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Vom Digitalfunk zur robusten Straßenbahn

Neuer Chef der Verkehrsbetriebe Brandenburg Vom Digitalfunk zur robusten Straßenbahn

Von der Polizei in ein städtisches Unternehmen: Jörg Vogler hat den Sprung gewagt und tritt bei den Verkehrsbetrieben der Stadt Brandenburg an der Havel die Nachfolge von Geschäftsführer Werner Jumpertz an. Er steht ab sofort den 142 Mitarbeitern vor – und sieht sich einigen Aufgaben entgegen.

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Jörg Vogler vor dem VBBr-Reisezentrum in der Steinstraße.

Quelle: André Wirsing

Brandenburg an der Havel. Jörg Vogler ist von seinem neuen Arbeitsplatz als Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe Brandenburg VBBr begeistert – besonders von seinem neuen Team. „Wir haben 142 Mitarbeiter und alle leben für die Verkehrsbetriebe. Manche sind schon 38 Jahre da, manchmal arbeiten der Sohn oder der Bruder in der Firma.“ Er bewundert, dass der Fahrdienstleiter und der Verkehrsplaner selbstverständlich in die Bahn springen, wenn zu viele Fahrer krank sind. Oder dass Betriebsleiter Rolf Nothnagel die Buga-Blumenbahn eigenhändig gesteuert hat.

„Es gibt kaum Fluktuation im Unternehmen, alle halten zusammen und es ist eine Selbstverständlichkeit, sich gegenseitig zu helfen. Das ist wichtig in solch einem kleinen Unternehmen.“ Das sei vor allem ein Verdienst des Dreigestirns aus dem scheidenden Chef Werner Jumpertz, Prokuristin Petra Hill und eben Nothnagel. Sie hätten mit dem Team für die Anerkennung in der Öffentlichkeit und der Kommunalpolitik gesorgt.

Arbeit gibt es genug

Vogler hatte in seinem vorigen Job Verantwortung für einige Hundert Millionen Euro als Projektchef fürs Einführen des Digitalfunks bei der Polizei im Land Brandenburg. „Aber nun habe ich auch operative Verantwortung, die nicht nur auf dem Papier steht.“

Arbeit hat er genug. Im Wirtschaftsplan, den er mit Jumpertz in den Ausschüssen gerade vorstellt, steht drin, dass in den beiden kommenden Jahren jeweils vier Straßenbahnen vom Typ KTNF6 modernisiert werden, also alle drei Monate eine - das sei eine sportliche Aufgabe. Das Geld, pro Jahr etwas mehr als 500.000 Euro, kommt aus dem Anteil an dem 5-Millionen-Paket, welches das Land für den Öffentlichen Personennahverkehr zur Verfügung stellt.

Ende 2017 soll dann die Flotte der liebevoll „Hängebauchschweine“ genannten zehn KTNF6-Bahnen komplett modernisiert sein. Zwei wurden bereits vor der Buga hergerichtet. Davon hat auch das Fahrpersonal etwas _ bei der Gelegenheit werden die Wände der Führerstände um sieben Zentimeter versetzt, damit mehr Fußraum ist, zudem werden die Kabinen klimatisiert.

Vbbr ein funktionierendes Unternehmen

Jörg Vogler hat ein funktionierendes Unternehmen übernommen, er schätzt selbst ein, „dass ich ungefähr ein Jahr brauchen werde, bis ich mich sicher schätzen kann“. Neben dem Modernisierungprogramm stehen keine großen Veränderungen an. Liniennetz und Takte bleiben erhalten. Und als lange in Ost-Berlin lebender Mann betrachtet er die Straßenbahn ohnehin als „Kulturgut einer Stadt“.

Jörg Vogler ist Diplom-Ingenieur Elektrotechnik/Elektronik, Schwerpunkt Nachrichtentechnik und 1968 in Schwedt an der Oder geboren. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder, mit denen er in Nuthetal lebt. Seit 1986 war er bei der Polizei, allerdings nie als Beamter.

Von André Wirsing

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