Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg/Havel Frauenmörder erhängt sich in seiner Zelle
Lokales Brandenburg/Havel Frauenmörder erhängt sich in seiner Zelle
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:28 10.11.2015
In der JVA Brandenburg nahm sich am Mittwoch erneut ein Häftling das Leben. Quelle: Schauka
Anzeige
Brandenburg/H

In der Nacht zu Donnerstag hat sich erneut ein Strafgefangener der Justizvollzugsanstalt (JVA) Brandenburg in seiner Zelle das Leben genommen, wie Polizei und Justiz am Freitag bestätigten. Er ist bereits das vierte Selbstmordopfer in diesem Jahr im Brandenburger Gefängnis.

Zur Identität des Toten machten die Behörden am Freitag wenige Angaben. Nach gesicherten Informationen der MAZ handelt es sich um den 33 Jahren alten Michel B., der am 22. Februar 2008 in der Berliner Straße in Rathenow seine damals 18 Jahre alte Ex-Freundin Ulrike W. aus Eifersucht mit fast sechzig Messerstichen massakriert hatte.

Das Landgericht Potsdam hatte den seinerzeit 26 Jahre alten Michel B. im Oktober 2008 zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt, die er seither in der JVA Brandenburg verbüßte.

Nach MAZ-Informationen entdeckten Justizbeamte den Leichnam des Mörders am Donnerstag gegen 5.30 Uhr stranguliert in seiner Zelle. Dem Vernehmen nach war er da bereits mehrere Stunden tot.

Die Freundin hatte sich von Michel B. getrennt

Beim Zelleneinschluss am Vorabend war Michael B. das letzte Mal lebend gesehen worden. Unmittelbar nach der Entdeckung am frühen Morgen wurden nach Angaben von Justizsprecher Alexander Kitterer Notarzt und Polizei informiert. Hinweise auf eine Selbstverletzungs- oder Suizidgefahr hätten der Anstalt nicht vorgelegen. Disziplinarische oder andere Auffälligkeiten seien im Vorfeld ebenfalls nicht festgestellt worden.

Die Polizei in Brandenburg hat in diesem Fall ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Hinweise auf ein Fremdverschulden lägen derzeit nicht vor, teilt Polizeisprecherin Jana Birnbaum mit. Zum Motiv und zu Hintergründen der Selbsttötung machten die Behörden am Freitag keine Angaben. Wie gleichwohl zu erfahren war, könnte der Umstand, dass seine Partnerin sich gerade von ihm getrennt hat, den gelernten Schlosser in Hennigsdorf in den Selbstmord getrieben haben.

Der geflüchtete Mörder war bald gefasst

Der grausame Mord hatte seinerzeit für großes Aufsehen gesorgt. Eine Nachbarin hatte die Hilfeschreie, das Bitten und Betteln der schon schwer verletzten jungen Frau gehört, die sich zunächst in den Hausflur gerettet hatte, ehe ihr Ex-Freund sie zurück in die Wohnung zerrte und mit einem Stich in den Hals tötete.

Michel B. war anschließend zwar geflüchtet. Wenige Tage später wurde er in Hennigsdorf überwältigt. In seinem Prozess gestand er den Mord.

In der JVA Brandenburg reißt die Serie an Selbstmorden in diesem Jahr nicht ab. Am 25. März erhängt sich der 59 Jahre alte Potsdamer Autohändler Rüdiger W. in der Nacht nach seinem Urteilsspruch in seiner Zelle.


Am 30. Juli stranguliert sich der 32 Jahre alter Rumäne zu Tode, der am 5. Juni seine Ex-Partnerin, die Mutter seiner beiden Kinder, auf dem Vorplatz des Edeka-Marktes in Nord erstochen hatte. Am 10. September finden Beamte den 41 Jahre alten Betrüger Dirk E. erhängt in seinem Haftraum.

Von Jürgen Lauterbach

Brandenburg/Havel Treffen politischer Gefangener der DDR-Zeit - Wiedersehen mit der Hölle von Brandenburg

Die kleine Gruppe älterer Männer, die am Sonntag aus verschiedenen deutschen Städten nach Brandenburg kommt, verbindet alles andere als gute Erinnerungen mit der Stadt. „Brandenburg, das war richtig die Hölle“, sagt Michael Stehr (67), der bei Hamburg lebt. Die Hölle erlebte er im Jahr 1977 als politischer Häftling der Strafanstalt Brandenburg.

07.11.2015

Die Tage sind gezählt: Der Wirt vom „Deutschen Haus“ in Wusterwitz hört auf. Am 15. November schließt Sören Wilhelm die Gaststättentür zum letzten Mal auf. Die Gerüchteküche brodelt schon längere Zeit. Das Restaurant soll neu vermietet werden.

09.11.2015
Brandenburg/Havel Ausstellung: Gärten im Mittelalter - Vom Nutzgarten zum Rückzugsort

Im Archäologischen Landesmuseum Brandenburg hat am Donnerstag eine neue Sonderausstellung mit dem Namen „Gärten im Mittelalter“ eröffnet. Sie soll thematisch das Buga-Jahr 2015 abschließen. Gezeigt werden unter anderem Nachbildungen von Pflanzen sowie auch getrocknete Pflanzen und Pflanzensamen.

09.11.2015
Anzeige