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Veterinäramt räumt Gnadenhof

22 Pferde und 13 Hunde umquartiert Veterinäramt räumt Gnadenhof

Großaktion auf Gut Elfenstein in Busendorf (Potsdam-Mittelmark): Mitarbeiter vom Veterinäramt und die Polizei haben am Donnerstag 22 Pferde und 13 Hunde abtransportiert. Der Kreisverwaltung lagen mehrere Verstöße gegen das Tierschutzgesetz vor, die Tiere seien abgemagert und durch nicht-artgerechte Haltung allgemein in einem schlechten Zustand.

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Nur störrisch ließen sich die Pferde auf dem Hof in Busendorf in Transportboxen schieben.

Quelle: Michaela Grimm

Busendorf. Großaktion auf Gut Elfenstein in Busendorf: Mehrere Tiertransporter, Mitarbeiter vom Veterinäramt und die Polizei haben am Donnerstag 22 Pferde und 13 Hunde verladen, "die wir jetzt anderweitig unterbringen müssen", wie der Sprecher der Kreisverwaltung, Kai-Uwe Schwinzert, sagte.

Es lägen "mehrheitlich Verstöße gegen das Tierschutzgesetz" vor. Den "Zustand der Tiere durch nicht-artgerechte Haltung" beschrieb er als schlecht. "Abgemagert und nicht ausreichend gefüttert" seien sie. Die Wintervorräte seien zu knapp bemessen, beschied die Amtstierärztin.

Die Räumungsaktion beginnt am Morgen und dauert bis zum Abend an. Immer wieder fahren Pferdeanhänger, Lastwagen und andere Autos auf den Gnaden- und Pferdehof am Ortsausgang Richtung Emstal, um Tiere fortzuschaffen. Ralf Heinicke, der Besitzer des fünf Hektar großen früheren LPG-Geländes, sagt: "Die Betreiberin wurde angezeigt." Mit der Abholung aller Pferde "hat sich das jetzt geklärt."

Mitarbeiter vom Veterinäramt und die Polizei haben am Donnerstag 65 Tiere vom Busendorfer Hof abtransportiert. Der Kreisverwaltung lagen mehrere Verstöße gegen das Tierschutzgesetz vor

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Die "Wegnahme beziehungsweise Sicherstellung der Pferde war keine Nacht- und Nebelaktion", sagt Pressesprecher Schwinzert. Das von Petra Herrmann betriebene Gut Elfenstein sei "schon längere Zeit" vom Veterinäramt beobachtet worden und habe Auflagen zu erfüllen.

Im Dorf gibt es zwei Lager. Drei Frauen, die von der Lehniner Straße aus dem Abtransport zusehen, sind erschüttert: "Das ist eine Schweinerei, ihr die Tiere wegzunehmen", sagen sie. Deren Besitzerin würde sich "gut kümmern und alles für die Tiere geben." Freunde und Helfer würden gespendetes Futter in eine große Tonne tun, die am Hofeingang steht. Die Pächterin bekomme immer neue Auflagen für die Haltung der Tiere, der Hof sei auf Spenden angewiesen, um etwa Unterstände bauen lassen zu können. Im Dorf habe die Betreiberin viele Neider, sagen die Unterstützer der Hof-Chefin.

Ein paar Häuser weiter: Auch hier haben sich Nachbarn versammelt, schauen, was auf dem Tierhof passiert. "Richtig so!", sind sich die sieben Busendorfer einig. "Die Tiere büchsen immer aus. Lama Horst stand bei fast allen schon mal im Garten", berichten die Anwohner. Auch sie hätten in früheren Fällen schon Veterinäramt und Polizei wegen eines "dahinvegetierenden Schweines" verständigt, das für üblen Geruch gesorgt haben soll.

Ihr Verhältnis zu Petra Herrmann sei früher anders gewesen: "Wir haben hier alle schon mitgeholfen und angepackt", seit der Hof vor sechs Jahren entrümpelt wurde und eine Art Arche Noah entstand. Seit zwei Jahren aber gehe es "rapide bergab" mit dem Gelände, das erst Koboldshof hieß und nun Gut Elfenstein, berichten dessen Nachbarn. Trotz Spendenaktionen fehle Geld für Futter.

Zum Ortsbeirat halte die Frau keinen Kontakt, Einladungen würde sie nicht folgen, hieß es aus dem kommunalen Gremium. Petra Herrmann selbst war am Donnerstag nicht zu erreichen.

Von Michaela Grimm

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