von Versammlungsleiter Andreas Kuhnert verwehrt wurde. Sprechen durfte Welz zur Sache erst im nichtöffentlichen Teil der Sitzung – allerdings ohne Erfolg. Die Unterschriftenliste wurde vom Gemeindebürgermeister kommentarlos entgegengenommen.

„Das Abstimmungsergebnis habe ich traurig zur Kenntnis genommen. Dabei dachte ich, dass Votum der Bürger hätte noch Gewicht“, sagte ein enttäuschter Ortsvorsteher der MAZ. Welz und seine Mitstreiter halten den Teilverkauf der Straße für einen Fehler. Damit würde eine historische Verbindung zwischen Rädeler und Tornower Straße unterbrochen. Die asphaltierte Fahrbahn sei eine der Zugänge zum Dorfplatz. Die Ortsbeiratsmitglieder Kemnitz und Dammann versprechen sich dagegen eine Aufwertung des Ortsbildes durch eine nachfolgende Bebauung.

Von Frank Bürstenbinder

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