Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Vernissage: Hier ist Anfassen unbedingt erlaubt
Lokales Brandenburg/Havel Vernissage: Hier ist Anfassen unbedingt erlaubt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:45 15.10.2017
Anika Herzberg begeisterte als groteske Primadonna das Publikum in der Galerie Sonnensegel. Quelle: Christine Lummert
Anzeige
Brandenburg/H

Ein Standardsatz in Kunstausstellungen heißt: bitte nicht anfassen. In der Galerie Sonnensegel konnten die Vernissage-Besucher am Samstag dem Kribbeln in ihren Fingern endlich mal nachgeben. Die Kinder wagten sich zuerst ganz unbefangen an die Miniaturfiguren, die an Fäden aufgehängt oder mit Gewichten austariert, kleine Balancier- oder Kletterkunststücke vollbrachten. Die erwachsenen Besucher gaben dann auch ihrem Spieltrieb nach und ließen die ausgestellten Puppen tanzen.

In der Galerie Sonnensegel in Brandenburg an der Havel wurde am Samstag die Ausstellung „KunstSpielZeug“ von Sylvia Wanke eröffnet. Dabei lautete das Motto gewissermaßen „Nicht nur gucken, auch anfassen“. Die MAZ war bei der Vernissage dabei.

„Etwa zehn Jahre lang haben wir darauf hingearbeitet, die Künstlerin Sylvia Wanke mit ihrem von ihr so getauften Kunstspielzeug bei uns begrüßen zu dürfen, denn das ganze Konzept passt sehr gut zur Philosophie unseres Hauses“, sagte Matthias Frohl, der Leiter der Galerie Sonnensegel. Die Miniaturfiguren sind nur aber nur ein Teil der Ausstellung, die bis zum 2. März in der Galerie zu sehen ist.

Sylvia Wanke ist seit ihrem Studium an der Staatlichen Akademie für bildende Künste in Stuttgart als freischaffende Künstlerin tätig und hat früh ihre Leidenschaft für das Figuren- und Puppentheater entdeckt. Neben dem Schaffen von figürlichen Miniaturen und der Tätigkeit als Dozentin im Studiengang Figurentheater der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart ist

Wanke seit 20 Jahren auch als Szenografin, Kostümbildnerin, und Regisseurin in allen Sparten der Bühne tätig, von der Oper über Ballettaufführungen bis hin zum Figuren- und Straßentheater. Beispiele dieser Arbeit sind, vor allem in Form von Masken, ebenfalls in der Galerie Sonnensegel zu sehen und lassen sich in ihrem Erarbeitungsprozess nachverfolgen.

Aus Wankes Inszenierungen der Zauberflöte oder von Nosferatu sind zum Beispiel verschiedene Entwurfskizzen zu sehen, deren Masken in der Ausstellung zu betrachten und deren Verwendung in den jeweiligen Stücken in fotografischen Dokumentationen festgehalten sind.

Das Spiel mit den von Sylvia Wanke erschaffenen Masken war am Samstag im Hof der Galerie Sonnensegel auch live zu erleben. Die studierte Puppenspielerin Anika Herzberg aus Stuttgart und der tschechische Musiker und Komponist Zdenek Ehrenberger begeisterten das Publikum mit zwei kleinen Szenen in der Musik und Puppenspiel zu einem fantastischen Schauspiel verschmolzen. Ehrenberger schlüpfte in die Rolle eines Straßenmusikanten, während Herzberg zuerst als grelle Primadonna die Bühne betrat und sich dann vor den Augen des Publikums und natürlich mit einer Maske aus dem Atelier von Sylvia Wanke in eine groteske, überlebensgroße Puppe verwandelte.

Die Maske als Kunstwerk findet seine Verwendung im Spiel und aus dem Spiel entsteht wiederum ein Kunstwerk, das Sylvia Wankes Wortschöpfung vom Kunstspielzeug entspricht und dem Publikum auf diese Weise näherbringt.

Von Christine Lummert

Felix Schulz aus Freienthal hat am Samstag in Ragösen mit seinen vier Groß-Chinchillas die Jugendkreismeisterschaft der Kaninchenzüchter geholt. Der Achtjährige setzte sich als jüngster Teilnehmer mit seinen Prachtexemplaren gegen die Konkurrenz durch. Indes ist die unter den Tieren grassierende Chinaseuche weiter ein großes Thema in der Szene.

15.10.2017

Faustdicke Überraschung bei der Bürgerbefragung in der Stadt Brandenburg zur Bebauung des Packhofes: Zwei Drittel der Befragten lehnen die Pläne der Stadtspitze ab, ein Hotel auf dem Areal zu errichten. Wie reagiert die Politik auf dieses eindeutige Ergebnis?

19.02.2018

Fremdländische Gerüche ziehen durch die Flure der Berufsorientierten Schule in Kirchmöser (BOS). Der Kurs 7-1 ist dabei ein Gericht zu kochen, dessen Namen die Schüler nicht einmal unfallfrei aussprechen können. In ihrer Mitte steht Shubham Dave. Der 16-jährige Inder ist der Star des Unterrichts. Shubham ist für ein Jahr als Austauschschüler in der Stadt Brandenburg.

14.10.2017
Anzeige