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Brandenburg/Havel Von Gänsebraten bis Gastritis
Lokales Brandenburg/Havel Von Gänsebraten bis Gastritis
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02:16 16.12.2015
Schauspielerin Franziska Troegner in ihrem Element. Quelle: Foto: J. Steiner
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Brandenburg/H

Jedes Jahr im Dezember werden die Ideale wieder hervorgekramt. Die Weihnachtszeit soll Familienzeit sein, zu der alle gemeinsam unter dem schön geschmückten Baum sitzen und sich an Friede, Stille und Besinnlichkeit erfreuen.

Die Schauspielerin Franziska Troegner erinnerte am Freitagabend in der Studiobühne des Brandenburger Theaters mit ihrem Programm „Zwischen Frühstück, Gänsebraten und Gastritis“ das amüsierte Publikum daran, dass diese Idealvorstellung immer wieder zum Scheitern verurteilt ist.

Da wäre zum Beispiel der Besuch der Schwiegermutter, die an Heiligabend anreist, das Kommando im Haus übernimmt und erst am Neujahrstag mit ihrer Abreise den Familienfrieden wieder herstellt. Oder die pubertierende Teenagertochter, die das Danke-sagen verlernt hat und mit ihrem neu entdeckten revolutionären Geist das beschauliche Familienleben an den Rand des Abgrunds treibt.

Kleine musikalische Schnittpunkte

In den Atempausen zwischen den humorvollen Texten setzte der Pianist Nikolai Orloff immer wieder kleine musikalische Schnittpunkte, in denen alte und neue Weihnachtslieder mit klassischen Melodien oder Swing zu neuen Stücken verbunden wurden.

Franziska Troegner, die 1954 in Berlin-Mitte geboren wurde, und lange Zeit am Berliner Ensemble spielte und zudem auch aus Film und Fernsehen bekannt ist, schlüpfte zur Freude der Zuschauer in die verschiedenen Charaktere ihrer Weihnachtsgeschichten.

So verlieh sie der Personalleiterin einer großen Firma eine immer verzweifelter werdende Stimme, weil diese bei der Organisation der Betriebsweihnachtsfeier versucht, auf alle abstrusen Sonderwünsche einzugehen, die Vegetarier, Raucher, Nicht-Raucher, Schwule, Lesben, Schwangere, Anti-Alkoholiker so äußern können.

Mit Berliner Schnauze

Selbst dem siebenjährigen Steppke aus der Weihnachtsgeschichte von Renate Holland-Moritz verpasste sie die echte Berliner Schnauze, als der mit seinem Vater darum ringt, doch selbst einmal am Heiligen Abend der Weihnachtsmann sein zu dürfen, weil es den Bärtigen im roten Rock doch in Wirklichkeit gar nicht gibt. Dem kleinen Mann wird sein Wunsch erfüllt und am Ende glaubt er sogar wieder an den echten Alten.

Ein Happy-End hatte die Geschichte des Satirikers Jochen Petersdorf über den Weihnachtsbaum, der Johann Gottlieb mit Vornamen und Fichte mit Nachnahmen heißt, zwar nicht. Trotzdem werden die Zuhörer, die vielleicht selbst schon einen Weihnachtsbaum auf ihrem Balkon lagern, diesem über die Feiertage eine schönere Zeit bereiten als seinem Verwandten, der mit Troegners Stimme sein Leid klagte. Um schon mehrfach getragene Kugeln ging es da, eine streitende Familie, die ihm die Feiertage versaute und seinen unrühmlichen Ende noch bevor das neue Jahr eingeläutet wurde. Das angehobene Bein eines Schäferhundes gab dem guten Johann Gottlieb dann den Rest. Möge seinen Kollegen ein anderes Schicksal beschieden sein.

Von Christine Lummert

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