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Vielfalt beim 4. Brandenburger Bildermarkt

Brandenburg an der Havel Vielfalt beim 4. Brandenburger Bildermarkt

Eine Vielfalt von Motiven herrschte beim vierten Bildermarkt, der im Brandenburger Theater stattfand. Längst nicht nur Blumenmotive wurden gezeigt, sondern auch Stadtlandschaften, Natur oder abstrakte Malereien, die manchmal sogar ein kostbares Geheimnis hüten. Wie die Bilder der Brandenburger Künstlerin Dagmar Meyer.

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Eine Straßenbahn fährt durch die Hauptstraße. Daniel Schröder erklärt Besuchern des Bildermarktes gern seine Kunst.

Quelle: Jürgen Lauterbach

Brandenburg/H. „Mohn kommt gut und Raps geht immer“, beschreibt Theatermitarbeiterin Adriane Porikys die Vielfalt von Motiven. Beim vierten Bildermarkt, der im Brandenburger Theater stattfand, wurden jedoch nicht nur Blumenmotive gezeigt, sondern auch Stadtlandschaften, Natur oder abstrakte Malereien, die manchmal sogar ein kostbares Geheimnis hüteten.

Die Bilder der Brandenburgerin Dagmar Meyer fordern den Betrachter zum genauen Hinschauen heraus. Es gibt viel zu sehen, Formen und unterschiedliche Oberflächengestaltung, Details wie einige Zeilen mit Noten oder kleine Abschnitte mit Texten in altenglischer Schrift, die neugierig machen. Sogar echtes Gold hat die Künstlerin stellenweise aufgetragen.

Er hat einen Stammplatz. Vor den großformatigen Malereien von Daniel Schröder aus Großwudicke steht immer ein ganzer Pulk von Menschen. Das liegt zum einen am Künstler, der viel zu erzählen hat, zum anderen an der Qualität seiner Bilder. Schröder malt mit Akribie und Können vor allem Stadtlandschaften. Die Bilder sind realistisch gemalt und dennoch strahlen sie, wie man es als eiliger Passant nur selten erlebt, vielleicht auch gar nicht bemerkt. „Ich habe in Potsdam Kunst und Geschichte auf Lehramt studiert“, erzählt der Künstler.

Aber Lehrer ist er nicht geworden. „Ich will malen und von meiner Kunst leben können“, erklärt er. Er verdiene zwar (noch) nicht so sehr viel Geld, aber er sei auch relativ anspruchslos. Schröder malt nicht nur Häuser, Straßen und Plätze. „Ich will, dass meine Bilder lebendig sind“, sagt er. Und deshalb bevölkern Menschen seine Stadtlandschaften. Aber er kann auch anders, wie zwei Gemälde mit Seerosen beweisen.

„Schlafende Steine“ hat Maike Prüst ihre kleinen Kunstwerke genannt. Steine in allen Größen zeigen Gesicht. Sie bearbeite die Steine nicht, sondern bemale sie so, wie sie sie gefunden hat. Ihre Kunstwerke vermarktet die Holländerin unter dem Künstlernamen „Amajamaj“.

„Das ist Belgisch und bedeutet: Ach wie schön“, erklärt sie in perfektem Deutsch. Nach Deutschland sei sie der Steine wegen gekommen In Holland gebe es keine, nur etwas Kies. Außerdem hätten sie Platz gebraucht, ihr Mann und sie. Holland sei ein kleines Land und es sei ihnen dort zu eng geworden. Wieso sie es in die Prignitz verschlagen habe?

Eine Luftaufnahme des Anwesens hatte sie überzeugt: Das ist es. „Ich habe mich sofort in das Haus verliebt“, berichtet die Künstlerin. Zwei Jahre ist das jetzt her. Und ebenso lange bemalt sie Steine, die es in der Prignitz reichlich gibt.

„Wunschstellplätze können wir nicht vergeben“, berichtet Adriane Porikys, da wäre bei insgesamt 48 Ausstellern Chaos programmiert. Berücksichtigt werde allerdings, wenn Künstlergruppen nebeneinander stehen wollen. Und treue Aussteller, die jedes Jahr mit dabei waren, hätten einen Stammplatz.

Beinahe wäre der diesjährige Bildermarkt dem Sparzwang des Theaters zum Opfer gefallen. Doch die Aussteller haben ihn gerettet, weil sie bereit waren, eine Standmiete von zehn Euro zu bezahlen.

Von Ann Brünink

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