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Verein will Hohenstücken attraktiver machen

Mehr Kultur für Brandenburger Stadtteil Verein will Hohenstücken attraktiver machen

Kunst, Kultur, Kosmos – dafür steht die Abkürzung des neuen Vereins „K3“ im Brandenburger Stadtteil Hohenstücken. Auf dem Bürgerfest am Wochenende verriet Vereinsgründer, Mirco Stielow, was sich künftig ändern soll in dem ehemaligen Jugendclub in der Schleusener Straße.

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DJ und Graffitikünstler Mirco Stielow will künftig nicht nur beim Bürgerfest dafür sorgen, dass sich in Hohenstücken etwas bewegt.

Quelle: Jürgen Krumnow

Brandenburg/H.. „Als ich beim ersten Fest hier war, war ich noch ein Kind. Heute bin ich mit meiner Tochter hier und bin wieder begeistert“, erinnerte sich Melanie Hoffmann beim 13. Fest rund um das Bürgerhaus Hohenstücken am Samstag. Tatsächlich, die Mannschaft um Leiter Tino Haberecht hatte wieder alles aufgeboten, um möglichst vielen Altersgruppen ein abwechslungsreiches Programm zu bieten.

Mit Schätzungen, wie viele Besucher tatsächlich zum Fest gekommen sind, wollte sich Tino Haberecht zurückhalten. „Einige tausend werden es wohl wieder werden“, sagte er am frühen Abend. Im vorigen Jahr kamen nach Angaben der Polizei sogar an die 5000 Besucher zum Bürgerfest nach Hohenstücken. In diesem Jahr gab die Festmeile vor allem den Kindern Raum zum Spielen und Toben. Ob Kletterwand, Rennbahn oder ein wilder Stier zum Reiten: Die zum Fest aufgebauten Geräte stellten die Spielplätze weit und breit in den Schatten. „Es ist schön, dass die Kinder das alles kostenlos nutzen können“, sagte Tino Haberecht. „Immerhin sind in diesem Stadtteil zwei Drittel aller Kinder von Kinderarmut betroffen.“

Auf dem Platz vor dem Bürgerhaus boten die Sitzgelegenheiten den kurzen Weg zur Imbisszeile und den ungehinderten Blick auf das Geschehen auf und vor der Bühne. Schon gleich nach der Eröffnung des Festes herrschte dort ausgelassene Stimmung. Das Premnitzer Blasorchester oder die hauseigene Tanzgruppe „Havelbienen“ kamen nicht ohne Zugaben weg.

Deutlich ruhiger ging es auf dem Hof des Bürgerhauses zu. Hier hatten sich mehrere Pflegedienste, Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen, Verbände zur Vermittlung von Therapiehunden eingerichtet. Pfleger der erst im März gegründete Brandenburgische Pflege in der Rosa-Luxemburg-Straße maßen den Besuchern auf Wunsch vor Ort sogar Blutdruck und Zucker. „Einen besseren Platz, um uns vorzustellen, gibt es nicht“, erklärte Pflegedienstleiterin Nicole Dittler den ungewöhnlichen Service.

Eine Besonderheit hatte das 13. Fest um das Bürgerhaus in diesem Jahr aber noch: Wenige hundert Meter, in Sichtnähe des Zentrums mit 28 ständigen Mietern und einer Zweigstelle der Bibliothek präsentierte sich an diesem Wochenende eine weitere kulturelle Einrichtung in Hohenstücken: Der junge Verein „K3“, der für die drei „K“, Kunst, Kultur und Kosmos steht, lud im ehemaligen und lange nicht genutzten Jugendclub in der Schleusener Straße zum Tag der offenen Tür.

Flüchtlinge zu Gast im ehemaligen Jugendclub in der Schleusener Straße

Flüchtlinge zu Gast im ehemaligen Jugendclub in der Schleusener Straße.

Quelle: Jürgen Krumnow

Der 38-jährige Betreiber Mirco Stielow, selbst in Hohenstücken aufgewachsen, zeigte den Jugendclub am Samstag Flüchtlingen aus der Stadt Brandenburg und Kirchmöser. Zwar ging es auf der Terrasse des im originellen Gebäudes nicht ganz so ausgelassen zu beim wenige Schritte entfernten Bürgerfest. „Doch das kann ja noch kommen, wenn sich die Jungs eingewöhnt und mit den sie umgebenden Dingen und Gewohnheiten vertraut sind“, so Stielow zuversichtlich. Interessiert verfolgten die etwa 30 Besucher das bunte Treiben in Hohenstücken, sie schienen sich zu amüsieren. Einen Beitrag dazu leisteten sicherlich Sue Biele und Karoline Klein, die den Flüchtlingen vor allem als Übersetzerinnen zur Seite standen. „Uns hat nur Hilfsbereitschaft, Nächstenliebe und Facebook dazu veranlasst zu helfen, wir gehören keiner Organisation an“, so Helferin Biele.

Über den Jugendclub wussten die beiden Frauen viel zu erzählen: So schwebe dem K3-Neugründer, Mirco Stielow, nicht nur eine Diskothek vor, er wolle dort auch Seminare veranstalten und Ausstellungen organisieren, die das kulturelle Antlitz Hohenstückens künftig verschönern sollen. Als Graffiti-Künstler und DJ bringt er immerhin jede Menge Erfahrung mit.

Von Jürgen Krumnow

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