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Brandenburg/Havel OB Scheller ist nun offiziell im Amt
Lokales Brandenburg/Havel OB Scheller ist nun offiziell im Amt
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13:23 28.03.2018
Steffen Scheller (r.) legt im Rolandsaal des Altstädtischen Rathauses im Beisein von Stadtverordnetenvorsteher Walter Paaschen seinen Amtseid ab. Quelle: J. Steiner
Brandenburg/H

 Brandenburgs neuer Oberbürgermeister Steffen Scheller (CDU) wurde im Rolandsaal des Altstädtischen Rathauses in sein Amt eingeführt. Rund 350 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft waren dabei, als dem neuen OB die Amtskette um den Hals gelegt und der Amtseid abgenommen wurde.

Steffen Scheller (CDU) ist der neue Oberbürgermeister von Brandenburg an der Havel. Im Rolandsaal des Altstädtischen Rathauses wurde er in sein Amt eingeführt. 350 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft waren dabei, als dem neuen OB die Amtskette um den Hals gelegt wurde. Die MAZ zeigt die schönsten Momente.

Eine gewisse Nervosität war Stadtverordnetenvorsteher Walter Paaschen (CDU) anzumerken, als er am Samstag vor rund 350 Menschen die Festveranstaltung im Rathaus eröffnete. Doch Paaschen schlug sich wacker und wusste mit wohlgewählten Worten Publikum und Ehrengäste auf diesen Tag einzustimmen.

Bürgerschaft sollte gemeinsam handeln

Paaschen forderte von der Bürgerschaft gemeinsames Handeln ein und erinnerte die 46 Stadtverordneten an ihre Rolle: „Wir werden den Oberbürgermeister kritisch begleiten und in seinem Tun zum Wohle der Bürger unterstützen.“ Allerdings sollte die Unterstützung im Vordergrund stehen, ermahnte Paaschen die Lokalpolitiker.

Als Vertreter der brandenburgischen Landesregierung sprach danach der Staatssekretär und Beauftragte für internationale Beziehungen, Martin Gorholt (SPD). Gorholt lobte quasi als Diplomat die Entwicklung, die die Stadt in den zurückliegenden Jahren genommen habe. Die Tür des Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD) stehe für Steffen Scheller offen, ein Termin werde in den nächsten Tagen vereinbart.

SPD-Politiker Martin Gorholt übt sich in Selbstironie

Durchaus selbstironisch sagte Gorholt: „Ich kann mich gar nicht daran erinnern, dass es größere Unstimmigkeiten zwischen Stadt und Land gab!“

Gorholt, der die Landespolitik seit vielen Jahren mitgestaltet, weiß ums Gegenteil, um die Streitereien wegen der Unterfinanzierung von Leistungen, die Reibereien wegen der Buga und den erfolgreichen Kampf der Stadt gegen die Pläne aus der Landesregierung, der Kommune den Status einer kreisfreien Stadt zu nehmen.

Lautes Gelächter im Saal

Entsprechend laut war das Gelächter im Saal. Der Fraktionschef der CDU Ingo Senftleben kam ebenso zu Wort wie der Vorstandschef der Mittelbrandenburgischen Sparkasse Andreas Schulz.

Steffen Scheller mit seiner Familie und Amtsvorgängerin Dietlind Tiemann (r.) im Rolandsaal. Quelle: J. Steiner

Andreas Graf, der Geschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes war voll des Lobes für die Stadt. Die feierliche Amtseinführung Schellers bezeichnete er als beispielhaft für das Land. Sie sei Ausdruck eines gewachsenen Selbstbewusstseins der Stadt Brandenburg an der Havel.

Brandenburgs Ehrenbürger Wolfgang Huber hielt gewohnt souverän die Festrede. Der Altbischof lobte Scheller dafür, nie die Bodenhaftung verloren zu haben. Die Stadt könne sich glücklich schätzen, dass die Bürgerschaft bei der Wahl am 25. Februar dieses Jahres zwischen den beiden honorigen Persönlichkeiten Steffen Scheller und Jan van Lessen (parteilos) habe wählen können.

Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde vom Streichquartett Amazone und dem Duo Katharina Burges und Sebastian Pietsch.

Scheller bittet die Bürger um Mithilfe

Zum Ende der zweistündigen Feierstunde und nachdem ihm beim Eid Walter Paaschen die Amtskette angelegt hatte, sprach Steffen Scheller selbst. Der neue Oberbürgermeister verzichtete auf jede Form der Siegerpose. Fast demütig bat er die Besucher und die Bürger der Stadt um Mithilfe und Vertrauen.

Mut zur Kritik am Verwaltungshandeln

Auch Kritik am Verwaltungshandeln forderte er ein. Er wolle nicht nur an der Spitze der Stadt stehen, wolle keine „ferne Person sein“. Sondern er werde weiter Nachbar, Gesprächspartner und Vereinsmitglied sein. Er sei zwar von der CDU aufgestellt und unterstützt worden. Doch er wolle sein Amt neutral ausüben. „Ich biete allen Seiten meine Zusammenarbeit an. Oberbürgermeister ist man für alle.“

Die Stärkung des Zusammenhalts in der Stadt als wichtigstes Ziel

Als wichtigste Ziele für die nächste Zeit formulierte Scheller, den Zusammenhalt in der Stadt zu stärken, die Einwohnerzahl stabil zu halten oder zu steigern und verkehrstechnisch besser anzubinden.

Nach der Feierstunde lud das Rathaus die Gäste zu einem Empfang in die Räume des Ratskellers ein. Ein gelungener Tag fand dort seinen Abschluss.

Von Benno Rougk

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