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Brandenburg/Havel Unternehmen horchen bei ihren Kunden nach
Lokales Brandenburg/Havel Unternehmen horchen bei ihren Kunden nach
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08:33 11.02.2016
So ging Verkehrserhebung noch im Jahr 1968 – hier in Leipzig. Quelle: LVZ
Brandenburg/H

Über mangelnde Unterhaltung während der Fahrt müssen sich derzeit die Nutzer von Bus und Bahn nicht beklagen – es sind nämlich jede Menge Umfrageteams unterwegs, die den Fahrgästen die Zeit vertreiben.

Seit Montag führen die 43 im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg tätigen Verkehrsunternehmen bis zum 17. Juli eine Verkehrserhebung durch. Dabei werden rund 800 000 Fahrgäste im gesamten Verbundgebiet zu ihrer aktuellen Fahrt befragt. Die Datenerfassung erfolgt anonym und dient als Grundlage für die Aufteilung der Fahrgeldeinnahmen zwischen den Verkehrsunternehmen. Täglich nutzen rund 3,7 Millionen Fahrgäste den Öffentlichen Personennahverkehr in Berlin und Brandenburg. Der VBB-Fahrausweis wird von allen 43 Verkehrsunternehmen anerkannt, unabhängig davon, wo der Fahrausweis erworben wurde.

800.000 Befragungen

Um die Fahrgeldeinnahmen je nach Verkehrsleistung gerecht auf die Verkehrsunternehmen aufteilen zu können, wird alle drei Jahre eine umfangreiche Verkehrserhebung auf den mehr als 1000 Linien durchgeführt. Die Zählungen und Befragungen in den Fahrzeugen erfolgen mit Papierfragebögen oder mit Smartphones/Tablets. Eine Befragung dauert ungefähr zwei Minuten. Alle autorisierten Befrager weisen sich gegenüber den Fahrgästen aus. Sie sind keine Kontrolleure und erheben kein erhöhtes Beförderungsentgelt, informiert der VBB.

Ab dem kommenden Montag sind in den Bussen und Bahnen der Verkehrsbetriebe Brandenburg VBBr weitere Statistiker unterwegs. Bis zum 6. März bitten auch sie die Fahrgäste ihren Fahrschein vorzuzeigen. Beauftragt ist die Firma PROZIV, die ermitteln soll, wie viele schwerbehinderte Fahrgäste durchschnittlich pro Tag mitfahren. „Die Verfahrensweise ist vom Gesetzgeber vorgeschrieben und liefert die Basis für die Berechnung von Ausgleichszahlungen für gewährte Freifahrten für Schwerbehinderte“, sagt VBBr-Geschäftsführer Jörg Vogler.

Die Fahrgasterheber sind auf allen Bus- und Straßenbahnlinien unterwegs und tragen einen Dienstausweis der Firma PROZIV. Nach dem Schwerbehindertengesetz werden schwerbehinderte Menschen zu einem ermäßigten Tarif befördert. Im Gegenzug erhalten Verkehrsunternehmen Ausgleichszahlungen. Die Höhe hängt davon ab, wie viele schwerbehinderte Menschen tatsächlich das Angebot im Verhältnis zu den Gesamtfahrgästen nutzen.

Von André Wirsing

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