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Brandenburg/Havel Unhold verdreht Goethe den Kopf
Lokales Brandenburg/Havel Unhold verdreht Goethe den Kopf
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17:48 05.12.2014
Polizisten sehen einen Goethe mit verdrehtem Kopf. Die Büste entstand 1953 und steht im Theaterpark. Quelle: H. Hesse
Brandenburg an der Havel

Der Kopf wurde auf dem Sockel um fast 180 Grad verdreht, so dass der deutsche Klassiker nun in die falsche Richtung guckt. Von Heinrich Heine gibt es noch keine Neuigkeiten, nachdem unbekannte Diebe die Bronzebüste des Schriftstellers in dieser Woche von der Grünanlage am Havelufer gestohlen haben. Laut Polizeisprecherin Jana Birnbaum gibt es noch keine Spur und keinen Hinweis darauf, wer das Werk mit einem Wiederbeschaffungswert von rund 10.000 Euro weggeschafft hat.

Die Goethe-Büste ist ein Kunstwerk des in Köln geborenen Bildhauers Franz Andreas Threyne (1888–1965). Der Professor, der in Nazi-Deutschland seine Dozententätigkeit verloren hatte, kam im Januar 1945 nach Brandenburg und erhielt dort von der Kommunistischen Partei zunächst den Auftrag, eine Ernst-Thälmann-Büste zu gestalten, die der damalige Oberbürgermeister Max Herm dem sowjetischen Stadtkommandanten überreichte. Die Goethe-Büste schuf Threyne 1953.

Vor rund vier Jahren ließ der Bauingenieur Olaf Fischer aus Plauerhof den angegriffenen Bronzeguss aus Anlass seines 15-jährigen Firmenbestehens von Fachleuten metallrestauratorisch aufarbeiten. Als Spende an seine Heimatstadt wurde dabei auch das im Sockel eingravierte Zitat aus Faust II wieder lesbar gemacht.

Von Jürgen Lauterbach

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