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Brandenburg/Havel Van Lessen vermisst in der Stadt eine Jugendherberge
Lokales Brandenburg/Havel Van Lessen vermisst in der Stadt eine Jugendherberge
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10:45 22.02.2018
Oberbürgermeister-Kandidat Jan van Lessen (parteilos). Quelle: Rüdiger Böhme
Brandenburg/H

Auf der Zielgeraden der Oberbürgermeisterwahl in Brandenburg an der Havel am kommenden Sonntag haben wir den parteilosen Kandidaten Jan van Lessen (62) um Antworten auf einen Fragebogen gebeten, der an das berühmte Merkbuch der Bekenntnisse des französischen Schriftstellers Marcel Proust angelehnt ist. Den Fragebogen mit den Antworten von Steffen Scheller (CDU) werden wir in der kommenden Ausgabe veröffentlichen.

Was an Ihnen ist typisch Brandenburg, was typisch deutsch?

Jan van Lessen: Ich bin pünktlich und zuverlässig, also sehr deutsch. Und ich rede nicht lange um den heißen Brei herum, wie ein Brandenburger eben.

Welches Land reizt Sie mehr: die USA oder China?

USA.

Wie lautet Ihr Lieblingswort?

Dräuen (von drohen) und Parkraumbewirtschaftungskonzept (fehlerfreie Aussprache zeugt von einer gewissen Verwaltungserfahrung)

Warum sind Sie Politiker geworden bzw. wollen es werden?

Ich bin kein Politiker und will es auch nicht werden, sondern der Hauptverwaltungsbeamte in Brandenburg an der Havel. Das ist eine Position, an der ich selber gestalten und mit den Mitarbeitern der Stadtverwaltung gemeinsam für eine positive Zukunft arbeiten kann.

Welche Jugendsünde haben Sie einst begangen?

Die Gnade der frühen Geburt verhindert manche Erinnerungen.

Wer oder was bereitet Ihnen Angst?

Meine Kinder, wenn sie auf langen Strecken zu schnell mit dem Auto fahren.

Wen oder was ertragen Sie nur mit Humor?

Schwachsinnige Beiträge zum OB-Wahlkampf, anonyme Kommentare im Netz und Leute, die schon jetzt rein vorsorglich scheißfreundlich zu mir sind, weil man ja nie wissen kann….

Was empfinden Sie, wenn Sie die deutsche Nationalhymne hören?

Ich freue mich, dass die Hymne zu einem der am besten regierten Länder in der Welt gehört, das unglaublichen Wohlstand hervorgebracht hat und seit Jahrzehnten in Frieden mit seinen Nachbarn lebt. Mögen Einigkeit, Recht und Freiheit noch sehr lange unser Leben bestimmen.

Wohin zurück soll Sie die Zeitmaschine führen?

Gerne in die Zeit von Martin Luther, aber bitte nur im Sommer und nur bis zu den ersten Zahnschmerzen oder einer Blinddarmreizung!

Sie erwachen aus einem 100-jährigen Schlaf. Wonach fragen Sie?

Kann ich einen Tee haben?

Aus welchem Grund könnten Sie Deutschland den Rücken kehren?

Wenn hier Leute regieren würden, die Ideologie vor Recht und Gesinnung vor Freiheit stellen, dann wird es Zeit zu gehen.

Welches Buch empfehlen Sie und warum?

„In Europa“ von Geert Mak, weil es das letzte Jahrhundert glänzend erzählt und verdeutlicht, warum die Verhältnisse so sind wie sie sind.

Was haben Sie noch nie gekauft?

Einen Trockenrasierer.

Wie viel mehr als jetzt würden Sie verdienen, wenn Sie Oberbürgermeister in Brandenburg an der Havel würden?

Circa 20 Prozent mehr.

Welche Schulnote würden Sie sich selbst im Singen geben?

Zwei.

Sie dürfen 50 000 Euro spenden , wer bekommt das Geld?

10 000 Euro an meine Kirchengemeinde zur Trockenlegung der Kirche in Fohrde, 10 000 Euro an die Stiftung Begegnungsstätte Gollwitz zur Ausstattung der vorgesehenen Erweiterung, 10 000 Euro an die Flüchtlingsarbeit zur Verbesserung der Deutschkurse, 10 000 Euro an das Obdachlosenheim Brandenburg für die laufende Arbeit, 10 000 Euro an den CVJM zur Unterstützung von Sanierungsmaßnahmen.

Welche Eigenschaften oder Fähigkeiten besäßen Sie gern?

Ich würde gerne Klavier spielen können.

Welche drei Menschen hätten Sie gern als Telefon-Joker´?

Meine Frau, meinen Schwager aus Bad Homburg und meinen Vorstandskollegen aus der Stiftung Gollwitz.

Was sollte Brandenburg/Havel haben, was die Stadt noch nicht hat?

Eine Jugendherberge.

Was ist wichtiger in der Stadt in den nächsten Jahren: die Fahrbahnen zu verbessern oder die Radwege?

Da gibt kein Entweder-oder, sondern nur ein Sowohl-als-auch.

Können Sie stets eindeutige Antworten geben und klare Entscheidungen treffen?

Die wenigsten Fragen lassen sich in einem Schwarz-Weiß-Schema beantworten. Nach entsprechender Abwägung kann ich aber trotzdem klare Entscheidungen treffen, hinter denen ich auch stehe.

Welchen Satz werden die Bürgerinnen und Bürger der Stadt nach Ablauf der ersten Amtsperiode von Ihnen hören?

Die Anstrengungen haben sich gelohnt, also machen Sie in Brandenburg so weiter mit meiner Nachfolgerin/ meinem Nachfolger.

Und welchen nicht?

Ich mache weiter.

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