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Brandenburg/Havel Verbot von Feuerwerk? Nicht in Brandenburg!
Lokales Brandenburg/Havel Verbot von Feuerwerk? Nicht in Brandenburg!
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19:26 29.10.2015
Silvesterknaller sollten mit Vorsicht abgebrannt werden. Quelle: Joachim Liebe
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Brandenburg an der Havel

Feuerwerke bei Hochzeiten, Geburtstagen oder Einschulungen sind sehr in Mode gekommen und finden häufig ohne erforderliche Ausnahmegenehmigungen statt. Doch oft wird die Nachbarschaft durch das Abbrennen und den dadurch entstehenden Lärm gestört. Jüngst forderte der Stadtverordnete Daniel Keip das Verbot von Pyrotechnik in der Stadt Brandenburg und berief sich auf Unglücksfälle in anderen Städten.

Einzeldenkmale nicht auf engstem Raum konzentriert

Dies wurde seitens der Stadt nun abgelehnt: In der Havelstadt seien die brandempfindlichen Gebäude, die als Einzeldenkmale eingetragen sind, nicht verschachtelt und „nicht auf engstem und verwinkeltem Raum konzentriert“, ließ Michael Brandt verlautbaren. Bei Beachtung der bestehenden Regelungen gehe die Stadt davon aus, dass keine weiteren Regelungen zum Schutz der kunst- und kulturhistorisch bedeutenden Bausubstanz erforderlich sind. Die Anordnung von zusätzlichen Abbrennverboten dürfe sich räumlich nur soweit erstrecken, wie es der Schutz der besonders brandempfindlichen Objekte erfordere.

In der Nähe von Kirchen und Krankenhäusern verboten

Laut Sprengstoffgesetz ist das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie Reet- und Fachwerkhäusern verboten. Sie können in der Zeit vom zweiten Januar bis zum 30. Dezember nur mit einer Ausnahmegenehmigung, einem Befähigungsschein oder einer besonderen Erlaubnis abgebrannt werden. Nur am 31. Dezember und am ersten Januar dürfen diese ohne Sondergenehmigungen von Personen abgebrannt werden, die das 18. Lebensjahr vollendet haben.

Kontrolle unangemeldeter Feuerwerke ist schwierig

Hinweise und Anzeigen erfolgen meist anonym und sind deshalb aufgrund ihrer eingeschränkten Aussagekraft nicht immer für die Einleitung eines Ordnungswidrigkeitsverfahrens geeignet, teilte der Baubeigeordnete Michael Brandt mit. Eine Kontrolle sei nur eingeschränkt möglich, da die Orte und die Zeiten, an denen die Feuerwerke abgebrannt werden, dem Vollzugsdienst vorher nicht bekannt seien.

Dieser müsse idealerweise in dem Moment, in dem das Feuerwerk angezündet werde, hinzukommen und dann eindeutig feststellen, welche der anwesenden Personen das Feuerwerk gezündet hat. „In der Regel ist dies nicht möglich“, ergänzte Brandt. Wenn ein Feuerwerkskörper gezündet wurde, könne häufig nicht mehr festgestellt werden, wer genau dies getan habe. Feuerwerke werden meist nicht für Einzelpersonen, sondern für Personengruppen als Höhepunkt eines besonderen Anlasses durchgeführt.

Von Melanie Höhn

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