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Uraltes Handwerk und leckere Bratäpfel

Wintermarkt im Slawendorf Uraltes Handwerk und leckere Bratäpfel

Wer dem Weihnachtsmann entkommen wollte, war am Wochenende im Brandenburger Slawendorf genau richtig. Zum achten Mal waren die Menschen aus Nah und Fern zum Wintermarkt eingeladen – und um die 4000 Besucher ließen sich gern in eine Welt ohne grell blinkende Lichterketten und Weihnachtslieder an jeder Ecke entführen.

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Leckeres Stockbrot für die Kleinen.
 

Quelle: Christine Lummert

Brandenburg/H.  Wer dem Weihnachtsmann entkommen wollte, war am Wochenende im Brandenburger Slawendorf genau richtig. Zum achten Mal waren die Menschen aus Nah und Fern zum Wintermarkt eingeladen – und um die 4000 Besucher ließen sich gern in eine Welt ohne grell blinkende Lichterketten und Weihnachtslieder an jeder Ecke entführen.

„Das Ambiente des Slawendorfes mit seinen Holzhäusern soll natürlich auch bei so einer Veranstaltung voll zur Geltung kommen, deswegen kommen die Leute ja auch zu uns“, sagte Wiedecke. Die flackernden Lagerfeuer überall am Wegesrand waren beim Rundgang durch das mittelalterliche Dorf dann vor allem nach Sonnenuntergang die Treffpunkte, an denen sich die Menschen zusammenfanden, an ihrem Met nippten oder Apfelringe und Bratwurst genossen.

Die Altstädter verkauften wieder ihre leckeren Bratäpfel für den guten Zweck

Die Altstädter verkauften wieder ihre leckeren Bratäpfel für den guten Zweck.

Quelle: Lummert

Im ganzen Slawendorf verteilt priesen die Händler ihre Waren an verschiedensten Ständen an. Einigen Kunsthandwerkern konnten die Besucher auch bei der Herstellung von Glasperlenketten, dem Bearbeiten von Specksteinen und dem Schnitzen von Horn und Knochen oder dem Flechten von Weidenkörben über die Schulter sehen.

Die Kinder freuten sich über die angebotenen Holzspielzeuge und wollten nach einer kleinen Reitershow unbedingt selbst zum Ponyreiten auf die Vierbeiner. Außerdem konnte sich jeder beim Bogenschießen und Axtwerfen ausprobieren. Nach der ganzen Aufregung ging es dann für den Nachwuchs ins Geschichtenhaus, das fantasievoll von Gertje ut Burhave und Ulrich von der Mär bespielt wurde oder ans nächste Lagerfeuer, um geduldig Stockbrot über offener Flamme zu backen.

Altes Handwerk gab es zur Genüge zu Bestaunen

Altes Handwerk gab es zur Genüge zu Bestaunen.

Quelle: Lummert

Heiß begehrt waren im sechsten Jahr in Folge auch die Bratäpfel, die der Verein Die Altstädter im Rahmen der Sterntaler-Aktion der MAZ unter die Leute brachte. 500 Äpfel, die vom Frucht-Express in Werder gespendet wurden, bekamen eine leckere Füllung aus Mandeln, Rosinen, Konfitüre und Zimt. Übergossen mit Vanillesoße sorgten die kleinen Köstlichkeiten für großes Klimpern in der Spendendose.

Bevor es am Samstagabend bei der Feuershow noch einmal aufregend wurde, sorgten die Schmiede um Frank Odebrecht mit ihrer experimentellen Archäologie rund um ihren selbst gebauten Rennofen für Spannung. Den ganzen Samstag befeuerten sie den aus Lehm, Stroh und Schafwolle errichteten Ofen abwechselnd mit Holzkohle und Erz. Mit selbst gezimmerten Blasebälgen wurde das Feuer per Muskelkraft in Gang gehalten und die Besucher staunten über den Aufwand, der vor 2000 Jahren betrieben werden musste, um ein bisschen Eisen zur Herstellung von Messern oder Nägeln zu erhalten. „Wir haben jetzt zum dritten Mal einen Rennofen hier im Slawendorf aufgebaut und genau wie für die Zuschauer ist es auch für uns immer wieder eine Überraschung, ob die stundenlange Arbeit mit einem kleinen Eisenklumpen belohnt wird“ erklärte Thomas Genz.

Von Christine Lummert

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