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Viele Impulse für Trechwitzer Kultur

Gedenken an Anna Elmiger Viele Impulse für Trechwitzer Kultur

Über ein Jahrzehnt hat sie das kulturelle Leben in Trechwitz bereichert. Im Dorfgemeinschaftshaus erinnerten sich ihre Weggefährten an die Theaterwissenschaftlerin, die im Juli mit 82 Jahren verstarb. Bekannt wurde sie in der Region mit der Theatergruppe „Spätlese“.

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Viele Fotos erinnerten an die Zeit mit Anna Elmiger.

Quelle: Christine Lummert

Trechwitz. „Weißt du noch.“ So begannen am Sonntag im Dorfgemeinschaftszentrum in Trechwitz viele Sätze. Ortsvorsteher Wolfgang Koßmehl hatte zu einem Erinnerungsnachmittag eingeladen, an dem Anna Elmiger gedacht werden sollte, die im Juli im Alter von 82 Jahren verstorben ist. „Sie hat mit ihren Impulsen das kulturelle Leben in Trechwitz über ein Jahrzehnt enorm belebt und dafür sind wir ihr dankbar“, erklärte Koßmehl.

Da Elmiger in Berlin beigesetzt wurde und viele Trechwitzer nicht die Möglichkeit hatten, an der Beerdigung teilzunehmen, sollte die kleine Zusammenkunft bei Kaffee und Kuchen am Sonntagnachmittag eine Möglichkeit bieten, sich noch einmal an gemeinsame Zeiten zu erinnern. Gut ein Dutzend Menschen kamen zusammen. Vor allem Mitglieder aus der Theatergruppe „Spätlese“, die Elmiger im Jahr 2009 ins Leben gerufen hatte. „Ihr Engagement hat aber schon früher begonnen“, erinnerten sich die Anwesenden. Zuerst waren es Konzerte in der Trechwitzer Dorfkirche, zu der Elmiger Künstlerfreunde aus ihrer Berliner Zeit einlud.

Gemeinsam puzzelten die Anwesenden im Dorfgemeinschaftshaus Teile von Elmigers Biografie zusammen, die vor der Trechwitzer Zeit lagen. Sie stammte aus der westdeutschen Provinz, war nach ihrem Umzug nach Berlin in der 68er Bewegung gesellschaftspolitisch engagiert und kam so zu ihrem Spitznamen „rote Anna“. Als studierte Theaterwissenschaftlerin war sie über Jahrzehnte als Kunsterzieherin tätig und diesen Enthusiasmus, andere Menschen für Kunst und Kultur zu begeistern, trug sie bis ins hohe Alter mit sich.

„2002 wurde unter ihrer Anleitung in Trechwitz das erste Mal zusammen Theater gespielt“, erklärte Koßmehl, der für das Treffen Erinnerungsstücke und Fotos aus Elmigers eigenem Fundus zusammengesucht hat. „Immer im Mai war für uns dann jedes Jahr Theaterspielzeit, bis zur letzten Aufführung 2013“, erinnerte sich Heidemarie Bleike. Zuletzt kümmerte sich Elmiger um Musik und Kunst im Lehniner Flüchtlingsheim.

Von Christine Lummert

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