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Uli Wickert liest in Brandenburg an der Havel

Kulturverein lädt ein Uli Wickert liest in Brandenburg an der Havel

Ulrich Wickert, der „Mister Tagesthemen“, kommt am Freitag, 24. Juni, nach Brandenburg an der Havel. Dann wird der heute 73-Jährige bei einer Lesung erklären, warum es um den Journalismus heute schlechter stehe als vor 30 Jahre. Nach der Lesung wird Ulrich Wickert mit Außenminister Steinmeier über die Themen Medien und Politik diskutieren.

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Ulrich Wickert

Quelle: dpa

Brandenburg/H. Es sind lobende Worte aber auch ätzende Kritik über den Journalismus in der Gegenwart, die Ulrich Wickert in seinem neuen Essay-Band „Medien: Macht & Verantwortung“ findet. Als Frank-Walter Steinmeier als Vorsitzender des Brandenburger Kulturvereins das Buch vor wenigen Wochen in die Hand bekam, war seine Frage sofort: „Wäre das nicht etwas für eine Lesung mit anschließender Diskussion im Rahmen des Kulturvereins?“ Wochen und einige Telefonate später ist klar: Ja!

Ulrich Wickert, der „Mister Tagesthemen“, kommt am Freitag, 24. Juni, nach Brandenburg an der Havel. Dann wird der heute 73-Jährige bei einer Lesung erklären, warum es um den Journalismus heute schlechter stehe als vor 30 Jahre und für wie herausragend er den deutschen Journalismus im Vergleich mit anderen Ländern dennoch hält. Nach der Lesung, die in der Theaterklause in Brandenburg stattfindet, wird Ulrich Wickert mit Außenminister Steinmeier über die Themen Medien und Politik diskutieren.

Ulrich Wickert, geboren 1942, ist noch immer einer der bekanntesten Journalisten Deutschlands. Er war als Korrespondent in den USA und Frankreich tätig, und von 1991 bis 2016 das Gesicht der Tagesthemen. Er lebt in Hamburg und Südfrankreich, wo er neben Kriminalromanen auch politische Sachbücher schreibt.

Aus der Macht der Medien ergibt sich eine besondere Verantwortung für den Journalisten. Doch der zunehmende Wettbewerbsdruck, die Flut an Informationen und die Schnelligkeit, mit der sie sich verbreiten, haben zu einer erschreckenden Banalisierung geführt. Voyeurismus, Skandalisierung, Emotionalisierung sind nur einige Stichworte. Ulrich Wickert stellt in seinem neuen Buch die Frage, ob die Presse heute ihre Freiheit missbraucht, er erinnert an die goldenen Regeln des journalistischen Handwerks und der Berichterstattung.

Aber er fordert die Journalisten auch auf, nicht in Selbstzweifel zu verfallen. Die ganze „Lügenpresse“-Diskussion werde seiner Ansicht nach viel zu ernst genommen. Wickert: „Das Wort haben in der Geschichte immer schon linke und rechte Extremisten, Kommunisten und Faschisten, benutzt, um unabhängigen Journalismus anzugreifen.“

Info: Der Kulturverein lädt ein zur Lesung und Diskussion mit Uli Wickert am 24. Juni um 19.30, Einlass ab 18.45 Uhr, in der Theaterklause in der Brandenburger Grabenstraße. Reservierungen sind unter (03381) 511220 ab täglich außer montags ab 17 Uhr möglich. Der Eintritt ist frei.

Von ro

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