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Brandenburg/Havel Veterinär glaubt an Zukunft der Tierärzte
Lokales Brandenburg/Havel Veterinär glaubt an Zukunft der Tierärzte
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00:16 15.03.2016
Tierarzt Heiko Strauß (r.) untersucht Paula, die Hündin von Hausmeister Bodo Griehl.  Quelle: Frank Bürstenbinder
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Lehnin

 Eine Stunde dauerte die erste Operation in der neuen Praxis von Heiko Strauß (54. Dann hatte der Tierarzt die Eierstöcke von Hundedame Area ohne Komplikationen entfernt. Von den hellen und lichtdurchfluteten Räumen in dem am Wochenende eingeweihten Gebäude dürfte der Vierbeiner wenig mitbekommen haben.

Es kommt nicht alle Tage vor, dass ein Veterinär in einen kompletten Neubau investiert. „Die bisherigen Praxisräume im Kellergeschoss meines Wohnhauses waren einfach zu klein geworden“, begründet Strauß die Investition in die Zukunft. Denn eines Tages will er die Praxis in die Hände seiner bereits bei ihm als Tierärztin angestellten Tochter Julia Strauß übergeben. Der Beruf des Tierarztes hat Familientradition. Schon der Vater von Heiko Strauß war als leitender Veterinär in Kyritz tätig.

Die neue Tierarztpraxis im Lehniner Ahornweg. Quelle: Frank Bürstenbinder

Zu finden ist die Lehniner Praxis jetzt nicht mehr in der Pappelallee, sondern im Ahornweg 4. Beide Standorte sind nur einen Steinwurf voneinander entfernt. Allerdings unterscheidet sich der Neubau auffällig von der bestehenden Bebauung. Der Eingeschosser mit seinem Flachdach, der hellen Putzfassade, den klaren Linien und runden Fensterecken erinnert an den Bauhausstil.

Das Foyer überrascht mit einem großzügigen Wartebereich für Zwei- und Vierbeiner. Es gibt jetzt neben OP-Raum, Labor und Röntgenplatz zwei Behandlungszimmer. „Damit können wir bei großem Andrang Wartezeiten schneller abbauen“, meint der Hausherr. Dafür sorgen nicht nur Vater und Tochter, sondern auch Linda Fiedler als zweite angestellte Tierärztin. Zum Team von Heiko Strauß gehören außerdem Ehefrau Heike als Röntgenassistentin, Hausmeister Bodo Griehl und eine Reinigungskraft.

Kleintiere haben Zukunft

Tierarzt Strauß ist längst nicht immer in der Praxis zu finden. Als Nutztierpraktiker führt ihn sein Dienst oft genug in Stallanlagen, wo er sich um das Wohl- und Wehe von Mast- und Milchvieh kümmert. Außerdem betreut er die RBB Rinderproduktion Berlin-Brandenburg GmbH in Groß Kreutz,wenn zum Beispiel Tiertransporte für den Export anstehen. Doch der Landwirtschaft geht es im Moment wegen niedriger Erlöse schlecht. Steigen Bauern aus der Milch aus, bedeutet das deutlich weniger Tiere. Die Veterinäre drehen Däumchen.Was Strauß dennoch optimistisch in die Zukunft blicken lässt? „Ich bin sehr gern im Stall. Doch wohin die langfristige Entwicklung bei den Großtieren geht, ist ungewiss. Dafür sind Hunde und Katzen ein krisensicheres Klientel. Immer mehr Menschen halten sich Kleintiere.“

Die dritte Praxis

 Für Strauß ist der Neubau bereits die dritte Praxis, die er sich in 25 Jahren in Lehnin eingerichtet hat. Mit der Wende ging es mit der staatlichen Anstellung von Tierärzten zu Ende. Strauß, den es nach dem Studium an der Humboldt-Uni zunächst nach Belzig verschlug, ließ sich 1990 in Lehnin nieder, wo er auch seine Frau kennengelernt hatte. Zunächst baute Strauß einen alten Schweinestall zur Praxis um, ab 1994 praktizierte er im eigenen Haus. Beim Bau war das Kellergeschoss schon für seinen künftigen Zweck konzipiert worden. Jetzt der dritte Umzug in einen Neubau mit modernster Ausstattung auf 200 Quadratmeter Fläche. Die nächsten Patienten warten schon. Tierarzt Strauß schließt die OP-Tür und sagt: „Darauf bin ich schon mächtig stolz.“

Von Frank Bürstenbinder

Ob sich die Vorwürfe, die der Brandenburger Beigeordnete Michael Brandt gegenüber der Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (beide CDU) erhoben hat, überhaupt aufklären lassen und in ein Disziplinarverfahren gegen Tiemann münden, ist ungewiss. Der Ältestenrat wurde informiert, dass Stadtverordneten weder selbst ermitteln noch Zeugen befragen dürfen.

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