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Brandenburg/Havel Überall in der Stadt lauert das eigene Konterfei
Lokales Brandenburg/Havel Überall in der Stadt lauert das eigene Konterfei
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08:47 14.02.2018
Am Geländer der Jahrtausendbrücke werben Steffen Scheller (CDU, links) und Jan van Lessen (parteilos) um die Gunst der Wähler. Sie wollen am 25. Februar 2018 zum Oberbürgermeister von Brandenburg an der Havel gewählt werden. Quelle: Heiko Hesse
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Brandenburg/H

Wer durch Brandenburg/Havel läuft oder fährt, kommt an zwei Männern nicht vorbei. Sie heißen Jan van Lessen und Steffen Scheller. Beide wollen am 25. Februar Oberbürgermeister der Stadt Brandenburg an der Havel werden. Beide liefern sich die Materialschlacht, ohne die kein Wahlkampf auszukommen scheint. Überall hängen Wahlplakate mit den Konterfeis der beiden Bewerber um den Chefsessel im Rathaus.

Nun ist es etwas anderes, ob man als Wählerin oder Wähler mehr oder weniger aufmerksam oder achtlos die bunten Männerbilder passiert, oder ob man dem eigenen Abbild in hundertfacher Ausfertigung tagtäglich über den Weg läuft. In dieser Situation befinden sich der Kandidat der CDU Steffen Scheller (CDU) und der Kandidat von SPD, Linken und Grünen Jan van Lessen (parteilos).

Daher lautet unsere heutige Frage an beide OB-Kandidaten: Wie viele Wahlkampfplakate von Ihnen hängen im Stadtgebiet Brandenburg/Havel und was empfinden Sie, wenn Sie an Ihren Wahlplakaten vorbeilaufen oder -fahren? Die Antworten:

Jan van Lessen: Zur Zeit hängen etwa 1800 kleine Plakate von mir im gesamten Stadtgebiet. Dazu kommen 15 Großplakate an ausgesuchten Standorten.Inzwischen erschrecke ich mich nicht mehr, wenn ich mich an einem Laternenmast hängen sehe, aber es ist ein merkwürdiges Gefühl, sich überall wiederzufinden. Man glaubt, jeder müsse einen erkennen und man würde dauernd angesprochen. Aber das ist im täglichen Leben dann doch nicht so. Die Brandenburger sind eher diskret.

Steffen Scheller: Es sind etwa 1000 A1-Plakte an 500 Standorten angebracht. Diese werden noch einige Plakate ergänzt, die ausschließlich Text haben. Zusätzlich gibt es etwa 30 Plakate auf Großflächen. Vor Wahlterminen ist es üblich, auch durch Plakate für Kandidaten zu werben. Neu und ungewöhnlich ist, dass nun ich selbst dort abgebildet bin. Aber klar: Ich will ja der neue Oberbürgermeister werden.

Wahlplakate beeinflussen oder verändern die Einstellung der Betrachter kaum, haben Forscher der Universität während des Bundestagswahlkampfes 2017 festgestellt. „Am besten eignet sich die Kombination aus einem Foto, das die Aufmerksamkeit auf sich zieht, und einem passenden Slogan“, berichtet Frank Brettschneider, Professor für Kommunikationswissenschaft. Anhänger einer anderen Partei werde man damit kaum gewinnen.

Übrigens gilt es am Donnerstag, den 15. Februar noch einmal richtig. Dann werden sich Jan van Lessen und Steffen Scheller im MAZ-Wahltalk präsentieren und die Fragen der MAZ-Redakteure und der Gäste im Audimax des Technischen Hochschule Brandenburg (THB, Magdeburger Straße 50 beantworten. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr und wird mit einer Pause gut zwei Stunden dauern.

Von Jürgen Lauterbach

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