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Brandenburg/Havel Vergleich mit dem Preußenspiegel: 16 000 Euro Abfindung nach langer Beschäftigung
Lokales Brandenburg/Havel Vergleich mit dem Preußenspiegel: 16 000 Euro Abfindung nach langer Beschäftigung
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00:19 17.06.2018
Der Preußenspiegel wurde Ende März in Brandenburg/Havel eingestellt. Quelle: Archiv
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Brandenburg/H

Die sechs Klagen ehemaliger Preußenspiegel-Mitarbeiter in Brandenburg/Havel und Rathenow haben vor dem Arbeitsgericht Brandenburg jeweils mit einer Einigung geendet. Zuletzt verständigten sich am Dienstag der langjährige Brandenburger Redaktionsleiter René Peters (47) und sein Ex-Arbeitgeber auf eine Trennung gegen Zahlung einer Abfindung.

Der Preußenspiegel, an dem die Märkische Verlags- und Druck-Gesellschaft (MVD) zu fünf Prozent beteiligt ist, erschien in vier Teilausgaben. Die Brandenburgische Anzeigenzeitung GmbH hat die Ausgaben Brandenburg und Rathenow zum 31. März 2018 eingestellt.

Gegen ihre Kündigung klagten sechs Mitarbeiter, darunter der für Brandenburg verantwortliche Redakteur René Paul-Peters. Weil sich der Arbeitgeber und der seit rund zwanzig Jahren beschäftigte Redakteur am Ende verständigten, musste das Arbeitsgericht die heiklen Punkte nicht bewerten.

Vorübergehender Streit um Geschäftsgeheimnisse

Zum einen wäre das die behauptete fehlerhafte Sozialauswahl gewesen. Zum anderen machte der Verlag der Anzeigenzeitung geltend, ihr Mitarbeiter habe Geschäftsgeheimnisse preisgegeben, als er von zwei Konkurrenten, dem Fernsehsender SKB und dem Portal Meetingpoint zum Aus für den Preußenspiegel befragt wurde und Antworten gab.

Der Bevollmächtigte des Arbeitgebers argumentierte, zum Zeitpunkt der Interviews Ende Januar seien nur die Mitarbeiter über die Einstellung der Preußenspiegel-Teilausgaben informiert gewesen. Diese Information hätten Kunden und Lieferanten erst zu einem späteren Zeitpunkt erhalten sollen.

René Peters widersprach dieser Darstellung. Denn schon am Tag nach der Kündigung habe der Arbeitgeber den Mitarbeitern empfohlen, sich beim Anzeigenleiter des Konkurrenztitels Brawo zu bewerben. Folglich sei die Brawo eingeweiht gewesen.

Neue Arbeit bei der Bundestagsabgeordneten

Der Konflikt wurde wegen der Kompromissbereitschaft nicht bis zum Ende ausgetragen. Beide Seiten verständigten sich, dass der Redakteur, dessen Kündigungsfrist bis Juli gelaufen wäre, gut 16 000 Euro Abfindung erhält. Peters arbeitet inzwischen für die Brandenburger CDU-Bundestagsabgeordnete Dietlind Tiemann.

Von Jürgen Lauterbach

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