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Brandenburg/Havel Überlebender Jungstorch wird flügge
Lokales Brandenburg/Havel Überlebender Jungstorch wird flügge
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16:39 15.08.2017
Der überlebende Deetzer Jungstorch auf dem Deetzer Kirchendach beim Abflug vom Horst Quelle: Andreas Trunschke
Deetz

Anfang Juli machte das Storchen-Drama auf dem Deetzer Kirchendach Schlagzeilen. Dem mehrtägigen Jahrhundertregen waren zuvor zwei der drei Jungstörche zum Opfer gefallen. Sie starben an Unterkühlung. Nur ein Junges überlebte. Nun kommt die frohe Kunde aus Deetz, dass der überlebende Jungstorch wohlauf und fast schon flügge ist. Immer häufiger verlässt er den Horst.

Ganz anders das Bild vor anderthalb Monaten noch. Den Eltern, selbst völlig durchnässt und mit vom Dauerregen zerrupften Gefieder, war es nicht gelungen, ihren Nachwuchs vor den Wassermassen zu schützen.

Zunächst ist die Freude groß

Noch kurz zuvor hatten glückliche Storchenfreunde die Entwicklung auf dem Deetzer Kirchendach verfolgt. Ein Storchenpaar hatte sich dort im Frühjahr niedergelassen und gebrütet. Drei Jungstörche schlüpften und waren wohlauf. Doch dann kam an den letzten Junitagen der große Regen. Nur zu gut sind noch die Bilder aus Berlin in Erinnerung von abgesoffenen Straßen und aus Leegebruch im Landkreis Oberhavel von überfluteten Gärten und verzweifelten Anwohnern.

Nach dem Jahrhundertregen Ende Juni: Die Elterntiere auf dem Horst in Deetz, im Nest zwei verendete Jungtiere. Quelle: Andreas Trunschke

Im Deetzer Horst spielten sich derweil traurige Szenen ab. Die nur wenige Wochen alten Jungtiere mussten in dem Nest ausharren, in dem sich das Wasser gesammelt hatte. Sie kühlten völlig aus und starben vermutlich an Unterkühlung und Kreislaufversagen. So beschrieb damals Michael Kaatz vom Storchenhof Loburg das Szenario, dem viele wenige Wochen alte Störche zum Opfer fielen.

Ein munterer junger Storch

Einer derjenigen, die das Storchenschicksal in Deetz verfolgen, ist Andreas Trunschke aus Borkwalde. Er berichtet nun, dass sich die Geschichte auf dem Kirchendach zu einem glücklichen Ende fügt. „Der überlebende Storch verlässt jetzt immer öfter den Horst und wird sich wohl bald zu den anderen Jungstörchen gesellen, um mit ihnen den Flug in den Süden anzutreten.“

Anders als bei erwachsenen Tieren fehlt den Beinen und dem Schnabel noch die typische rote Färbung. Doch das Foto zeigt einen offensichtlich gesunden und altersgemäß entwickelten jungen Storch.

Ein schlechtes Storchenjahr gleicht sich meist wieder aus

Auch die Pfarrerin der zuständigen Kirchengemeinde, Christiane Klußmann, hatte sich gemeldet. „Wir hatten Gemeindefest in Deetz und von dem Drama auf dem Kirchendach gar nichts mitbekommen“, sagte sie später der MAZ.

Nach Angaben von Gertfred Sohns vom Nabu-Regionalverband Brandenburg an der Havel war es insgesamt wegen des Starkregens kein gutes Jahr für die Störche. Da diese aber etwa 20 Jahre alt werden können, erhole sich der Bestand nach solchen Ereignissen in den Folgejahren wieder durch neuen Nachwuchs, so Sohns.

Von Marion von Imhoff

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