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Brandenburg/Havel Ungewisse Zukunft vor dem 100. Geburtstag
Lokales Brandenburg/Havel Ungewisse Zukunft vor dem 100. Geburtstag
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06:10 15.08.2016
Kaninchen zum Anfassen und Streicheln. Auch junge Besucher hatten ihren Spaß im Streichelzoo des Rassekaninchenvereins D 392. Quelle: Jürgen Krumnow
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Brandenburg/H

Der Auftritt der Burgmusikanten aus Ziesar vor rund einhundert Besuchern war am Sonntagvormittag der Höhepunkt der zweitägigen Jungtierausstellung des Rassekaninchenvereins D 392 im Amselweg in Kirchmöser. Ein solches Echo auf ihre Einladung haben sich Vereinsvorsitzender Markus Topel und seine sechs Mitstreiter gewünscht. Denn das öffentliche Interesse ist der einzige Lohn für eine wiederum kräftezehrende Vorbereitung dieser Ausstellung.

„Wir sind froh, dass immerhin 30 Züchter den Weg nach Kirchmöser gefunden haben und 240 Tiere bei uns ausstellen“, sagte Vereinsvorsitzender Markus Topel. „Es spricht für uns, wenn wir als Verein wahrgenommen werden“, sagte er. Angesichts der Tatsache, dass andere aufgeben wie jüngst in Ziesar oder keine Ausstellungen mehr auf die Beine zu stellen vermögen, spreche das für eine stabile Arbeit.

„Doch die Zukunft sieht nicht so rosig aus“, meinte Markus Topel bei aller Genugtuung über die vielen Jahre erfolgreicher Zuchtarbeit und gut besuchter Ausstellungen. „Wir wollen den 100. Jahrestag der Gründung des Vereins im Jahr 2020 mit Anstand begehen und werden dann über die weitere Zukunft nachdenken müssen.“ Hintergrund ist, dass bis dahin ältere Mitglieder den Verein verlassen und Nachwuchs kaum zu erwarten ist.

Allein die Vorbereitung solcher Ausstellungen sei mit weniger Mitgliedern kaum zu bewerkstelligen, machte der 45 Jahre alte Vorsitzende deutlich und zählte auf, was so bewegt werden muss: Käfige für über 200 Tiere aufstellen und abbauen, desinfizieren, Öffentlichkeitsarbeit betreiben, Preise für die Züchter bestellen, Sponsoren gewinnen, Genehmigungen einholen, Imbiss und Getränke kaufen, Kuchen backen, Preisrichter organisieren, für jeden Preisrichter einen Helfer stellen, Zelte und Bierbänke aufstellen, über Nacht Kataloge drucken und vieles mehr.

Die Finger beider Hände reichten nicht, als der Vorsitzende die Aufgaben aufzählte. „Wir werden uns also überlegen, ob wir uns nach dem 100-Jahre-Jubiläum einem anderen Verein anschließen oder ob von Vereinen in einer ähnlichen Situation Mitglieder zu uns stoßen“, so Markus Topel, der seit neun Jahren den Verein führt.

Doch die ungewisse Zukunft tat dem Klima an den beiden Ausstellungstagen auf dem Vereinsgelände keinen Abbruch. Dort bestimmten die 240 ausgestellten Jungtiere im Alter von drei bis acht Monaten und ihre Bewertung das Geschehen, das Fachsimpeln vor den Käfigen, die Gespräche zwischen Züchtern und Käufern und auch der Streichelzoo. Als dann noch die Burgmusikanten aufspielten und die Kaninchen sich trotz der Musik nicht im Kreis drehten, sondern nur die Ohren spitzten, waren Züchter und Besucher zufrieden.

Ergebnisse: Landesverbandsehrenpreise erhielten Reinhardt Stabrodt aus Golzow (Alaska) und Vereinsvize Jens Rockahr aus Tucheim (Graue Wiener wildfarbig), der zugleich als 2. Kreismeister ausgezeichnet wurde. den Jugendpreis erhielt Justus Gutsche aus Golzow (Zwergwidder). Insgesamt wurden 32 Züchter für ihre Tiere ausgezeichnet.

Von Jürgen Krumnow

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