Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Vergewaltigung auf der Waschmaschine: Bewährungsstrafe
Lokales Brandenburg/Havel Vergewaltigung auf der Waschmaschine: Bewährungsstrafe
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:05 13.02.2019
Symbolbild Quelle: Pixabay
Brandenburg/H

Ein Brandenburger, der seine Partnerin vergewaltigt hat, liefert sich mit einer ungeschickten Whatsapp-Nachricht selbst ans Messer. Das Opfer hatte ihn gar nicht wegen Vergewaltigung angezeigt. Am Dienstag wurde der 35-Jährige vom Schöffengericht Brandenburg/Havel verurteilt.

Die beiden Brandenburger waren etwa ein Jahr lang ein Paar. Zeitweise leben sie sogar in einer gemeinsamen Wohnung. Doch nach vier Wochen wirft die Frau ihren Freund raus. Trotzdem bleibt es bei Kontakten.

Nach der Schilderung des Angeklagten kommt die etwa fünf Jahre jüngere Frau trotz seines Rauswurfs noch regelmäßig zu Besuch in dessen neue Wohnung. Man trinkt Kaffee, sie schneidet ihm die Haare, gelegentlich schlafen beide noch miteinander.

Ausgangspunkt ist Haareschneiden

Am 26. September 2017 erscheint die Brandenburgerin bei dem Angeklagten, um ihm die Haare zu schneiden. Er setzt sich dazu an den Rand der Dusche, während sie mit der Haarschneidemaschine vor ihm steht. Da bekommt er Lust auf Sex.

Die Vergewaltigung dauert offenbar nicht lang. Die Beziehung endet damit, aber das Opfer zeigt den Ex-Partner nicht an. Der gelernte Tischler schickt seiner Ex-Partnerin noch am gleichen Tag eine WhatsApp hinterher und schreibt, sie solle nicht auf die Idee kommen, die versuchte Vergewaltigung anzuzeigen.

Beleidigungen und Bedrohungen

Etwa drei Monate später sendet der derzeit arbeitslose Wachschützer mehrere elektronische Nachrichten an seine frühere Geliebte und deren Freunde. Er beleidigt die Frau darin mit gröbsten Kraftausdrücken, bedroht überdies ihren neuen Partner und eine Freundin, die ihm 25 Euro schuldet, mit dem Tod.

Wegen dieser Beleidigungen und Bedrohungen erstatten die Ex-Partnerin und deren Freundin Anzeige. Eine Polizeibeamtin prüft den Chat-Verlauf und stößt dabei auf die Äußerung des Mannes über seinen Vergewaltigungsversuch vom September 2017. Von Amts wegen wird nun wegen dieses Verbrechens ebenfalls ermittelt.

Geständnis erspart dem Opfer die Aussage

Der Angeklagte gesteht sämtliche Bedrohungen und Beleidigungen. Die Vergewaltigung räumt er anfangs vor Gericht nicht ein, erklärt lediglich, dass er seiner damaligen Partnerin die Hose runtergezogen und sie auf die Waschmaschine gesetzt hat. Zum Äußersten habe er es aber nicht getrieben.

Die Richterin erklärt ihm, wie wichtig ein Geständnis für ihn sein könnte. Denn damit würde er dem Opfer die unangenehme Vernehmung ersparen und das würde sich auf die Höhe der Strafe erheblich auswirken.

Schließlich gesteht der Vater einer sechsjährigen Tochter das Verbrechen. Aus diesem Grund und weil er bisher nicht vorbestraft ist, verhängt das Schöffengericht eine anderthalbjährige Haftstrafe auf Bewährung.

Gemeinnützige Arbeit

Der 35-Jährige muss seine Strafe nicht absitzen, wenn er hundert Stunden gemeinnütziger Arbeit ableistet und nachweist, dass er sich um Arbeit bemüht.

Nach eigenen Angaben hat er ein neues Leben mit einer neuen Partnerin begonnen, um die er sich intensiv kümmern müsse. Denn sie sei an Krebs erkrankt.

Von Jürgen Lauterbach

Die TH Brandenburg wird Partner des Programms, mit dem die halbe Welt die weitverbreitete Unternehmenssoftware des Konzern SAP erlernen kann. Einer ihrer Professoren hat den dicken Fisch an Land geholt.

13.02.2019

Jahrzehntelang war es beinahe unbeachtet, dabei steht es unmittelbar am Eingang des Doms, wenn man von Nordwesten über die Brücke kommt. Jetzt wird das Bootshaus wachgeküsst.

12.02.2019

Hunderte Menschen sollen in Brandenburg an der Havel vom Technischen Hilfswerk ausgebildet werden. Ein neues THW-Ausbildungszentrum kommt laut CDU-Politikerin Dietlind Tiemann in die Stadt. Das habe ihr Innenminister Horst Seehofer gesagt.

13.02.2019