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Brandenburg/Havel Volkssolidarität Mittelmark ehrt Mitglieder
Lokales Brandenburg/Havel Volkssolidarität Mittelmark ehrt Mitglieder
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19:54 04.11.2018
Werner Czech wurde für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement für die Volkssolidarität ausgezeichnet. Quelle: jast
Brandenburg/H

Unter dem Motto „Miteinander Füreinander“ engagieren sich zahlreiche Menschen in der Volkssolidarität und das bereits seit 73 Jahren. Der Verbandsbereich Mittelmark feiert regelmäßig mit seinen Mitgliedern diesen Geburtstag, auch wenn es kein runder ist.

Aktuell waren Vertreter aus den Ortsgruppen des Verbandsbereichs, zu dem neben Potsdam auch die Stadt Brandenburg, sowie der Landkreis Potsdam-Mittelmark zählt, in den Saal der Werft in der Brandenburg/Havel eingeladen.

Der Verbandsbereich Mittelmark lud anlässlich des 73-jährigen Bestehens der Volkssolidarität zur Festveranstaltung in die Werft in Brandenburg. Verdiente Ehrenamtler erhielten Auszeichnungen.

„Wie sind immerhin mit knapp 5000 Mitgliedern der größte Verband im Bundesland Brandenburg“, sagte Wolfgang Gleis, der dem Beirat des Verbandsbereiches Mittelmark angehört.

Die jährliche Jubiläumsveranstaltung wird zugleich immer genutzt, um verdiente Ehrenamtler für ihr Engagement auszuzeichnen. Über eine Würdigung durften sich jetzt unter anderem Rosemarie Witte aus der Stadt Brandenburg und Annerose Große aus dem Ortsteil Schmerzke freuen.

Immer mit der Kamera unterwegs

Eine Urkunde bekam auch Werner Czech überreicht, der jahrelang mit seiner Kamera vor allem die Reisen der Volksolidaritäts-Mitglieder aus der Stadt Brandenburg im Bild festhielt.

Seit 37 Jahren ist Czech in der Ortsgruppe Görden dabei. Als den Menschen aus dem Osten Deutschlands nach der Wende die Welt offen stand, packte er zusammen mit seiner Frau Anneliese, die zudem 13 Jahre die Vorsitzende der Volkssolidarität in der Stadt Brandenburg war, regelmäßig die Koffer.

„Ich war der einzige, der eine Spiegelreflexkamera besaß“, sagte Czech. Im Laufe der Jahre ist der Hobbyfotograf so immer mehr in die Rolle des Chronisten hinein gewachsen. „In den Fotoalben von vielen Mitreisenden finden sich zahlreiche Bilder, die ich gemacht habe“, sagte Czech.

Viel auf Reisen

Quer durch Europa, von Spanien über Italien bis in die Schweiz und nach Ungarn, waren die Czechs unterwegs. „Immer mit der Volkssolidarität, denn dort war für den Notfall immer ein Arzt vor Ort und die Reisen waren so gut organisiert, dass wir schon von der Haustür abgeholt wurden“, sagte Anneliese Czech.

Diese besondere Fürsorge in allen Lebensbereichen, von der Hilfe im Alltag bis hin zur Begleitung bei besonderen Ereignissen, sind ein Grundstein der Volkssolidarität. Das betonte auch Bernd Niederland in seiner Festrede in der Werft.

Wirksame soziale Kraft

Der Verbandsratsvorsitzende der Volkssolidarität im Land Brandenburg hob die wirksame soziale Kraft hervor, die seit der Gründung bis heute die Mitglieder trage. „Im letzten Jahr haben die Mitglieder des Verbandes Mittelmark rund 70.000 Stunden in den 64 Ortsgruppen und vier Begegnungsstätten ehrenamtlich gearbeitet“, berichtete Niederland.

In den kleinen Einheiten der Ortsgruppen sind regelmäßig Helfer unterwegs, die Mitglieder zu Hause besuchen und so den Menschen dabei helfen, soziale Kontakte zu pflegen und auch bei verschiedenen Fragen beratend zur Seite stehen. Einladungen zu kulturellen Veranstaltungen bringen Abwechselung in den Alltag.

Auch auf anderen Feldern aktiv

„Natürlich ist die Volkssolidarität auch auf anderen Feldern aktiv, etwa in der Kinderbetreuung, als Betreiber eines Hausnotrufs, bei der Integrationsarbeit mit Flüchtlingen oder der Beratung für Menschen mit Demenzerkrankungen und deren Angehörige“, sagte Niederland.

Der Verbandsratsvorsitzende appellierte an die Politik, sich noch mehr für die Verteilungsgerechtigkeit zwischen Ost und West sowie den Kampf gegen Altersarmut einzusetzen.

„Viele sind immer noch abgekoppelt von der eigentlich positiven wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland.“ Bevor bei der Festveranstaltung mit dem Brandenburger Shanty Chor und einer Tanzgruppe der gemütliche Teil begann, ging noch einmal der Aufruf in die Runde, sich weiter einzusetzen, um neue Mitglieder zu werben.

Von Christine Lummert

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