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Aquarelle im Bürgerhaus: Christine Wianka stellt aus

Brandenburg an der Havel Aquarelle im Bürgerhaus: Christine Wianka stellt aus

Die gebürtige Brandenburgerin Christine Wianka hat für die neueste Ausstellung im Bürgerhaus in der Bäckerstraße ihrer neuen und alten Heimatstadt 50 Aquarelle zur Verfügung gestellt. Sie zeigen ein breites Spektrum trotz ihrer einheitlichen Zartheit.

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Christine Wianka vor ihren Bildern im Bürgerhaus.

Quelle: Andreas von Wertheim

Brandenburg/H. Wie schön die Ausstellungsräume im Bürgerhaus in der Bäckerstraße sind, das weiß man spätestens seit der unvergesslichen Loriot-Ausstellung. Doch danach war erst einmal Pause. „Was hätten wir denn unmittelbar nach dieser wunderbaren Schau auch zeigen können“, erinnert sich Kathrin Arndt, die frisch im Amt bestätigte Vorsitzende des Vereins „Die Altstädter“, an das Dilemma. Doch mit der Künstlerin Christine Wianka, die vor zwei Jahren in die Brandenburger Altstadt gezogen ist, hat der Verein nicht nur ein neues Mitglied gewonnen, sondern mit ihr ergab sich auch ein guter Anlass, um die Ausstellungstätigkeit wieder aufzunehmen. Denn Christine Wianka ist Kunstmalerin. In einer Retrospektive zeigen die Altstädter im Bürgerhaus bis zum 2. April etwa fünfzig Aquarelle aus allen Schaffensphasen der Künstlerin.

Christine Wianka ist 1943 in Brandenburg an der Havel geboren und dort aufgewachsen. Sie erhielt bereits mit sieben Jahren Malunterricht vom Brandenburger Künstler Erich Gentz. Beruflich war Christine Wianka vor allem als Pädagogin tätig. Außerdem hat die Künstlerin später noch eine Lehre zur Fotografin bei Foto-Brenner in der Brandenburger Bäckerstraße absolviert. 1989 Ausreise aus der DDR nach West-Berlin. Seitdem ist die Künstlerin viel durch die Welt gereist. Auf die Frage, wie lange sie in Brandenburg bleiben werde, antwortet sie: „Ich will nirgends mehr hin. Hier bleibe ich. Und das ist gut so.“

Ihre Bilder sind in Pastellfarben gemalt, zart und sanft. Manchmal handelt es sich nur um die Darstellung eines einzigen Details, so, wenn die Künstlerin auf einer Gartenforke auf dem ansonsten leeren Blatt nur ein abgestochenes Stück Wildblumenwiese zeigt. Doch sie hat auch lustige Geschichten gemalt, wie das Bild „Schade“. Darauf ist ein knuffiger Teddybär abgebildet, der über eine Mauer lugt. Hinter der Mauer steht – für den Teddy unerreichbar - ein Glas mit Honig, drei Marienkäfer sind auf dem Weg dorthin.

Kathrin Arndt hat sich in das Bild „Wanderschuhe“ verliebt. Sie wollte es unbedingt zeigen, denn es versinnbildlicht eine Sehnsucht von ihr. Sie hätte zeitlebens furchtbar gerne so elegante Stilettos getragen, wie sie Wianka hier gemalt hat. Aber wegen ihrer ohnehin schon stattlichen Größe hat Arndt dies nie getan. Die Künstlerin hat sich auf keinen bestimmten künstlerischen Stil festgelegt, sondern sie experimentiert mit verschiedenen Stilen. Auch abstrakte Bilder sind entstanden, wie „Strudel des Lebens“ oder „Urknall“. Und das Bild mit dem Titel „Guten Morgen“ mutet japanisch an. Doch auch große Meister, wie den englischen Maler William Turner, hat sie sich zum Vorbild genommen, beispielsweise in ihrer „Venedig-Studie“.

„Wir werden künftig regelmäßig Ausstellungen hier im Bäckerhaus zeigen“, kündigt Kathrin Arndt an. Junge, noch unbekannte Künstler sollen ihre Werke präsentieren können ebenso wie bereits gestandene Kollegen.

Info: Die Ausstellung läuft bis zum 2. April. Die Künstlerin Christine Wianka ist immer mittwochs, donnerstags, samstags und sonntags von 13 Uhr bis 17 Uhr persönlich im Bürgerhaus in der Bäckerstraße anzutreffen.

Von Ann Brünink

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