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Vom Pulverlagerhaus zur Vier-Sterne-Wohnung

Brandenburg an der Havel Vom Pulverlagerhaus zur Vier-Sterne-Wohnung

Vor sieben Jahre kaufte die Familie Lupke das ehemalige Pulverlagerhaus in Kirchmöser. Seit fünf Jahren wohnen sie selbst in dem Haus, seit drei Jahren vermieten sie zwei Ferienwohnungen. Sie erfüllten sich damit einen Herzenswunsch. Doch dabei begegneten ihnen auch Hürden.

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Familie Lupke erfüllte sich mit dem Hauskauf einen Lebenstraum.

Quelle: Ruediger Boehme

Brandenburg/H. Als das Ehepaar Lupke vor gut acht Jahren durch ihre Stadt spazierte, rechnete es wohl nicht damit, dass sich sein Leben in den kommenden Jahren so rasant verändern würde. Während sie damals durch den Brandenburger Ortsteil Kirchmöser schlenderten, kamen sie nämlich an einem ehemaligen Pulverlagerhaus vorbei: Und verliebten sich sofort. Sie hatten schon lange mit einem Hauskauf geliebäugelt und nun hatten sie ihr Traumobjekt gefunden. Das Haus stand nur kurze Zeit später tatsächlich zum Verkauf und Familie Lupke schlug zu.

Wenn Catrin Lupke heute an die erste Besichtigung zurückdenkt, muss sie schmunzeln: „Das Haus sah furchbar aus. Es gab einen Wasserschaden, alles war gelb und baufällig. Aber ich habe das Haus schon damals fertig vor mir gesehen.“ Also entschied sich das Ehepaar für das Haus. Sie folgten ihrem Gefühl, nahmen eine riesige Abriss- und Aufbauaktion in Kauf. Allein ein Jahr verbrachten sie damit, das Haus abzureißen, bis schließlich nur noch die tragenden Wände standen. „Im Nachhinein sind wir da sehr blond und blauäugig rangegangen“, sagt sie heute. „Es war viel mehr kaputt als gedacht. In dem jetzigen Haus gibt es kein Stück alte Elektroleitung mehr.“

Anfangs arbeitete die Familie vor und nach der Arbeit mit Freunden und Bekannten an dem Projekt. Doch schließlich kündigte Catrin Lupke ihren Job. Seither kümmert sie sich in Vollzeit um die Ferienwohnungen. Das Besondere: Die Familie übernahm die meisten Bauarbeiten am Haus selbst. Dabei konnte sie sich auf die Hilfe von Freunden und Bekannten verlassen.

Im September 2012, gut zwei Jahre nach dem Kauf, zog die Familie schließlich in das Obergeschoss des erneuerten Hauses. Zu diesem Zeitpunkt waren die beiden Ferienwohnungen im Untergeschoss jedoch noch lange nicht fertig.

Der Rohbau war zwar abgeschlossen, aber ansonsten war noch nichts fertig. In der kommenden Zeit packte Catrin Lupke meist selbst mit an. So tapezierte sie zum Beispiel eigenständig die Ferienwohnungen und erhielt dafür selbst vom gelernten Malermeister lob. Nicht nur die Ferienwohnungen mussten fertiggestellt werden, auch den Garten galt es zu bepflanzen. „Ich war so happy, als der erste grüne Flaum Rasen zu sprießen begann“, erinnert sich Catrin Lupke heute. Man merkt, dass sie mit Herzblut hinter dem Projekt steht.

Seit drei Jahren vermietet die Familie die Ferienwohnungen nun. Dabei werden vor allem Radfahrer und Wanderer von den vielfältigen Möglichkeiten der Umgebung angezogen. Sie übernachten meist ein oder zwei Nächte bei Familie Lupke. Aber auch Urlauber aus verschiedenen Teilen Deutschlands verschlägt es für ein oder auch zwei Wochen in die Brandenburger Idylle. Sie schätzen dabei vor allem die Nähe zu Berlin, Potsdam und Magdeburg, die Abgeschiedenheit und Ruhe. „Wir haben hier nur Biolärm“, sagt Catrin Lupke lachend. Besonders freut sie sich, wenn alte Bekannte zu Besuch kommen und die voranschreitenden Veränderungen bemerken. Denn die bemerke man selbst kaum mehr, wenn man jeden Tag am Haus baue.

Das eigentliche Ziel der Familie Lupke war es, das Haus nach fünf Jahren komplett fertig zu haben. Doch der Prozess zog sich in die Länge. Mittlerweile ist der Kauf sieben Jahre her. Aller Vorraussicht nach wird im Frühjahr nächsten Jahres die vorerst letzte Hürde genommen: Das Haus soll verputzt werden. Und dann kann Familie Lupke endlich in ihrem Realität gewordenen Lebenstraum entspannen.

Kontakt 03381-891600 oder Info@Ferienwohnung-Kirchmoeser.de.

Von Sally-Charell Delin

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