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Turmzimmer, Loft, Ferienwohnung

Sanierte Burgmühle bietet verschiedene Wohnformen Turmzimmer, Loft, Ferienwohnung

Bauherr Bernd Jansen rechnet damit, dass die Wohnungen in der Burgmühle schnell verkauft werden. Er hat das alte Mühlengebäude wieder aufleben lassen. Dort sollen Wohnungen entstehen. Wer sie kauft, kann die Grundrisse in großen Teilen noch selbst bestimmen. 

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Brandenburg/h.. Es gibt Orte in der Stadt, an denen fühlt man sich in eine andere Welt versetzt ‒ Ruhe, Wasser, Grün, harmonische Bebauung. Die Dominsel zählt unbedingt dazu.Direkt am Ufer des Domstrengbeckens hat sich der Immobilienentwickler Bernd Jansen darangemacht, die 2003 vom Feuer fast völlig zerstörte Burgmühle wieder mit Leben zu füllen.

Vier Millionen Euro Kredit hat er dafür aufgenommen, es dürfte wohl das anspruchsvollste seiner vielen Bauvorhaben sein. In der alten Kubatur hat er das riesige Mühlengebäude wieder aufleben lassen. Im Bauprozess gab es viele Veränderungen, manche Pläne waren schlicht nicht umsetzbar. Etwa zu einer Tiefgarage im Souterrain und zu einem Restaurant im Erdgeschoss. Auch ein kleines Wasserkraftwerk an der Nahtstelle von oberer und Niederhavel, was den ganzen Gebäudekomplex mit 3200 Quadratmetern autark gemacht hätte, ließ sich nicht umsetzen.

Als Herausforderung erwies sich die Gründung sowie die komplette Statik des Gebäudes. 69 zusätzliche Bohrpfähle mit bis zu 18 Metern Länge halten den Bau nun fest. Die verbliebenen Außenwände waren so flexibel, dass auf Anraten des Statikers etagenweise innen hochgebaut wurde. Erst wenn ein Stockwerk fertig und geschlossen war, kam das nächste hinzu. "Ich bin dem Statiker Hilmar Krebs wirklich dankbar, dass er sich durchgesetzt und auf dieser Variante bestanden hat. Das war zwar nicht die preiswerteste Lösung, aber die sicherste."

Jansen beginnt nun mit der Vermarktung, die er zweigleisig fahren will. Angesprochen werden Selbstnutzer, welche sich eine Eigentumswohnung zulegen, genauso wie Kapitalanleger, die kleinere Quartiere erwerben und als Ferienwohnung vermieten. "Anfragen gibt es schon einige, etwa von Steuerberatern und Ärzten", erzählt der Bauherr. Die kamen von außerhalb ‒ aus Berlin und entfernteren Bundesländern. Jansen betreibt ja am Grillendamm auch den großen Parkplatz, der ursprünglich bis zu 130 Pkw aufnehmen sollte. Als da die Nachfrage nicht entsprechend war, sah der Geschäftsmann eine Marktlücke: Er ließ große Teile des Platzes mit Ver- und Entsorgungssäulen für Caravans und Wohnwagen nachrüsten, seitdem stehen ständig Urlaubsmobile auf der Fläche. Und aus eben dieser Klientel kamen auch die ersten ernsthaften Nachfragen. Synergieeffekte mal anders.

Derzeit steht das Gebäude im veredelten Rohbauzustand da. Das Dach ist fast geschlossen, die Fenster sind eingebaut, die Balkone ebenso. Alle tragenden Wände stehen, die Fußbodenheizung fehlt noch Die Erwerber können wählen: Nehmen sie die 120-Quadratmeter-Wohnung als durchgehendes Loft von vorne nach hinten, teilen sie die Fläche in Zimmer auf, werden aus einer großen zwei kleinere Wohnungen? "Noch sind alle Grundrisse und Materialien denkbar", sagt der Bauherr. Zwei große Treppenhäuser werden durch einen Fahrstuhl ergänzt. Einzige Einschränkung beim Bauen war, dass das Domstift den Einbau von Fenstern an der Südseite der Mühle versagt hat. Dafür gibt es genau an dieser Stelle ein besonderes Ausstattungsmerkmal: Die Mühle ist durchgehend fünfgeschossig ausgebaut, die höchste zur Straße liegende Wohnung hat allerdings noch eine sechste Etage ‒ das 25 Quadratmeter große Turmzimmer, welches durch eine Wendeltreppe von der Wohnung aus erreichbar ist.

Jansen rechnet damit, noch in diesem Jahr mehr als die Hälfte der Wohnungen vermarktet zu haben, auch wenn der Quadratmeterpreis höher ist als beim benachbarten Mehlspeicher, nämlich 2500 Euro.

Bleibt die Kaufnachfrage aus, vermietet er beispielsweise die beiden unteren Etagen ans Deutsche Rote Kreuz für Betreutes Wohnen, da ist die Nachfrage riesig.

Von André Wirsing

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