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Unbekannte räumen Schmuckgeschäft aus

Brandenburg an der Havel Unbekannte räumen Schmuckgeschäft aus

Unbekannte sind in der Nacht zu Donnerstag in ein Schmuckgeschäft in der Hauptstraße in Brandenburg an der Havel eingestiegen und haben unglaublich viel Gold- und Silberschmuck sowie hochwertige Uhren gestohlen. „Es kann sein, dass uns der Raub das Genick bricht“, sagt Mitinhaber Wolfgang Kretschmer.

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Leere Vitrinen: Carina Millinger und Wolfgang Kretschmer wissen erst einmal nicht, ob sie ihre Schmuckgeschäft weiterführen können.

Quelle: Heiko Hesse

Brandenburg an der Havel. Das Unglück ist über Nacht über Carina Millinger und Wolfgang Kretschmer hereingebrochen. Unbekannte sind in ihr Schmuckgeschäft in der Brandenburger Hauptstraße eingestiegen und haben unglaublich viel Gold- und Silberschmuck sowie hochwertige Uhren gestohlen. Allein der Schaden ist es nicht, der die beiden erschüttert. „Es kann sein, dass uns dieser Raub das Genick bricht“, sagt Kretschmer.

Zwischen Mittwoch, 22 Uhr, und Donnerstag, 7 Uhr, müssen die Täter zugeschlagen haben. „Die Bauarbeiter haben mich angerufen, weil das Schloss am Hoftor aufgebrochen war“, berichtet Wolfgang Scherf von der Hausverwaltung ICB. Im Hof haben die Unbekannte offensichtlich das Gitter vom Bürofenster des Schmuckgeschäfts aus der Wand gerissen, das Fenster aufgehebelt und den Laden regelrecht ausgeräumt.

Das herausgerissene Fenstergitter

Das herausgerissene Fenstergitter.

Quelle: Heiko Hesse

Ob sie sich ausgekannt haben? „Möglich, dass sie sich umgesehen haben“, sagt Carina Millinger. „Die müssen sich ausgekannt haben.“ Da der Hof des großen Gebäudes, in dem sich auch das Stadtcafé befindet, zurzeit eine Baustelle ist, herrscht am Tage ein reges Kommen und Gehen auf dem Hof. Dass die Täter Profis sein müssen, zeigt dieses Detail: Das Fenstergitter ist samt der großen Dübel herausgerissen worden. Und dies: „Die haben das Schloss mit der Flex aufgetrennt und gleich mitgenommen, um keine weitere Spur zu hinterlassen“, berichtet Hausverwalter Scherf.

Ausmaß des Schadens ist noch ungewiss

Über das Ausmaß des Schadens könnten sie noch nichts sagen. „Wir müssen erst zusammenstellen, was gestohlen worden ist“, sagt Kretschmer. Nur so lasse sich die Schadenshöhe ermitteln. „Es kann sein, dass der Schaden so groß ist, dass wir unser Unternehmen schließen müssen“, befürchtet er. Zu DDR-Zeiten sei einmal in seine Werkstatt eingebrochen worden. „Aber das war gar nichts im Vergleich zu dem heutigen Einbruch.“

Firma besteht seit fast 80 Jahren

Eigentlich wollten Millinger und Kretschmer im kommenden Jahr ganz in Ruhe das 80-jährige Bestehen des Unternehmens begehen. Kretschmers Großvater hatte den Betrieb 1928 in Breslau gegründet. Nach Brandenburg an der Havel vertrieben, öffnete er sein erstes hiesiges Geschäft in Nord, in der Watstraße. Später zog die Firma in die Hauptstraße und wechselte 2015 in die Räume, die Jahrzehntelang Adresse der Piccolobar gewesen ist.

Ob der Laden den Raub überlebt oder nicht: „Wir haben als erstes die Sicherheitsmaßnahmen verschärft“, sagt Kretschmer, „wir haben aufgerüstet“.

Von Heiko Hesse

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