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Brandenburg/Havel Überwiegend dumme Diebstähle
Lokales Brandenburg/Havel Überwiegend dumme Diebstähle
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02:16 30.10.2015
Quelle: dpa
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Brandenburg an der Havel

Einer der drei jungen Brandenburger Männer auf der Anklagebank brachte es auf den Punkt und erntete einen Lacher. „Wir denken nicht so häufig nach“, sagte Christopher S. (23) am Dienstag vor dem Schöffengericht Brandenburg. Drei Einbrüche aus dem Jahr 2013 waren angeklagt, die sich auf drei junge Hartz-IV- und Sozialhilfeempfänger im Alter 23 und 24 Jahren verteilten. Einer von ihnen gestand, dass er nie richtig gearbeitet habe, weil er morgens nicht aus dem Bett kommt.

Mindestens zwei Einbrüche waren nicht nur kriminell, sondern auch äußerst töricht. An zwei aufeinander folgenden Nächten versuchte jeweils einer der Angeklagten mit anderen Kumpanen in den Lidl-Markt in der Potsdamer Straße einzubrechen. Tatsächlich gelang es, die Schiebetür mit Hilfe eines Messers aufzuhebeln. Doch ehe sich die Einbrecher in den Regalen bedienen konnten, schrillte auch schon der Alarm, so dass die jungen Leute sofort Reißaus nahmen.

Stets der Alarm im Weg

Ihr Pech war, dass sie in einem Fall Fingerabdrücke hinterließen, die auf ihre Spur führten. Im anderen Fall, war zufällig gerade ein Safe-Wachmann um die Ecke gebogen, der den Männern die Polizei auf den Hals hetzte.

Die magere Ausbeute waren ein paar Kaugummi. Dabei hatten es die Einbrecher auf Schnaps abgesehen. „Wir hatten bei mir zu hause Bier getrunken, dann war der Alkohol alle und wir brauchten Nachschub“, schilderte Christopher S. das Motiv der „spontanen Tat“.

Höheren Schaden richtete Stephan N. an, als er mit einem Komplizen am 26. August 2013 im Büro des Internationalen Bundes am Johannesburger Anger einbrach. Mit einem Bunsenbrenner verschafften sie sich Zugang, traten innen mehrere Türen ein und stahlen schließlich 400 Euro Bargeld, ein Laptop und zwölf USB-Sticks. Durch die Zerstörungen entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 5000 Euro. Für den Internationalen Bund war besonders heftig, da binnen kurzer Zeit mindestens viermal in dessen Büro eingebrochen wurde.

Haft auf Bewährung

Stephan N., der den Einbruch gestand, muss nicht wieder ins Gefängnis. Das Schöffengericht verhängte eine Haftstrafe von einem Jahr und sechs Monaten zur Bewährung, Er muss sich drei Jahre lang bewähren und 200 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Der 24-Jährige hat in der Vergangenheit viele Geldstrafen bekommen und musste ersatzweise ins Gefängnis, weil er nicht zahlen konnte.

Dieses Schicksal wollte Verteidiger Dirk Stieger seinem Mandaten Christopher S. ersparen und beantragte daher eine Haftstrafe auf Bewährung statt einer Geldstrafe. Das Gericht folgte dem und verurteilte den Langschläfer zu sechs Monaten Gefängnis auf Bewährung, zu 100 Stunden gemeinnütziger Arbeit und zur Fortsetzung seiner Qualifizierungsmaßnahme. Der dritte Angeklagte wird zunächst psychiatrisch untersucht, ehe der Prozess gegen ihn fortgesetzt wird.

Von Jürgen Lauterbach

„Ich möchte wieder mehr Kinder und Jugendliche an den Pferdesport und an Turniere heranführen“, sagt Nicole Rehbaum. Die 43-Jährige, die auch Talente mit entsprechendem Ehrgeiz und Willen fördern will, betreibt in Wusterwitz im dritten Jahr eine Kinderreitschule.

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