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Brandenburg/Havel Neue Bilderzyklus-Ausstellung im Paulikloster
Lokales Brandenburg/Havel Neue Bilderzyklus-Ausstellung im Paulikloster
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00:18 05.05.2016
Eines der 90 Werke, zu denen Thomas Bartel von Nietzsches„Also sprach Zarathustra“ inspiriert wurde Quelle: Repro MAZ
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Brandenburg/H

Wow! Was für eine faszinierende Ausstellung im edlen Ambiente des Pauliklosters. Der Bilderzyklus „Also sprach Zarathustra“, den Thomas Bartel nach dem gleichnamigen Werk von Friedrich Nietzsche geschaffen hat, umfasst etwa 90 Bilder.

Bartels Exemplar des Nietzsche-Buches in verblasstem, blaugrauem Leineneinband ist abgegriffen und wirkt unscheinbar. Er habe es mal auf einem Flohmarkt gekauft, erzählt der Künstler. Doch das Büchlein hatte eine ungeahnte Wirkung auf den Maler. „Gleich nach der ersten Lektüre der Zarathustra-Reden hatte ich eine Unmenge Bilder im Kopf“, erklärt Bartel. Viel zu viele um sie konkret in Malerei umzusetzen. Er habe dann die Texte und die Ideen erstmal eine Zeit lang ruhen lassen. Als er sich nur noch an Wortfetzen erinnerte, habe er angefangen zu malen, sozusagen aus dem Unterbewusstsein heraus. Das erste Bild hat er 1997 geschaffen. Freitagabend, 19 Jahre später, fand im Archäologischen Landesmuseum Brandenburg im Paulikloster die Eröffnung der Ausstellung mit dem gesamten Zyklus statt.

Verschiedene Phasen eines Künstlers

Ein Großteil der Bilder ist erst in diesem Jahr entstanden. „Die Ausstellung war schon länger mit dem Landesmuseum vereinbart und der Termin hat gedrückt“, lacht Bartel. Man sieht den Bildern an, dass sie in verschiedenen Phasen des künstlerischen Schaffens gemalt wurden. Aber die Intensität der verschiedenen Darstellungen hat darunter nicht gelitten, eher im Gegenteil.

Bartel hatte ursprünglich vor, den gesamten Zyklus rein grafisch in schwarz-weiß zu gestalten. Für die Zeichnungen aus dem Jahr 1997 hat er auch tatsächlich nur Bleistift und Tusche benutzt. Später wandte er Mischtechniken an und die letzten Bilder aus 2015 und 2016 leuchten in kräftigen Farben: „Ich wollte mir keine Grenzen mehr setzen“ sagt Bartel dazu.

Das Museum im Paulikloster

Der Bilderzyklus ist bis zum 12. Juni 2016 im Paulikloster zu sehen.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10-17 Uhr. Der Eintritt beträgt 5, ermäßigt 3 Euro.

Paulikloster, Neustädtische Heidestraße 28, 14776 Brandenburg an der Havel.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Die neunzig Bilder sind keine Illustrationen der einzelnen Reden des Zarathustra. Sie sind aus den Vorstellungen entstanden, welche die Lektüre der Nietzsche-Texte bei Bartel ausgelöst haben. Er hat sie teilweise in überbordende Fantasien übersetzt und hat Traumlandschaften geschaffen, wie beispielsweise in dem Bild „Das Honigopfer“. Aber es tauchen auch konkrete Symbole auf, die in den Reden des Zarathustra vorkommen, wie zum Beispiel der lachende Löwe.

Brandenburger Künstler fördern – im Museumsshop

Wie aber kann der Betrachter Zugang zu den Bildern finden? Man habe ursprünglich einen Audioguide mit den Zarathustra-Reden geplant, erzählt Bartel. Aus Kostengründen habe man sich aber von dieser Idee wieder verabschieden müssen. Zur Ausstellung ist jedoch ein Katalog erschienen, der die entsprechenden Reden Zarathustras den Bildern zuordnet.

Man kann aber auch ganz unbeschwert die Schönheit der Bilder auf sich wirken lassen. Wie beispielsweise Ausstellungsbesucherin Catrin Rabe. Die Brandenburgerin hat das Bild „Vom Baum am Berge“ aus dem Jahr 1997 erworben. Was ihr diese Zeichnung bedeute? „Das Bild gefällt mir einfach. Ich liebe Bäume sowieso. Und man gibt sonst soviel Geld aus. Warum nicht mal einen Brandenburger Künstler fördern“, erklärt sie ihre Motivation für den spontanen Kauf.

Von Ann Brünink

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