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Vom Traumhaus blieb nur ein Trümmerhaufen

Nach Brand in Riewend Vom Traumhaus blieb nur ein Trümmerhaufen

Nur ein Trümmerhaufen aus verkohlten Stämmen ist von dem in Riewend (Potsdam-Mittelmark) abgebrannten Wohnblockhaus übrig geblieben. Zu dem Unglück am Montag kam es wohl durch eine Verpuffung beim Entzünden eines Gasgrills. Die Besitzerfamilie hat alles verloren.

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Nur ein Trümmerhaufen ist von dem abgebrannten Wohnblockhaus übrig geblieben.

Quelle: Volkmar Maloszyk

Riewend. Der Anblick ist bedrückend. Was noch am Montag das Zuhause einer Riewender Familie war, liegt in Schutt und Asche. Das gesamte Hab und Gut wurde ein Opfer der Flammen. Ein paar verkohlte Stämme sind die Überbleibsel eines aus Rundhölzern errichteten Wohnblockhauses. Brandermittler der Kriminalpolizei begaben sich am Morgen nach dem Inferno auf Spurensuche.

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Riewend, 25. Juli 2016 – In Riewind (Potsdam-Mittelmark) geht ein Wohnhaus in Flammen auf. Das aus Rundhölzern im nordamerikanischen Blockhausstil errichtete Eigenheim brennt vollständig nieder.

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Das bis auf die Bodenplatte abgebrannte Haus war das erste Eigenheim, dass vor über zehn Jahren im nordamerikanischen Blockhausstil am Ortseingang von Riewend errichtet wurde. Der Päwesiner Feuerwehrmann Mario Gruber, der am Montag zu den über 70 Einsatzkräften gehörte, hat das Blockhaus einst selbst mit aufgebaut und erlebte nun dessen Vernichtung: „Da blutet einem das Herz“. Auch Päwesins Bürgermeister Hubertus Kühne spricht von einem „tragischen Ereignis.“ Die Einsatzkräfte hätten mit einer herausragenden Leistung noch Schlimmeres für Riewend abgewendet, so der Bürgermeister.

Ein Ausweichquartier für die obdachlos gewordene dreiköpfige Familie musste die Kommune nicht organisieren. Die Riewender wurden von den Eltern aufgenommen. Zur Ursache des verheerenden Feuers, das am Montagnachmittag auf dem Grundstück in der Riewender Dorfstraße ausbrach, gibt es erste Erkenntnisse. Offenbar stand das Unglück in Verbindung mit dem Entzünden eines Propangasgrills auf der Terrasse im ersten Obergeschoss des Blockhauses. Die entzündete Flamme soll direkt auf die Gasflasche übergegriffen haben. Der Hauseigentümer (32) soll noch versucht haben die Gasflasche von der Terrasse zu werfen, was aber misslang. Oliver Bergholz von der Polizeidirektion West sprach von einer anschließenden „Verpuffung“. Zunächst geriet ein Terrassensofa in Brand, dann griffen die Flammen schnell auf das gesamte Haus über. Der Mann erlitte leichte Verbrennungen an den Beinen. Seine Lebensgefährtin, die im Moment der Verpuffung nach Hause kam, blieb unverletzt.

Die Brandenburger Berufsfeuerwehr trifft in Riewend ein

Die Brandenburger Berufsfeuerwehr trifft in Riewend ein.

Quelle: Frank Bürstenbinder

Bei aller Tragik lobte Amtsbrandmeister Jan Lehnhardt am Dienstag die Arbeit der Feuerwehren unter dem Kommando von Einsatzleiter Falk Möhler. „Die Kameraden haben in einer außergewöhnlichen Hitzeschlacht alles richtig gemacht. Ihnen ist es gelungen die Nachbarhäuser zu schützen. Das war die wichtigste Aufgabe, weil schnell klar wurde, dass das in Vollbrand stehende Wohnhaus nicht mehr zu retten war“, sagte Lehnhardt der MAZ. Der Amtsbrandmeister dankt auch den Einsatzkräften aus der Stadt Brandenburg und dem Havelland, die den Wehren des Amtes Beetzsee zu Hilfe eilten.

Das Roskower Einsatzfahrzeug muss gekühlt werden

Das Roskower Einsatzfahrzeug muss gekühlt werden.

Quelle: Frank Bürstenbinder

Noch bis etwa 23 Uhr dauerten am Montagabend die letzten Löscharbeiten bei künstlicher Beleuchtung an. Ein Abrissbagger der Firma Bossan zog die hölzernen Ruinenteile auseinander, die sofort mit Schaum abgelöscht wurden. Alle Kameraden blieben unverletzt. Durch die enorme Hitze wurde allerdings das Roskower Einsatzfahrzeug in Mitleidenschaft gezogen. Kunststoffteile begannen zu schmelzen. Das Auto musste am Dienstag in die Werkstatt.

Einsatzleiter Falk Möhler

Einsatzleiter Falk Möhler.

Quelle: Julian Stähle

Zur Nachbereitung gehörte am Tag nach dem Brand das Auswechseln des Schlauchmaterials im Feuerwehrtechnischen Zentrum in Beelitz-Heilstätten. Aufgebraucht wurde in Riewend die gesamte Atemschutzreserve des Amtes Beetzsee. Nach jedem Einsatz werden die Pressluftatmer einer Revision unterzogen, die Lungenautomaten werden desinfiziert und die Stoffteile gewaschen. Als sofortigen Ersatz stellte Potsdam-Mittelmark Atemschutztechnik aus der Kreisreserve zur Verfügung. Am Nachmittag waren die Feuerwehren wieder vollständig einsatzbereit.

Von Frank Bürstenbinder

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