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Vom Hohen Fläming ins Westhavelland

Brandenburgische Städtebahn Vom Hohen Fläming ins Westhavelland

Ursprünglich sollte ein Eisenbahnring im großen Bogen um Berlin die Region verbinden. Letztlich blieb es bei der Brandenburgischen Städtebahn, die im Westen die Städte miteinander verband. Auf einer Länge von 125 Kilometern verkehrten die Personen- und Güterzüge zwischen Treuenbrietzen, Belzig, Brandenburg, Rathenow und Neustadt/Dosse.

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Alte Ansicht vom Rhinower Bahnhof.

Westbrandenburg. Ursprünglich sollte ein Eisenbahnring im großen Bogen um Berlin die Region verbinden. Schon im 19. Jahrhundert waren solche Pläne aufgestellt und wieder verworfen worden. Letztlich blieb es bei der Brandenburgischen Städtebahn, die zumindest im Westen die Städte miteinander verband.

Auf einer Länge von 125 Kilometern verkehrten die Personen- und Güterzüge zwischen Treuenbrietzen, Belzig, Brandenburg/Havel, Rathenow und Neustadt/Dosse. Die Betreiberin, die Brandenburgische Städtebahn AG, wurde 1901 gegründet. Der Abschnitt zwischen Treuenbrietzen und Rathenow ging am 25. März 1904 in Betrieb, die Strecke bis nach Neustadt folgte gut drei Wochen später.

Entlang der Strecke entstanden Bahnhöfe nach gleichen Mustern. Die Stationen Rhinow und Golzow etwa erhielten zweigeschossige Bauwerke, in Krahne und Dippmannsdorf/Ragösen wurden Eingeschosser an das Gleis gesetzt. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Städtebahn AG enteignet, 1949 gingen Strecke, Bauten und Fuhrpark in das Eigentum der staatlichen Reichsbahn über.

Züge auf einer Länge von 125 Kilometern

Bereits 14 Jahre später trennte man sich von einem Abschnitt: Die Strecke Treuenbrietzen-Belzig diente fortan nur noch als Reservestrecke, ein paar Güter- und Sonderzüge fuhren dort. Nach der politischen Wende sank der Bedarf rapide. Immer weniger Güter und Menschen waren mit der Städtebahn unterwegs. Gegen den Widerstand zahlreicher Bahnfreunde sind die Abschnitte Brandenburg-Belzig und Rathenow-Neustadt 2003 stillgelegt worden, kurz vor dem 100. Geburtstag.

Die Bahn investierte dafür umfangreich in das verbliebene Teilstück Brandenburg-Rathenow. In den Jahren 2004 und 2005 wurde der Abschnitt modernisiert und ausgebaut. Die Strecke zwischen Brandenburg und Bad Belzig erwarb ein niederländischer Bahndienstleister mit einem Firmensitz in Reckahn. Gelegentlich verkehrten noch Güterzüge, doch nach und nach demontierte das Unternehmen die Gleise, die Schwellen und fuhr den Schotter ab. Zwischen Bad Belzig und Reckahn erinnert nur noch die alte Trasse an die wechselvolle Geschichte der Brandenburgischen Städtebahn.

Von Heiko Hesse

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