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Brandenburg/Havel Unterwegs mit der Kirchenkatze: Kids besuchen den Dom
Lokales Brandenburg/Havel Unterwegs mit der Kirchenkatze: Kids besuchen den Dom
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18:57 22.07.2018
Mit der Kirchenkatze ging es dieses Mal in den Glockenturm des Doms und in die Werkstatt von Textilrestauratorin Geertje Gerhold. Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

„Heute hauen wir auf die Glocken und stechen zu“, verkündete Rüdiger von Schnurbein den erstaunten Kindern und Eltern, die sich am Sonnabend zur monatlichen Kirchenkatzen-Führung vor dem Domportal eingefunden haben. Zur Untermalung seiner Ankündigung hat der Chef des Dommuseums eine Requisite mitgebracht, die er als die Nähnadel einer Sagengestalt vorstellte.

Kinder zwischen fünf und zehn Jahren haben am Wochenende den Brandenburger Dom besucht. Im Rahmen der „Kirchenkatze“ ging es zunächst in den Glockenturm – und später in die Textilwerkstatt von Geertje Gerhold.

„Hier gab es nämlich einmal einen Riesen und der hat vor vielen hundert Jahren mit seiner großen Nadel einfach den Eingang zum Dom zugenäht.“ Klingt unglaublich – und ist es auch. „Nee, das stimmt nicht“, sind sich die Kinder schnell einig und Schnurbein löst dann doch das Rätsel um die angebliche Riesen-Nähnadel auf, die er in den Händen hält.

„Ihr habt natürlich recht, denn das ist der Klöppel einer Glocke.“ Wozu genau so ein Klöppel gut ist, sollten die kleinen Dombesucher an Ort und Stelle erleben. „Wir haben heute eine volles Programm“, kündigte von Schnurbein an. „Zuerst gehen wir nach oben auf den Kirchturm zu unseren Glocken und anschließend besuchen wir die Nähstube unserer Textilrestauratorin Geertje Gerhold, die sich um alte Gewänder kümmert“, erklärte der Museumsleiter.

Acht Kinder im Alter von fünf bis zehn Jahren machten sich zusammen mit den Eltern auf den steilen Weg nach oben in den Glockenturm. Dort hat die größte Glocke des Doms, die 1697 gegossen wurde, ihren Platz auf einer eigenen Etage.

Die Kinder durften sich durch das Gebälk genau bis unter die 2500 Kilogramm schwere Glocke schlängeln. Zusammen mit Schnurbein konnten alle kleinen Besucher, genau wie angekündigt, einmal kräftig auf die Glocke hauen.

„Jede Glocke hat im Inneren einen Klöppel, mit dem sie angeschlagen wird und dazu schwingt sie hin und her, wenn geläutet wird“, erklärte Schnurbein seinen kleinen Gästen. Dass das dann sehr laut wird, konnten sich alle vorstellen. Der Museumsleiter hatte zum Ausprobieren einen Gummihammer dabei, jeder durfte einmal den Glockenkoloss anschlagen.

Anschließend stieg die Gruppe eine Etage höher, um einen Blick auf die anderen drei Glocken des Doms sowie auf ein altes Uhrwerk zu werfen, das bis vor einigen Jahrzehnten die Turmuhr im richtigen Takt hielt.

Zurück auf dem Boden ging es weiter in die Textilwerkstatt von Geertje Gerhold. Ausgebreitet auf einem großen Restaurationstisch lagen alte Gewänder, auf die die Kinder mit der Lupe einen genaueren Blick werfen konnten. Aber nicht nur die betagten Kleidungsstücke, mit denen sich einst Priester und Fürsten schmückten, gaben Anlass zu Staunen. Angeschlossen an einen Laptop lieferte ein elektronisches Mikroskop auch einen ganz nahen Blick auf die Hosen, T-Shirts und Röcke, die die Kinder trugen.

„Hier könnt ihr genau sehen, ob der Stoff für eure Kleidungsstücke gestrickt oder gewebt wurde“, erklärte Gerhold. Schließlich durfte das eigene Geschick im Handarbeiten ausprobiert werden. Ganz geduldig versuchten sich die Kinder in Web- und Flechttechniken.

Auf den zehnjährigen Matti Lemcke haben die Glocken des Doms den größten Eindruck hinterlassen. „Es ist toll, die Mal aus der Nähe zu sehen und mit dem Gummihammer anschlagen zu dürfen.“ Zum Ende der speziellen Kinderführung standen die Glocken noch einmal im Mittelpunkt. „Extra für euch machen wir heute noch einmal das ganze Geläut an“, sagte von Schnurbein.

Von Christine Lummert

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