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Angreifer auf Indien holt sich blutige Nase

Versuchte Vergewaltigung vor Gericht Angreifer auf Indien holt sich blutige Nase

Mit reichlich Alkohol im Blut soll ein junger Mann aus Indien versucht haben, eine 25 Jahre alte Brandenburgerin in deren Wohnzimmer zu vergewaltigen. Deshalb steht er seit dieser Woche in Brandenburg/Havel vor Gericht. Die Frau wehrte sich erfolgreich, schlug dem mutmaßlichen Angreifer eine blutige Nase.

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Vor Gericht steht ein Inder, der eine Brandenburgerin sexuell genötigt haben soll.

Quelle: dpa

Brandenburg/H. Viel will der junge Mann aus Indien, der auf der Anklagebank des Schöffengerichts Brandenburg Platz genommen hat, nicht aussagen. Jedes Wort zu viel könnte seinen weiteren Aufenthalt in Deutschland noch mehr gefährden. Wegen einer versuchten Vergewaltigung sitzt Rahul S. (28) seit Juni in Untersuchungshaft in der JVA Brandenburg. Seit dieser Woche steht er vor Gericht.

Der Staatsanwalt hat ihn wegen sexueller Nötigung und Körperverletzung angeklagt und dabei berücksichtigt, dass er zur Tatzeit vermindert schuldfähig war, weil er viel Alkohol getrunken habe. Am Abend des 20. Juni 2015 war er in der Wohnung einerBrandenburger Bekannten in Hohenstücken gewesen.

Verminderte Schuldfähigkeit wegen Alkohol

Mit reichlich Alkohol im Blut bedrängte er die 25 Jahre alte Brandenburgerin laut Anklage gegen 23.15 Uhr in deren Wohnzimmer. Er wollte Sex mit ihr und versuchte, ihre Hose und ihren Slip auszuziehen. Als sie sich wehrte, warf er sie nach Darstellung der Staatsanwaltschaft Potsdam auf die Couch und zog auch seine eigene Kleidung aus.

Danach soll der Angreifer sich auf sie gelegt haben. Sein Versuch, mit Gewalt in das Opfer einzudringen sei jedoch gescheitert. Denn die junge Frau leistete Widerstand, versteifte ihren Körper, um der Attacke zu entgehen. Der 28-Jährige schlug die Frau deshalb ins Gesicht, sie wehrte sich weiter und biss ihrem Bekannten ins Ohr, dass es blutete. Sie flüchtete sodann vom Sofa.

Der Mann, der aus der Provinz Punjab stammt, ließ dennoch nicht locker, packte sie und warf sie erneut auf die Couch. Er befahl ihr, den Mund zu halten und drohte ihr, obwohl er offenbar wenig bis kein Deutsch spricht, sie trotz ihres Widerstandes zu „f...“

Doch mit einer Drehbewegung gelang es dem Opfer sich aufzurichten und nach draußen zu laufen. Die an Armen und Kopf verletzte Frau rief die Polizei, die so schnell an Ort und Stelle war, dass sie den beschuldigten Inder noch in Tatortnähe stellen und gefangen nehmen konnte.

Die attackierte Frau sagt in der nächsten Woche aus

Um 2.25 Uhr in der gleichen Nacht veranlasste die Polizei eine Blutprobe, die einen Alkoholwert von 2,03 Promille ergab. Am folgenden Tag erließ das Amtsgericht den Haftbefehl gegen den Mann, der keinen festen Wohnsitz hat.

Im Prozess sagt der Angeklagte gar nichts und sein Verteidiger nur, dass sein Mandant die Tat bestreite und wegen einer erheblichen Alkoholisierung „keine ausführliche Erinnerung“ mehr an den Abend habe. Für den Prozessausgang wird es also maßgeblich auf die Aussage der attackierten Frau ankommen, die am nächsten Mittwoch in den Zeugenstand treten wird.

Zu seiner Person und seinem Leben macht der Inder keine Angaben. Er will nicht verraten, wie lange er schon in Deutschland lebt. Vermutlich hat er sich illegal in Brandenburg aufgehalten. Denn erst fünf Monate nach seiner Festnahme hat er über seinen Rechtsanwalt einen Asylantrag gestellt.

Von Jürgen Lauterbach

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