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Troubleshooter: Dieser Mann löst PC-Probleme

Brandenburg an der Havel Troubleshooter: Dieser Mann löst PC-Probleme

Anfangs hatte er etwas Angst vor den Wölfen in Brandenburg. Doch andere Kräfte wühlten stärker in dem jungen Mann aus der Metropole Frankfurt/Main. „Umso mehr ich Teil der Stadt werde, desto besser gefällt sie mir“, sagt der Wahlbrandenburger Dominik Müller (21). Sein Unternehmen geht alltägliche Computer- und Handyprobleme an, ohne dabei Fachchinesisch zu sprechen.

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Keine Angst vor Festplatte und Grafikkarte. Dominik Müller findet Spaß an den Computerproblemen anderer Leute.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Brandenburg/H. Anfangs hatte er zwar etwas Angst vor den Wölfen in Brandenburg. Doch andere Kräfte wühlten stärker in dem jungen Mann aus der Mainmetropole Frankfurt. „Umso mehr ich Teil der Stadt werde, desto besser gefällt sie mir“, sagt der Wahlbrandenburger Dominik Müller (21), im Hauptberuf Informatikstudent und daneben DJ, Moderator und vor allem Unternehmer mit dem Anspruch, Computer- und Handyprobleme zu lösen, ohne Fachchinesisch zu sprechen.

Seit einem Jahr gibt es die Firma „Brandenburgs Computerservice“. Das Unternehmen sei sehr gut angelaufen und verzeichne stark steigende Umsätze, versichert Firmenchef Dominik Müller. Offenbar gibt es genügend Bürger in der Stadt, die vor den Zicken kapitulieren, mit denen ihre Computer, Smartphones und Tablets ihnen hin und wieder auf die Nerven gehen.

Auch wenn ein Spruch unter Informatikern lautet: Das Problem sitzt vor dem Computer. Es ändert wenig daran, dass Computernutzer in der Mehrheit, Computerexperten aber in der Minderheit sind. Ein Programm funktioniert nicht, Spiele laufen auf dem Computer einfach nicht flüssig – mit solchen Fragestellungen sieht sich der junge Computerdienstleister oft konfrontiert.

Weitere beliebte Probleme: Kein Bild, kein Ton, Abstürze, schwarzer Bildschirm, Langsamkeit, Unzuverlässigkeit, verlorene Dateien, WLAN- oder Routerprobleme.

Weil er mit Monty Seifert und Tim Garbe, beide ebenfalls Informatikstudenten, zwei Mitstreiter im Boot hat, traut Dominik Müller sich zu, viele Probleme zu erkennen und auch lösen zu können. Denn jeder der drei habe sein Spezialgebiet.

Genervte Computerbesitzer finden es nach Müllers Erfahrung gut, dass er und die beiden anderen PC-Helden auch zu den Kunden nach Hause kommen. Als Studenten der Technischen Hochschule Brandenburg können sie zwar nicht immer sofort aus ihrer Vorlesung stürmen, doch insgesamt sind sie relativ flexibel. Und sie versprechen, mit ihren Auftraggebern in verständlichem Deutsch zu reden. Auch wenn sie ein neu gekauftes Gerät installieren und einrichten. Dominik Müller hat mit „Brandenburg Computerservice“ sein Hobby zum Nebenberuf gemacht. Früher riefen ihn Freunde und Angehörige um Hilfe, inzwischen leben diese aber so weit entfernt am Main, dass nun Zeit bleibt für die Hilfesuchenden von der Havel. Dort ist der Hesse ziemlich heimisch geworden. In Brandenburg und an der THB fühlt er sich äußert wohl und will dort zumindest für die nächsten Jahre Wurzeln schlagen.

Discogängern ist der Student womöglich als DJ Herr Müller bekannt. Gelegentlich sorgt er mit leuchtender Fliege im IQ, HdO, Fonte und Audimax für die Musik. Moderationen wie zur Karaoke-Nacht im Fonte macht dieser Herr-Müller-Dampf-in-allen-Gassen auch gern,

Dazu gibt es noch das Leben im Hauptberuf: Student. Das fünfte Semester läuft, in diesem Sommer soll die Bachelorarbeit an die Reihe kommen. Danach würde der Frankfurter Wahlbrandenburger gern den Masterabschluss dranhängen im Studiengang „Digitale Medien“. Was danach kommt ist offen.

Mit seiner Art des Computerservices probiert Dominik Müller an einer Stelle etwas aus, an der er eine Marktlücke sieht. Die Kunden: Leute, die sich zwar mit Computern auskennen, aber keine Zeit haben, Menschen, denen die Kenntnisse fehlen, und Frauen und Männer, die Studenten unterstützen möchten.

Der wichtigste Tipp, den der Computerfreund bereithält: Von allen persönlichen Dateien mindestens ein Backup, also eine Sicherheitskopie machen. Dann muss er nicht kommen und verloren gegangene Bilder und Dokumente retten.

Von Jürgen Lauterbach

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